Sonntag, 19. März 2017

Rezension: Die Jutta saugt nicht mehr

eine Ruhrpott-Krimödie mit Loretta Luchs
von Lotte Minck, erschienen bei Droste.


Erschienen im August 2016
Taschenbuch
299 Seiten
ISBN 978-3-7700-1559-7

Beschreibung laut Verlag
Als Freund Pascal kurzfristig auf Geschäftsreise muss, steht für Loretta fest: Ablenkung muss her. Leider laufen die Geschäfte in der frisch eröffneten Detektei von Loretta und Erwin bisher eher schleppend an. Ein Glück also, dass sich just an diesem Tag mit der biederen Frau Berger der erste vielversprechende Fall in die brandneuen Büroräume verirrt. Ihre Nachbarin, die Jutta, sei verschwunden, der vermeintlich sitzengelassene Ehemann mehr als verdächtig.
Eine vermisste Hausfrau? Womöglich ermordet? Auf jeden Fall besser als untreue Ehemänner, entführte Hunde oder Schlüpfer-von-der-Wäscheleine-Klauer, denkt sich das Ermittler-Duo und schleust Loretta undercover als Putzhilfe beim Verdächtigen ein. Wie gut, dass Erwins „Täubchen“ Doris sie zur Tarnung noch schnell in Sachen professioneller Grund- und Tiefenreinigung unterweist. Doch was haben ein verwaister Staubsauger, ein verstaubter Rockstar und eine neugierige Nachbarin mit Juttas Verschwinden zu tun? Die Revier-Ermittlerin muss ihr ganzes detektivisches Können und Wissen über Putzmittel einsetzen, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Rezension
Loretta hat mit ihrer Arbeit wirklich das große Los gezogen. Sie arbeitet weiterhin bei Dennis an der Sexhotline, kann jetzt aber auch z.B. die Einstellungsgespräche führen und – da Dennis und Erwin nun gemeinsam eine Detektei in den angrenzenden Räumen eröffnet haben – kann sie gleichzeitig ihrer kriminalistischen Leidenschaft frönen. Es fehlen nur noch interessante Aufträge.

Just als Lorettas Freund Pascal für einige Wochen durch die Weltgeschichte reisen muss, erfüllt sich der Wunsch: Eine Frau Berger vermisst ihre Nachbarin Jutta, die scheint plötzlich verschwunden zu sein – ohne vorher Bescheid zu geben – tze. Und ihr merkwürdige Ehemann behauptet doch tatsächlich, sie hätte ihn verlassen. Grund genug hätte Jutta ja gehabt, bei dem Mann. Aber da hätte sie sie – also die Frau Berger – doch informiert. Sie wäre doch nicht einfach so weg. Nee. Da stimmt was nicht und Erwin und Loretta bekommen den Auftrag herauszufinden, was mit Jutta passiert – bzw. was ihr Ehemann ihr angetan hat.

Gut das besagter Mann gerade eben eine Putzhilfe sucht. Nach einem Crashkurs bei Doris ist Loretta bereit undercover nicht nur dem Schmutz und den Bakterien, sondern auch dem vermeintlichen Verbrecher zu Leibe zu rücken.

Fazit
Auch der siebte Fall um Loretta Luchs und Co war wieder das reinste Lesevergnügen. Spannend, humorvoll und dieses Mal sogar überaus lehrreich. An dieser Stelle vielen Dank an dem Erwin seine Doris für die genialen Tipps rund ums Thema ‚Gründlich reinigen im farbenfrohen Design‘ – einfach nur … erhellend :0)

Obwohl ich ja selber eine Ruhrpottgöre bin, hat mich Frank, der leider nur mal kurz auftaucht, dieses Mal regelrecht auf die Probe gestellt. Originalton: »Hömma, wat habbich gehört? Du has ma widda so ’n Andakawwa-Ding am Laufen? Erzähl ma.« Peinlicherweise musste ich mir das doch tatsächlich selber laut vorlesen um ihn zu verstehen – pruuuuuuust.
Ansonsten trifft der Humor von Frau Minck bei mir genau ins Schwarze. Wenn Dennis die übel gelaunte Loretta fragt: ‚Was ist mit dir denn los? Hast du heute Morgen die böse Hexe des Westens gefrühstückt?‘ wird mein Grinsen so breit, das es kaum noch in mein Gesicht passt – herrlich!

Also meine Empfehlung habt ihr weiterhin zu 100% und ich bin froh, dass der achte Teil schon auf das Lesen wartet!

Reihenfolge
1. Radieschen von unten
2. Einer gibt den Löffel ab
3. An der Mordseeküste
4. Wenn der Postmann nicht mal klingelt
5. Tote Hippe an der Strippe
6. Cool im Pool
7. Die Jutta saugt nicht mehr
8. Voll von der Rolle

Viele Grüße von der Numi

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