Donnerstag, 29. Juni 2017

Rezension: Paper Palace

Die Verführung
von Erin Watt, erschienen bei Piper.



Erschienen am 2. Mai 2017
Klappenbroschur
416 Seiten
ISBN: 978-3-492-06073-8


Beschreibung laut Verlag
Kaum haben sich Ella und Reed wiedergefunden, werden sie schon wieder getrennt – und Reeds Leben steht auf dem Spiel. Ist er dieses Mal zu weit gegangen? Ist ihm sein aufbrausendes Temperament zum Verhängnis geworden? Ella ist eine Kämpferin. Sie ist bereit, alles zu tun, um Reed zu schützen, und den Royals zur Seite zu stehen. Doch dann wird sie plötzlich von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt. Sie muss feststellen, dass ihr Leben eine einzige Lüge war. Werden die Royals sie am Ende doch ruinieren? Oder kann es ein Happy End für Ella und Reed geben?

Rezension
Diesmal sieht es absolut nach Land unter aus. Reed steckt so tief in Schwierigkeiten, dass kein Ausweg möglich scheint. Das erste Mal in seinem Leben lösen sich die Dinge nicht mit Einfluß und Geld in Luft auf. Und der Preis dafür seine Familie zu schützen ist sehr hoch.

Ella kann es nicht fassen, was da gerade über ihr hereinbricht. Gerade erst eingelebt bei den Royals, in ihrem neuen Leben angekommen, frisch verliebt und nun gerät alles aus den Fugen. Aber eine Flucht ist keine Option...

Fazit
Nach dem Cliffhanger vom zweiten Teil war ich ja schon so was von gespannt auf das dritte und letzte Buch von dieser Trilogie... tja... das hab ich nun gelesen...

Jo... also die Geschichte ist damit schon schlüssig erzählt und abgeschlossen, aber ... irgendwie... mmm.... also ganz ehrlich gesagt, fand ich den letzten Teil... doch eher... etwas enttäuschend.

Natürlich ist die Schreibe weiterhin fluffig zu lesen, aber inhaltlich...hüstel... Ella, die mit ihren 17 Jahren bereits für sich und ihre Mutter jahrelang allein gesorgt hat, lässt sich nun von ihrem... Erziehungsberechtigten sooo einschüchtern und fremdbestimmen... mit 17... ja... kann schon sein... vielleicht...

Und auch Reed ist ... ja ... so etwas von tapfer, obwohl alle so böse zu ihm sind. Dabei haben doch sonst immer alle so .... gespurt...

Also ihr merkt: ich bin so ein bisserl was enttäuscht. Irgendwie hatte ich mir mehr versprochen. Vielleicht bin ich ja doch schon zu alt für New Adult.... Aber trotz allem hat mir die Trilogie insgesamt gut gefallen - die ersten beiden Bände halt besser als der Schluss ;0)
  
Reihenfolge
Paper Princess – Die Versuchung
Paper Prince – Das Verlangen
Paper Palace – Die Verführung


Viele Grüße von der Numi

Freitag, 23. Juni 2017

Stiefkind

von S.K. Tremayne, erschienen bei Knaur.


Erschienen am 01.12.2016
Taschenbuch
400 Seiten
ISBN: 978-3-426-51662-1

Inhalt laut Verlag
Rachel hat es endlich gut getroffen. Nach langen Single-Jahren hat sie den Anwalt David Kerthen kennengelernt und zieht mit ihm in sein Herrenhaus auf den Klippen von Cornwall. Mit den besten Absichten, auch für Davids Sohn aus erster Ehe, den 9-jährigen Jamie, eine gute Mutter zu sein. Denn Davids erste Frau kam auf tragische Weise in einer der überfluteten Zinngruben an Cornwalls Küste ums Leben.
Doch Jamie verändert sich, scheint von düsteren Visionen geplagt - und platzt schließlich mit einem Satz heraus, den Rachel nicht mehr vergessen kann: „ An Weihnachten wirst du sterben ... und meine Mummy kommt zurück."

Rezension
David - der reiche, charmante, gutaussehende Witwer verändert Rachels Leben vollständig. Nun lebt sie in einem wundervollen Herrenhaus auf den Klippen von Cornwall zusammen mit ihrem aufmerksamen Mann und seinem 9-jährigen Sohn Jamie.

Jamie scheint den Tod seiner Mutter noch lange nicht überwunden zu haben. Sie ertrank in einer der Zinngruben an der Küste. Immer, wenn Rachel meint ihm einen Schritt näher zu kommen, verschließt der Junge sich wieder komplett vor ihr. Anscheinend wird er von bösen Träumen gequält... er glaubt seine Mutter kehrt zurück.

Rachel macht sich Sorgen um Jamie und bemüht sich um Hilfe für den Jungen, aber... sind es wirklich nur Träume oder hat er Visionen? Kann er vielleicht tatsächlich wissen, was bald passieren wird? Und warum reagiert David so ... aggressiv auf das Thema? Starb seine erste Frau wirklich durch einen Unfall? Oder... könnte es eventuell sein, das Jamie Recht hat? Denn eine Leiche wurde nie gefunden...

Fazit
Ein armes Mädchen trifft auf einen älteren, reichen Mann und wird von ihm auf sein Schloss... äh... Herrenhaus in Cornwall gebracht. Dort sieht alles zunächst so rosig aus, doch dann entspinnt sich für die neue Hausherrin langsam aber sicher ein beängstigend Netz, bei dem sich alles in Frage stellen lässt. Ähnlich des Klassikers 'Rebecca' von Daphne du Maurier.

So schön Cornwall in anderen Romanen auch beschrieben wird und wohl auch in sämtlichen Rosamunde-Pilcher-Filmen gezeigt wird (hab mich bisher erfolgreich vor ihnen gedrückt), entsteht hier ein anderes Bild. Rauer, düsterer, einsamer ist die Umgebung. Dazu die... schon fast unheimliche Geschichte und schon hab ich Herzklopfen beim Lesen. Aber so unheimlich, dass ich das Buch hätte weglegen können, war es dann auch wieder nicht.

Wie schon im letzten Buch 'Eisige Schwestern' ist es für mich ein Psychothriller, in dem ein wenig Mystery eingewoben ist. Das Buch hat mich gut unterhalten, obwohl es zwischendurch auch gerne etwas mehr Chili hätte sein dürfen ... also knackiger und mit etwas mehr ... Schärfe zum Ende hin, wenn ihr wisst, was ich meine...

Also eine gute Unterhaltung, vielleicht ein wenig seltsam, aber so steht es geschrieben (das stand früher immer unter den Gruselgeschichten-Comics ;0)

Viele Grüße von der Numi

Samstag, 17. Juni 2017

Rezension: Canterbury Blues

von Gitta Edelmann, erschienen bei Dryas.


Erschienen im Oktober 2016
Taschenbuch
248 Seiten
ISBN: 978-3-940258-64-9

Beschreibung laut VerlagDie Liebesroman-Autorin und Hobby-Detektivin Ella Martin ist zurück in Canterbury. Und will sich nicht wieder in die Aufklärung eines Verbrechens einmischen – ehrlich nicht. Es gibt ja auch weit und breit keine Leiche.

Allerdings stößt sie bei der Recherche einer alten Liebestragödie auf dem Landsitz Feniston Park auf Ungereimtheiten. Amelia und Felix starben vor über siebzig Jahren, aber ist ihr Schicksal wirklich nur Geschichte? Und diese Umweltstiftung im Westflügel – geht da alles mit rechten Dingen zu? Vielleicht sollte sie Detective Inspector Alex Drake nicht nur privat treffen …

Rezension
Eine tragische Liebestragödie ereignete sich vor langer Zeit auf dem Landsitz Feniston Park. Wenn das mal nicht ein passender Hintergrund für einen neuen Liebesroman derdeutschen Autorin Ella Martin sein könnte. Und es klappt – auf Nachfrage wird Ella eingeladen ein paar Tage vor Ort zu Recherchezwecken zu verbringen.

Zwar wird sie während ihres Aufenthaltes kaum Zeit für ihren Vater und ihre Freunde in Canterbury haben, aber doch freut sich Ella auf ihre neue Aufgabe. Und dieses Mal hat sie sich fest vorgenommen über keine Leichen zu stolpern und schon gar nicht über Mordopfer. Nein, dieses Mal wird recherchiert im Namen der Liebe!

Das klappt auch ganz gut… naja zumindest so lange, bis die ersten Ungereimtheiten in der alten Geschichte der Liebenden auftauchen und auch im Jetzt gibt es überaus merkwürdige Dinge … verschlossene Räume… verlassene Keller… und... plötzlich ist Ella mittendrin…

Fazit
Das dritte Mal mit Ella unterwegs und es hat mir wieder gefallen.

Gitta Edelmann hat auch dieses Mal so einen richtig englischen Cosy-Krimi abgeliefert – das englische Wort cosy‘ bedeutet behaglich, gemütlich, kuschelig. Und so stelle ich mir einen Krimi dieser Art vor, gelesen auf der Couch, kuschelig eingemummelt, eine Tasse Tee in Reichweite (schließlich befinden wir uns auf einem englischen Landsitz) und dazu ein Teller Kekse, die man je nach Spannungsgrad ziemlich schnell wegfuttert.

Trotz der diesmal übersichtlich Personenanzahl, ist es weder einfach auf das Motiv… oder die Motive… auf den, der, die, das Täter und/oder auf den Gesamtzusammenhang zu kommen, falls es denn einen gibt – hihi – nein, verraten wird nix.

Mir gefällt die Ella-Martin-Reihe. Die kurzen Kapitel laden zum mal-eben-schnell-weg-lesen ein. Die Geschichte ist gut durchdacht und spannend geschrieben – im Ganzen ein kurzweiliges Lesevergnügen!

Reihenfolge
Canterbury Requiem
Canterbury Serenade
Canterbury Blues

Viele Grüße von der Numi

Dienstag, 13. Juni 2017

Rezension: Mordskuss

von Ulrike Busch, erschienen bei Klarant.

Erschienen im Mai 2017
Taschenbuch
200 Seiten
ISBN 978-3955736279 





Inhalt laut Verlag
Das beschauliche friesische Dorf Pilsum wird von einem brutalen Mord erschüttert. Neben dem Leuchtturm wird eine attraktive junge Frau gefunden, mit einem Gürtel bestialisch erdrosselt. Auf der Stirn der Toten prangt ein dunkelroter, sinnlich wirkender Kussmund. Was hat dieses Zeichen zu bedeuten? Tammo Anders und Fenna Stern von der Kripo Greetsiel nehmen die Ermittlungen auf. Das Mordopfer Silvia Lüders war Gast des Hotels Friesenliebe. In dem Haus treffen sich Partnersuchende aus Ostfriesland, doch anstatt Flirts und Liebe finden die Kommissare Eifersucht vor und Hass … Ist einer der Gäste der Friesenliebe der Täter? Treibt ein Serienmörder sein Unwesen in Ostfriesland? Die Kommissare ermitteln in alle Richtungen, als der Täter erneut zuschlägt…
Rezension
Zuviel Kaffee am Morgen bringt Kummer und Sorgen… naja zumindest stolpert eine Pilsumer Urlauberin bei einem kurzen …Pipistopp an einer ruhigen Ecke des Leuchtturms über eine tote Frau, die keines natürlichen Todes starb. Also ein neuer Fall für Tammo Anders und Fenna Stern von der Kripo Greetsiel.
Schnell finden die Beiden heraus, dass die junge Frau Gast in der ‚Friesenliebe‘ war. Dieses Hotel dient als Treffpunkt für Menschen auf der Suche nach ihrem Traumpartner – man lernt sich virtuell kennen und hat dann dort während eines Urlaubs die Möglichkeit sich kennen… und eventuell auch lieben zu lernen.
Doch ganz so romantisch harmonisch geht es dort gar nicht zu. Im Gegenteil – Eifersucht, Rivalität, Neid, Zank und Streit sind an der Tagesordnung. Musste die junge Frau deshalb sterben? Ist der Täter einer der anderen Gäste? Oder liegt das Motiv ganz woanders?

Tammo und Fenna machen sich an die Arbeit…

Fazit
Der erste Fall dieses neuen Ermittlungsteam aus der Feder von Ulrike Busch hatte mir richtig gut gefallen und ganz ehrlich? Der Zweite schließt sich da nahtlos an – klasse!
Die Ausdrucksweise,… die Wortwahl… einfach die komplette Art und Weise Worte auf Papier zu bringen gefällt mir hier sehr, sehr gut. Das sind einfach diese Bücher, die man nur ganz schlecht aus der Hand legen kann – Ihr wisst, was ich damit meine. Das Team Tammo/Fenna, das einem im ersten Teil ja schon ans Herz gewachsen ist, punktet weiter. Die Beiden sind unterschiedlich in ihrem Wesen und ergänzen sich dadurch richtig gut und das nicht nur bei der Arbeit … nein…. Ich könnte mir vorstellen, dass es da demnächst… eventuell auch im privaten Bereich… vielleicht… mal abwarten… Die Mischung zwischen Privat- und Dienstleben ist auch im zweiten Band tadellos gelungen. Die Geschichte ist gut durchdacht und regt zum miträtseln an – obwohl ich mal wieder einen falschen Verdacht hatte. Naja… aber ich bin ja beruhigender Weise nur Leser und kein Ermittler ;0) Meine Empfehlung für die Reihe habt Ihr auf jeden Fall und ich muss sagen, dass ich mittlerweile nach dem nun insgesamt fünften Buch von Frau Busch mal so richtig Lust hätte auf Tee mit Kluntjes und Sahne!
Reihenfolge

1.Tod am Deich
2. Mordskuss

Viele Grüße von der Numi

Mittwoch, 7. Juni 2017

Rezension: Bones

Die Knochenjägerin - Staffel 11


Erschienen am 24.05.2017
FSK: ab 16
Laufzeit: 970 Minuten
Bildformat: 1,78:1, 16:9
Ton: Deutsch, Englisch 5.1 Dolby Digital
Anzahl Discs: 6

Inhalt 
Nach dem Ende der zehnten Staffel und dem damit verbundenen Abschied von Brennan und Booth aus dem Jeffersonian Institute, erfolgt ein kleiner Zeitsprung zu Beginn von Staffel 11. Sechs Monate nach ihrem Ausstieg hat Temperance ihr zweites Kind bekommen und Seeley kümmert sich nun um die Ausbildung von FBI-Rekruten. Ihr neues Leben wird jedoch durcheinander geworfen, als bei einer verbrannten Leiche die Waffe von Booth gefunden wird. Da dieser zum Zeitpunkt der Entdeckung verschwunden ist, kommt der Verdacht auf, dass es sich bei dem Toten um ihn handelt. Brennan wird daraufhin wieder als Ermittlerin tätig und macht eine tragische Entdeckung, die auf den gesamten Verlauf der Staffel Auswirkungen haben wird.


Rezension
Eigentlich wollten sowohl Angela (Computerfachfrau und Künstlerin) und Hodgin (Geologe, Mineraloge… der Käfermann, der sich mit jedem Dreck auskennt und unangefochtener König des Labors) als auch Booth (FBI Specialagent) und Bones (DIE Anthropologin schlechthin!!!) neue Wege beschreiten, aber manchmal gibt es Umstände… die einen praktisch dazu zwingen… alte Pfade neu zu beschreiten… von daher landen doch wieder alle – wenigstens vorrübergehend – im Jeffersonian Institut. 


Und das ist auch gut so, denn es gibt genügend Leichen – ja in sämtlich möglichen Aggregatzuständen …schluck… bei denen sich herausstellt, dass sie ermordet wurden und deren Mörder es zu finden gilt und wer wäre da besser geeignet, als dieses Team?!

Fazit
Vorab erst einmal: uuuuaaaaaaaaaaaa was für eine Staffel – Hammer, Hammer, Hammer – ich bin absolut begeistert, obwohl …. also der Cliffhanger …. ich kann Euch sagen…. der war dieses Mal so etwas von… also…. uff… das nenn ich mal wirklich einen Cliffhanger… da hängt man nun ganz schön in der Luft bis zur 12ten und letzten Staffel! 


Zwei Sachen gefielen mir bei dieser elften Staffel richtig, richtig gut. Zum einen, bekommt das Bones-Team Besuch von … zwei Protagonisten… einer anderen Serie, die… ich mir auch ansehen… das führte bei mir zu einer kompletten Dauergrinsfolge. So finde ich klasse!

Die andere Geschichte hat etwas mit dem Cliffhanger zu tun… mmm…. nee, da kann bzw. da will ich überhaupt und gar nichts zu verraten. Mich hat es auf jeden Fall aus den Socken gehauen (sprichwörtlich natürlich) und nun hoffe ich, dass … mein… erster Gedanke dazu nicht dem entspricht, was demnächst folgt!

Nein – ich spoiler nicht, aber lasst Euch gesagt sein: Ich finde die Bones-Serie klasse. Vielleicht ist die eine oder andere Folge nicht ganz so mein Geschmack, aber das dürfte bei nun mittlerweile über 230 Stück verständlich sein. Und ja ich gebe ganz offen zu, dass ich in den ersten Minuten des jeweiligen Teils nicht so genau hinsehe, weil … es ist teilweise… schon recht… unappetitlich *hüstel* - ab 16 ist hier durchaus angebracht! 



Ich kann Euch die Serie nur empfehlen, wenn Ihr nicht ganz, ganz, ganz zart besaitet seid. Es lohnt sich auf jeden Fall und ich bin mega-gespannt auf die nächste Staffel – auch wenn es die Letzte ist - nach über 10 Jahren… schluck… aber irgendwann muss es wohl mal sein… seufz.

Viele Grüße von der Numi

Sonntag, 4. Juni 2017

Rezension: Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg

von Florian Herb, erschienen bei Ullstein.



Erschienen am 10.07.2015
Taschenbuch, Broschur
256 Seiten
ISBN 13 9783548286969

Beschreibung laut Verlag
Eigentlich sieht die ältere Dame ganz normal aus, die morgens in Alvaros Taxi steigt. Auch dass sie sich erst zum Hauptbahnhof und dann doch zum Flughafen fahren lässt, macht ihn nicht stutzig. Aber warum lässt sie ihren geblümten Rollkoffer nicht los? Bevor Alvaro sich versieht, ist er mit Klara Lüdtke und einer Million in bar auf dem Weg von Berlin nach Andalusien — verfolgt von Klaras Verwandtschaft und von Alvaros Chef, der sein Taxi zurück will ...

Rezension
Alvaro wacht in der Nacht schweißgebadet auf und fragt sich, was er aus seinem Leben gemacht hat. Vor acht Jahren verließ er sein Heimatdorf in Andalusien um in die groooosse weite Welt zu ziehen und gelandet ist er in Berlin Kreuzberg und fährt Taxi. Kann das schon alles gewesen sein? War seine Entscheidung richtig? Und warum vermisst er auf einmal seine Heimat so wahnsinnig?

Da hilft es auch nicht, dass sein Chef ihm an diesem Tag seine neuste Errungenschaft anvertraut: einen 69er Chevrolet Camaro – ein richtiger Hingucker-Ami-Schlitten. Ausgerechnet heute…

Doch dann ändert sich plötzlich alles… denn auf einmal klopft eine ältere Dame an seine Beifahrerscheibe und bittet ihn sie zum Bahnhof zu fahren… anschließend zum Flughafen… und dann nach Paris…

Damit beginnt für die beiden – Alvaro und Klara, die ältere Damen – eine Reise ins … Ungewisse, … ins Leben…, zu sich selbst!

Fazit
Titel und Cover schienen mir zu sagen, dass es sich bei diesem Buch um eine witzige Sommerkomödie handelt, aber nee…. es ist eher ein humorig, fein- und tiefsinniger Roadtrip mit integrierten Lebensweisheiten von liebenswerten Protagonisten, eingebunden in eine wundervolle Umgebung. Kann man das so sagen? Jo, das trifft es glaub ich ganz gut.

Die Geschichte nimmt einen von der ersten Seite an mit und spätestens bei Alvaros Vermieterin - Kerstin, 2 m groß mit Vollbart, die Alvaro unter ihre Fittiche genommen hat, ist man eingebunden. Die Reise mit Klara, der unglücklichen Hausfrau und Mutter, nimmt den Leser mit an wunderschöne Orte und lässt einen mit den Protagonisten bangen, hoffen, träumen, wachsen und natürlich auch schmunzeln und das nicht zu knapp.

Tja erstaunlicherweise muss es also gar nicht immer ein Krimi sein – nein, auch ein Roman bietet durchaus vergnügliche Lesestunden. Ich gebe also zu: mir hat das Buch gut gefallen! :0)

Viele Grüße von der Numi