Sonntag, 29. Januar 2017

Rezension: Beim ersten Schärenlicht

von Viveca Sten, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch.


Erschienen am 02.04.2015
Taschenbuch, Broschur
416 Seiten
ISBN: 978-3-462-04758-5

Beschreibung laut Verlag
Nora ist endlich wieder glücklich. In Jonas hat sie nach der Trennung von ihrem Mann einen neuen Partner gefunden. Dessen frühreife Tochter Wilma wiederum macht ihr Kopfzerbrechen – wie gut, dass sie für das Mädchen nicht verantwortlich ist. Wie alle schwedischen Jugendlichen möchte Wilma lieber mit ihren Freunden als mit der Familie Mittsommer feiern. Doch das Fest endet nicht gut, ein toter Jugendlicher am Strand bereitet der lustigsten Nacht des Jahres ein grausames Ende, und Wilma ist verschwunden. Thomas Andreasson muss einmal mehr nach Sandhamn, um die Ermittlungen aufzunehmen …

Rezension 
Midsomer - und wie jedes Jahr strömen die Menschen nach Sandhamn um dort auf der Insel zu feiern. Der Hafen quillt über von Booten, überall ertönt laut Musik, es wird gefeiert und nicht nur dem Alkohol gefrönt - auch Drogen machen die Runde. Die Polizei vor Ort ist, soweit es geht, vorbereitet. Zusätzliche Beamte, vermehrtes Streife-laufen, die Augen nach Möglichkeit in alle Richtungen geöffnet.

Und doch geschieht es. Am nächsten Morgen findet ein Spaziergänger einen Jugendlichen tot am Strand. Die Räder setzen sich in Bewegung. Thomas Andreasson und sein Team nehmen die Ermittlungen auf...

Fazit
Dieses ist der fünfte Teil um Thomas Andreasson - für mich erst der Erste. Aber ich muss sagen, das es überhaupt kein Problem war 'mittendrin' einzusteigen. Es wird genug aus der Vergangenheit erzählt um gut zurecht zu kommen, aber nicht zu viel um kein Interesse mehr an den Vorgängern zu haben. Im Gegenteil: meine Wunschliste ist nun um weitere 7 Bücher angewachsen.

Die Erzählweise hat mir sehr gut gefallen. Zunächst lernt man verschiedene 'Jugendliche' kennen und erhält einen kleinen Einblick in deren Familie. Für Midsomer wird sich herausgeputzt, Ausreden erfunden, der Alkoholvorrat der Eltern heimlich geschröpft und dann geht es los. Während die Eltern daheim bleiben ... und warten ... zunächst noch unbesorgt...

Als Leser leidet man mit den Eltern mit, kann das Verhalten der Jugendlichen teilweise aber auch nachvollziehen. Die Frage, wer dort ermordet aufgefunden wurde fesselt ans Buch und danach ist es die Frage, was an Midsomer vorgefallen ist. Durch Rückblicke erfährt man immer mehr Details, die Spannung wird gehalten und die teilweise sehr kurzen Kapitel zwingen praktisch dazu immer noch ein kleines bisschen weiterzulesen.

Für mich ein realitätsnaher einfühlsamer Kriminalroman, der mich ein wenig nachdenklich zurücklässt ... mich fragen lässt, ob unsere Gesellschaft die richtigen Wege geht...

Wie gesagt, das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich darauf, die Serie von vorne anzufangen!

Reihenfolge
1. Tödlicher Mittsommer
2. Tod im Schärengarten
3. Die Toten von Sandhamn
4. Mörderische Schärennächte
5. Beim ersten Schärenlicht
6. Tod in stiller Nacht
7. Tödliche Nachbarschaft
8. Mörderisches Ufer - vorbestellbar

Viele Grüße von der Numi

Freitag, 27. Januar 2017

Rezension: ausgeträllert

Maggie Abendroth und die letzte Fahrt der Nachtigall
von Minck & Minck, erschienen bei KBV.


Taschenbuch
332 Seiten
ISBN: 978-3-940077-89-9

Beschreibung laut Verlag
Ganz Bochum freut sich auf den Mittelaltermarkt. Ganz Bochum? Nein – eine freut sich nicht: Maggie Abendroth. Die hat einen Job in einer Ochsenbraterei und wird in ihrem Mittelalterkostüm aussehen wie eine Schildkröte mit Kopfschmerzen.
Schon am ersten Tag stellt sich heraus, dass der Ochse auf dem Grill gar keiner ist, dass Ritter nicht immer ritterlich und Zwerge nicht an allen Körperstellen klein sind.
Auch Maggies nächstes Cateringprojekt, die After­showparty der Bochumer Nachtigall Dolores La Rose endet im Fiasko. So schlecht hat sie doch gar nicht gesungen, denkt Maggie – da wird es wohl ein anderes Motiv für ihre durchgeschnittene Kehle geben müssen.
Bis sie die fünf wichtigen »W« (Wo, Wann, Wie, Wer und Warum) durchschaut hat, wird sie immer wieder durch die aufdringliche Präsenz ihres Ex von klaren Gedanken abgehalten. Lange genug, um in eine tödliche Falle zu tappen.

Rezension
Dieses Mal hält sich Maggie Abendroth mit einem Aushilfsjob beim Cateringservice Heibuch über Wasser. Ihr nächster Einsatzort ist der Mittelaltermarkt in Bochum. Maggie, gewandet als holde, wohlgeformte Jungfer, bietet gegrilltes Ochsenfleisch von der Ritter-Ochsenbraterei Heibuch feil - genau das hat sie sich noch nie gewünscht :0)

Doch als sie frühmorgens das Zelt betritt, ändert sich auf einmal alles. Denn was dort auf dem Grill vor sich hin kokelt ist definitiv kein Ochse. Ehrlich gesagt erinnert das Grillgut eher an ihrer Chef - genau kann man das bei diesem Garzustand nicht sagen ... ja, da gewinnt der Begriff Leichenschmaus eine ganz andere Gewichtung... *hüstel*.

So steigt Maggie von jetzt auf gleich von der Hilfskraft zur Cateringchefin auf und das obwohl ihre Kochkünste begrenzt sind auf das kredenzen von Schinkenröllchen. Leider hat die Sängerin Dolores La Rose, die Bochumer Nachtigall, für ihre Aftershowparty einige andere Wünsche. Was nun? Maggie muss sich etwas einfallen lassen. Hätte sie gewusst, das die Nachtigall auf ihrer Party das Zeitliche segnet...

Fazit
Vorab: leider, leider war das nun bereits der vierte Teil um Maggie Abendroth und es gibt doch nur fünf - schnief.

Es war auf jeden Fall wieder ein echtes Vergnügen Maggie und die Truppe zu begleiten. Ich will nicht sagen, dass der Kriminalfall schon fast... unwichtig ist, nein auf keinen Fall. Und doch sind solche Dinge, wie Oma Berti und ihr Brause-Sektor, Elli und ihr Pudelshop, Matti und seine Anzahl an gesprochenen Wörtern, Winnie und Wilma und ihr jeweiliges Liebesleben gleichwohl überaus spannend.

Mir bleibt nur Euch die Serie weiterhin überaus liebevoll ans Herz zu legen und wenn es Etwas für Euch sein sollte, überlegt Euch schon mal eine Ausrede, wenn Ihr gefragt werdet, warum ihr beim Lesen lacht. Die Wahrheit macht da nicht immer den besten Eindruck ;0)

Reihenfolge
1. totgepflegt
2. abgemurkst
3. umgenietet
4. ausgeträllert
5. totgequatscht

Viele Grüße von der Numi

Mittwoch, 25. Januar 2017

Ha!

Als echter Serienjunkie darf ich auch Serienpullis tragen - so! Hier also mein selbstgebastelter niegel-nagel-neuer Doctor Who No 10 - Pulli:


 
Doctor 11 und 12 sind zwar auch ganz gut, aber der Zehnte ist halt mein absoluter Lieblingsdoctor!
 
Dazu gibt es dann noch ein paar 'seiner' Gegner. Die weinenden Engel, ... 

 
 die Cybermen ...

 
und natürlich die Daleks.

 
Ja klar hätte ich den Pulli auch bügeln können *hüstel*, aba .... aba.... hab ich aba nich ;0)
(Mir fällt jetzt gerade keine Ausrede ein ... huch).

Obwohl meine Kamera das mal wieder anders sieht, ist das Rot so ein richtig schönes sattes Rot, nicht so, wie auf den Fotos. Das müsst Ihr Euch jetzt einfach schön denken :0)

Viele Grüße von der Numi,
die ja vielleicht doch mal zu ein Doctor-Who-Convention kommt...

Samstag, 21. Januar 2017

Rezension: umgenietet

Maggie Abendroth und der alten Narren tödliches Geschwätz
von Minck & Minck, erschienen bei Droste.


Erschienen im März 2009
Taschenbuch
350 Seiten
ISBN 978-3-7700-1290-9

Beschreibung laut Verlag
Nach „totgepflegt“ und „abgemurkst“ wird in Bochum jetzt reihenweise „umgenietet“. Und Maggie Abendroth ist mit ihrem Taxi auf Nachtschicht mittendrin. Porzellan wird zerschlagen, ein antikes Musikinstrument verschwindet, eine Leiche treibt im Pool und Herrmanns und Borowski, die Freunde von Oma Berti, stecken bis zum Hals in Schwierigkeiten. Wen wundert’s da, dass Maggie den Überblick verliert? Und wo ist ihr Lieblingskommissar Winnie Blaschke, wenn sie ihn wirklich mal braucht? Antwort: Im Urlaub. Notgedrungen macht sich Maggie allein auf die Suche nach des Rätsels Lösung, zumal Herr Matti, frischgebackener Bestattungsunternehmer, auch noch zur falschen Zeit am falschen Ort war und dadurch dringend tatverdächtig ist. Zwischen Kiosk, Kiez und Kneipe lernt Maggie Abendroth vor allem eins: Schweigen ist Gold.

Rezension
Maggie - Drehbuchautorin mit einer überaus langanhaltenden Schreibblockade - schlägt sich zurzeit als Bochumer Taxifahrerin mehr schlecht als recht durchs Leben. Und in dem geht es ziemlich drunter und drüber.

Einerseits schwirrt ihr Ex, der Knisper, plötzlich wieder um sie herum, dafür verschwindet andererseits der Herrmanns, einer von Oma Bertis Stammkunde, auf einmal spurlos. Und damit nicht genug, werden Herr Matti und sein neuer Kollege Rudi zu einer Leiche gerufen - was ja für einen Bestatter eigentlich nichts Außergewöhnliches ist. Doch bei einem eventuellen Mordopfer aufzutauchen, bevor die Polizei informiert wurde, wirft doch einige Fragen auf...

Und wo ist die Polizei, dein Freund und Helfer in der Not? Genau: unterwegs in der Weltgeschichte. Winnie Blaschke und Anhang sind auf Trallafitti und Maggie muss sich alleine um alles kümmern. Dieses Mal bleibt ihr doch wirklich gar nichts anderes übrig, oder ... :0)

Fazit
Nee, wat war dat schön. Endlich mal wieder in heimatlichen Gefilden eine Runde mit Maggie & Co zu drehen. Schließlich ist mir die ganze Truppe doch schon längst ans Herz gewachsen!

Der flüssig leichte Schreibstil macht hier wirklich jeden Leser zum halben Sadisten - oder ist man das nicht, wenn man trotz Todesfällen grinsen und lachen muss? Mmmm... obwohl dieses Mal tut es mir um zwei der Toten eher leid, aber das Lesevergnügen wird trotzdem nicht ausgebremst. Weil ... nein, nein, nein ich spoiler nicht.

Ich sage nur: die Reihe um Maggie Abendroth lohnt sich für Leute, die gerne humorvolle, intelligente, spannende Krimis mögen mit ... leicht skurrilen Akteuren, die man am liebsten mal knuddeln oder denen man auch mal den Kopf waschen möchte.

Und dass eine sage ich Euch - dieser Teil endet mit einem solch heftigen, bösen, ich-will-es-jetzt-sofort-wissen-reflexauslösendem Spoiler, dass ich mir sofort den nächsten Teil geschnappt habe!

Aber dies ist eine andere Geschichte und die soll ein anderes Mal erzählt werden! *hihi*

Viele Grüße von der Numi

Samstag, 14. Januar 2017

Rezension: Tödliche Heimkehr

von Volker C. Dützer, erschienen bei Sutton Krimi.


Erschienen am 23. Februar 2015
Paperback
312 Seiten
ISBN-13: 978-3-95400-457-7

Beschreibung laut Verlag
Shadi Seeger erreicht der Hilferuf einer alten Freundin. Sie kehrt in ihren Heimatort Hachenburg im Westerwald zurück, doch sie kommt zu spät. Gudrun Holt ist tot, ermordet von denselben Männern, die Shadi vor fünfzehn Jahren vergewaltigt haben und nie für ihr Verbrechen verurteilt wurden. Shadi beschließt, dass es genug ist. Doch bevor sie ihre Pläne in die Tat umsetzen kann, sind die Mörder selbst tot. Wer nimmt an ihrer Stelle Rache?

Rezension
Zwei Gründe bringen Shadi Seeger dazu widerwillig ihren Heimatort aufzusuchen. Zum einen ist sie zu einer Testamentseröffnung geladen, zum anderen hatte sie einen Hilferuf ihrer alten Freundin Gudrun auf dem Anrufbeantworter.

Trotz düsterer Gefühle macht sie sich auf den Weg nach Hachenburg. Zurück an den Ort, an dem sie vor fünfzehn Jahren vergewaltigt wurde. Dorthin, wo die Täter immer noch frei herumlaufen. Doch als sie ankommt ist Gudrun bereits tot - ermordet von den gleichen Männern, die sie selbst damals misshandelt hatten. Shadi hat nun endlich genug und sinnt auf Rache. Doch auch jemand anderes ist hinter den Männern her.

Und schon nach dem ersten Toten steht Shadi unter Verdacht - kein Wunder, denn auch der leitende Ermittler ist ihr von früher bekannt und auch mit ihm verbindet sie keine positiven Erinnerungen.

Fazit
Für mich war das mal ein Krimi der anderen Art - voller Action, Dynamik und einer impulsiven, kraftvollen Protagonistin.

Aber von vorne: Der Schreibstil des Autors ist flüssig und leicht zu lesen. In der Gegend Westerwald war ich bisher noch nicht und doch konnte ich mir beim Lesen ein gutes Bild von ihr machen. Allerdings muss ich zugeben, dass mich - nach der Lektüre - vorläufig erst einmal nichts nach Hachenburg und gewissen Mitbürgern zieht ;0)

Die Charaktere sind zum kleinen Teil gut, zum Teil böse, sodass der Oberbösewicht die Grenze der Widerlichkeit locker überschreitet und der Rest scheint ... zu dulden, stillschweigend hinzunehmen oder die Möglichkeit zu nutzen mitzumachen. So scheint hier Selbstjustiz das einzige Mittel der Wahl zu sein und tatsächlich trauere ich als Leser den neuen Opfern nicht hinterher...

Eventuell ist die ganze Geschichte leicht überzeichnet - zumindest hoffe ich, dass es nirgendwo so zugeht, obwohl mich die Nachrichten oft eines Besseren belehren.

Für Liebhaber von Actionkrimis das richtige Buch - ich könnte mir vorstellen, dass es sich zum Verfilmen eignet. Für mich allerdings .... ich bleibe lieber bei meinen ruhigeren, spannenden, manchmal auch humorigen Krimis in denen es eher um die Ermittlung geht. Dabei fühle ich mich wohler.

Viele Grüße von der Numi

Sonntag, 8. Januar 2017

Rezension: How to get away with murder

Die komplette zweite Staffel 


Erschienen am 05.01.2017
© ABC Studios

FSK: ab 16
Laufzeit: 615 Minuten

Bildformat: 1,78:1 (16:9)

 

Sprachversionen / Tonformat:
Deutsch, Französisch, Italienisch: Dolby Digital 2.0,
Englisch: Dolby Digital 5.1

Untertitel:
Deutsch, Italienisch, Französisch
Englisch für Hörgeschädigte
 

Anzahl Discs: 4
EAN-Code Kauf: 8717418490461

 
Inhalt
Während sich Bonnie, Frank und die fünf besten Jurastudenten ("Keating Five") einer gewaltigen Welle mysteriöser Fälle stellen müssen, enthüllt sich die schockierende Wahrheit über den Mörder von Rebecca und führt direkt in die Arme des Angreifers von Annalise. Anstatt Antworten zu geben, wirft dies nur erneute Fragen auf und eröffnet die Bühne für eine Reihe erschreckender Erkenntnisse, welche von verräterischen Handlungen und atemstockenden Offenbarungen begleitet werden und trotz allem beweisen können, dass unter den richtigen Umständen jeder zum Mörder werden kann...

Rezension
Das spurloses Verschwinden von Rebecca (Kathi Findlay) gibt auch weiterhin Rätsel auf. Die Einzigen, die tatsächlich über sie Bescheid wissen sind Annelise Keating (Viola Davis), ihr Assistent Frank (Charlie Weber) und vielleicht noch eine dritte Person, aber wer weiß das schon so genau.



hrend ihre studentischen Hilfskräfte - die Keating-Five - sich immer weiter in die vergangenen Ereignisse hineinsteigern, besorgt Annelise schnellstens einen neuen Fall (nicht zuletzt um ihre komplette Mannschaft zu beschäftigen), nimmt Kontakt auf mit einer ... alten Freundin (Famke Janssen - Klasse), die Nates (Billy Brown) Verteidigung übernehmen soll, der wegen Mordes angeklagt wurde, übernimmt die Verteidigung neuer Mandanten und kümmert sich um Wes (Alfred Enoch), dessen Gedanken sich weiterhin um Rebecca drehen.


Und das Eine dürft Ihr mir glauben: Dabei hat sie absolut NICHTS von Mutter Beimer aus der Lindenstrasse!!!


Fazit
Vorab: Was für eine grandiose Serie. Hier komme ich leider mit 5 Sternchen nicht aus! Hatte ich am Anfang der ersten Staffel noch Zweifel? Dann möchte ich mich hierfür offiziell entschuldigen! Spätestens die zweite Staffel hat mich vollkommen überzeugt und meine Bedenken in weniger als Luft aufgelöst.

Das Ganze ist absolut spannend und so gestrickt, dass man immer wieder meint, man könnte sich nun ein Urteil über die einzelnen Charaktere erlauben und schon nach wenigen Augenblicken könnte man sich mit einem gemurmelten 'Oh...das wüsste ich ja nicht' schämend in eine Ecke stellen. Immer wieder tauchen - teilweise über Rückblicke in die Vergangenheit - Neuigkeiten auf, die den Zuschauer hin und her wirbeln lassen - wirklich gut gemacht!

Was mir auch weiterhin sehr gut gefällt, dass es bei den zwischenmenschlichen Beziehungen nicht nur um schnellen Sex geht (kann auch schon mal vorkommen), sondern durchaus auch Gefühle eine Rolle spielen - vollkommen egal ob es um Frau & Mann, Mann & Mann oder Frau & Frau geht. Diese Normalität sollte auch in Serien öfter gezeigt werden!

Meine Empfehlung habt ihr zu 100% und der Cliffhanger zur Staffel 3 lässt einen wieder wartend zurück ;0)

Viele Grüße von der Numi

Freitag, 6. Januar 2017

Rezension: Irisches Roulette

von Hannah O´Brien, erschienen bei dtv.


Erschienen am 18.03.2016
Taschenbuch
416 Seiten
ISBN 978-3-423-21631-9

Beschreibung laut Verlag
Ein gefährliches Spiel für Grace O'Malley
Die Leiterin des Morddezernats im irischen Galway, Grace O’Malley, hat einen brisanten Fall aufzuklären: Tom Nolan, Mitarbeiter in einem Wettbüro, wird erschossen. Der Besitzer des Büros ist ausgerechnet der Zwillingsbruder von Graces Kollegen Rory Coyne. Rory gilt ab sofort als befangen, ermittelt aber dennoch – ›undercover‹.
Der Mord ist nur die Spitze des Eisbergs. Grace und ihr Team dringen bei ihren Recherchen bis in die innersten Kreise des irischen Wettgeschäfts vor. Schnell wird klar, dass eine mächtige internationale Wett-Mafia die Finger im Spiel hat. Doch auch im heimischen Galway sind erstaunlich viele bekannte Gesichter in den Fall verwickelt. Und es ist bei Weitem nicht alles so, wie es scheint.

Rezension
In einem Wettbüro im irischen Galway wird ein Mitarbeiter ermordet aufgefunden. Grace O´Malley, die Leiterin des Morddezernats, wird mit den Ermittlungen betraut. Der einzige Haken daran ist, dass das Wettbüro Ronan Coyne gehört, dem Zwillingsbruder ihres Kollegen, und ihr Chef Rory als 'befangen' von dem Fall abzieht. Stattdessen weist er Grace ausgerechnet Kevin Day zu - den eifersüchtigen Kollegen schlechthin, mit dem sie ständig ... Schwierigkeiten hat.

Trotzdem gilt es einen Mordfall zu lösen und so startet Garda ihrer Arbeit. Und dass Rory ein klein wenig ... 'undercover' mithilft muss der Chef ja nicht unbedingt erfahren.

Schon bald stellt sich heraus, dass der Mord mit dem irischen Wettgeschäft zu tun hat. Aber nicht mit dem legalen Bereich. Die Wett-Mafia scheint überall beteiligt zu sein, ob beim Gaelic Football oder beim Pferderennen. Nur wer steckt dahinter? Scheinbar wettet jeder Ire leidenschaftlich gern, es geht also um sehr viel Geld. Aber wer hält die Fäden in der Hand?

Fazit
Dieses ist der zweite Teil um Grace O´Malley, für mich der Erste. Der Quereinstieg fiel mir allerdings überhaupt nicht schwer.

Ich mag Grace. Ihr Kollege Rory und seine Familie haben direkt einen Platz in meinem Herzen gefunden. Die Beschreibungen der irischen Landschaft und ihrer Bewohner haben mir sehr gut gefallen - ja, ich war schon einmal dort, leider nur für 8 Tage, aber ich fühlte mich direkt wieder zurückversetzt in dieses schöne Land.

Der Schreibstil von Hannah O´Brien ist flüssig und leicht zu lesen. Die Geschichte ist gut durchdacht und obwohl ich mich nicht wirklich für Sport oder Wetten interessiere fühlte ich mich nicht gelangweilt oder überflutet von diesem Thema. Im Gegenteil: es war, neben einem interessanten, spannenden Krimi, ein wundervoller Einblick in das irische Leben, der Menschen, ihrer Gebräuche, ihres Miteinanders.

Kurz gesagt: mir hat das Buch gefallen und Teil 1 steht nun auf meiner Wunschliste!

Reihenfolge
1. Irisches Verhängnis
2. Irisches Roulette

Viele Grüße von der Numi

Montag, 2. Januar 2017

Rezension: Gestorben wird früher

von Rebecca Michéle, erschienen bei Dryas.

 

Erschienen am 06.09.2016
Taschenbuch
328 Seiten
ISBN: 978-3-940258-63-2
 
Beschreibung laut Verlag
Elisabeth Bennett ist tot, gestorben in einer exklusiven Seniorenresidenz in St. Ives – offenbar an einem Herzleiden, obwohl sie am Abend zuvor noch völlig gesund war. Deren Freundin glaubt an einen Mord und bittet die ehemalige Krankenschwester Mabel Clarence um Hilfe.
Unter falschem Namen mietet Mabel sich in der Seniorenresidenz ein. Welche Rolle spielen die Besitzer und das zum Teil undurchsichtige Pflegepersonal? Und dann ist da noch der vermögende und charmante Sir William, der aus seiner Verehrung keinen Hehl macht und Mabels Gefühle mächtig durcheinanderwirbelt. 
 
Rezension
Elisabeth Bennett wurde in der Seniorenresidenz in St. Ives tot aufgefunden - angeblich an einem Herzleiden verstorben. So sieht es auf jeden Fall die Polizei. Ihre Freundin glaubt allerdings fest daran, dass Elisabeth ermordet wurde und so bittet sie Mabel Clarence, deren 'Hobby' sich mittlerweile herumgesprochen hat, den Täter dingfest zu machen.
 
Mabels Neugierde ist natürlich sofort geweckt und da ihr Freund und Arbeitgeber Victor zur Zeit auf Reisen ist, packt sie die Gelegenheit beim Schopfe und mietet sich in der Residenz ein. Einfach perfekt um ein Auge auf die Bewohner, das Personal und die Besitzer zu werfen. Tatsächlich scheint dort einiges nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Leider bleibt Mabels... Wissensdurst nicht ganz unbemerkt...

Fazit
Das sechste Mal unterwegs mit Miss Mabel im wunderschönen Cornwall und auch dieses Mal hat es Spaß gemacht.

Der Schreibstil der Autorin ist einfach gut. Man fühlt sich von der ersten Seite an heimisch, sieht sich umgeben von der tollen Landschaft, trifft gute Freunde und findet sich auf einmal in einer spannenden Ermittlung wieder, die doch zunächst fast harmlos wirkte und den Leser immer wieder auf Irrwege führt.

Allerdings will ich Euch das Negative an diesem Teil nicht verheimlichen:
Es ist der letzte Teil aus der Mabel-Clarence-Reihe *schluck*.

Der einzige Lichtblick, der bleibt: Es wird demnächst eine neue Ermittlerin in Cornwall tätig werden - und da bin ich dann einfach schon mal gespannt drauf!

Reihenfolge
1. Die Tote von Higher Barton
2. Der Tot schreibt mit
    Der Kürbismörder - Kurzgeschichte
3. Schatten über Allerby
4. Ein tödlicher Schatz
5. Mord vor Drehschluss
6. Gestorben wird früher

Meine Daumen sind also beide oben für die komplette Reihe!

Viele Grüße von der Numi