Samstag, 14. Januar 2017

Rezension: Tödliche Heimkehr

von Volker C. Dützer, erschienen bei Sutton Krimi.


Erschienen am 23. Februar 2015
Paperback
312 Seiten
ISBN-13: 978-3-95400-457-7

Beschreibung laut Verlag
Shadi Seeger erreicht der Hilferuf einer alten Freundin. Sie kehrt in ihren Heimatort Hachenburg im Westerwald zurück, doch sie kommt zu spät. Gudrun Holt ist tot, ermordet von denselben Männern, die Shadi vor fünfzehn Jahren vergewaltigt haben und nie für ihr Verbrechen verurteilt wurden. Shadi beschließt, dass es genug ist. Doch bevor sie ihre Pläne in die Tat umsetzen kann, sind die Mörder selbst tot. Wer nimmt an ihrer Stelle Rache?

Rezension
Zwei Gründe bringen Shadi Seeger dazu widerwillig ihren Heimatort aufzusuchen. Zum einen ist sie zu einer Testamentseröffnung geladen, zum anderen hatte sie einen Hilferuf ihrer alten Freundin Gudrun auf dem Anrufbeantworter.

Trotz düsterer Gefühle macht sie sich auf den Weg nach Hachenburg. Zurück an den Ort, an dem sie vor fünfzehn Jahren vergewaltigt wurde. Dorthin, wo die Täter immer noch frei herumlaufen. Doch als sie ankommt ist Gudrun bereits tot - ermordet von den gleichen Männern, die sie selbst damals misshandelt hatten. Shadi hat nun endlich genug und sinnt auf Rache. Doch auch jemand anderes ist hinter den Männern her.

Und schon nach dem ersten Toten steht Shadi unter Verdacht - kein Wunder, denn auch der leitende Ermittler ist ihr von früher bekannt und auch mit ihm verbindet sie keine positiven Erinnerungen.

Fazit
Für mich war das mal ein Krimi der anderen Art - voller Action, Dynamik und einer impulsiven, kraftvollen Protagonistin.

Aber von vorne: Der Schreibstil des Autors ist flüssig und leicht zu lesen. In der Gegend Westerwald war ich bisher noch nicht und doch konnte ich mir beim Lesen ein gutes Bild von ihr machen. Allerdings muss ich zugeben, dass mich - nach der Lektüre - vorläufig erst einmal nichts nach Hachenburg und gewissen Mitbürgern zieht ;0)

Die Charaktere sind zum kleinen Teil gut, zum Teil böse, sodass der Oberbösewicht die Grenze der Widerlichkeit locker überschreitet und der Rest scheint ... zu dulden, stillschweigend hinzunehmen oder die Möglichkeit zu nutzen mitzumachen. So scheint hier Selbstjustiz das einzige Mittel der Wahl zu sein und tatsächlich trauere ich als Leser den neuen Opfern nicht hinterher...

Eventuell ist die ganze Geschichte leicht überzeichnet - zumindest hoffe ich, dass es nirgendwo so zugeht, obwohl mich die Nachrichten oft eines Besseren belehren.

Für Liebhaber von Actionkrimis das richtige Buch - ich könnte mir vorstellen, dass es sich zum Verfilmen eignet. Für mich allerdings .... ich bleibe lieber bei meinen ruhigeren, spannenden, manchmal auch humorigen Krimis in denen es eher um die Ermittlung geht. Dabei fühle ich mich wohler.

Viele Grüße von der Numi

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