Sonntag, 20. August 2017

Rezension: Pumpernickelblut

von Herbert Knorr, erschienen bei Pendragon.


Erschienen am 21.06.2017
Taschenbuch
480 Seiten
ISBN: 978-3-86532-586-0

Beschreibung laut Verlag
Crime im Heim: Üble Betrügereien, düstere Gestalten und ominöse Todesfälle in der idyl­lischen Seniorenresidenz Haus Fröhlich Abendschein rufen Else Erpenbeck, Heimbewohnerin und Hobbydetektivin, auf den Plan.
Von der Polizei als »schräge Alte« nicht ernst genommen, entscheidet die 84-Jährige kurzerhand, Anna Müller in ihr Ermittlungsteam zu holen. Die neue Belegungsmanagerin der Residenz hat aber eigentlich ganz andere Sorgen: Sie ist dabei sich zu verlieben, obwohl sie nach der Trennung von ihrem fiesen Ex der Männerwelt abgeschworen hat.
Mit unkonventionellen Methoden kommen die beiden ungleichen Frauen dem Täter immer näher – aber auch ihrem eigenen Tod …

Rezension
Anna Müllers Leben geht aufwärts. Nach der Trennung von ihrem untreuen Mann, der durch eine faustdicke Lüge dafür gesorgt hat, dass sie ihre Tochter kaum noch sehen darf, ist nun endlich ein Lichtstreifen am Horizont zu erkennen. Anna hat einen neuen Job - als Belegungsmanagerin in der Seniorenresidenz Haus Fröhlich Abendschein soll sie in Zukunft dafür sorgen, dass die Zimmer und Wohnungen allesamt vermietet sind.

Doch schon an ihrem ersten Tag passieren ... merkwürdige Dinge. Unter anderem taucht Else Erpenbeck - eine 84jährige Bewohnerin - in ihrer Abstellkammer... äh... ihrem neuen Büro auf und nimmt sie ungefragt in ihr Team auf. Schließlich gehen in der Residenz Betrügereien von statten und etliche Herrschaften werden um ihr Geld gebracht - zumindest behauptet das Else...

Anna kann sich noch gar keinen Reim auf als das machen, aber tatsächlich.... da sind schon ein paar Ungereimtheiten ... mmm... könnte die alte Dame eventuell richtig liegen...? Ehe Anna sichs versieht, steckt sie schon mittendrin - in Elses Ermittlungen, in polizeilichen ... Verliebtheiten... in Schwierigkeiten jedweder Couleur... da heißt es Bauch rein, Brust raus und auf geht es!

Fazit
Ältere Damen mit kriminalistischem Gespür sind ja nun nichts Neues - schließlich hab ich Miss Marple ja ... fast schon mit der Muttermilch mitbekommen. Obwohl Else Erpenbeck eher etwas... rauerer Natur ist, tut es der Geschichte keinen Abbruch.

Herr Knorr hat - auf seine leicht zu lesende Weise - liebevoll gezeichnete Charaktere erschaffen. Das ältere Menschen oft Opfer von Betrügern und Schlimmeren werden, ist ja leider nicht von der Hand zu weisen. Die Geschichte entbehrt von daher nicht der bitteren Wahrheit und doch ist sie eventuell an ein, zwei Stellen ... leicht... übertrieben.... , obwohl... warum sollte eine 84jährige nicht mal mit ´nem Ferrari fahren sollen? Kleine Füße sind ja dabei durchaus vorteilhaft ;0)

Mich hat dieser Krimi auf jeden Fall gut unterhalten - humorvoll, spannend, kurzweilig - so macht Lesen Spaß. 

Viele Grüße von der Numi

Sonntag, 13. August 2017

Rezension: Tödlicher Lavendel

Ein Leon-Ritter-Krimi - Teil 1,
von Remy Eyssen, erschienen bei Ullstein.


Erschienen am 08.04.2015
Taschenbuch, Broschur
464 Seiten
ISBN-13 9783548286990

Beschreibung laut Verlag
Eigentlich hatte sich Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter auf einen entspannten Job in der Sonne gefreut. Doch kaum im Örtchen Lavandou angekommen, liegt schon sein erster Fall auf dem Tisch. Ein Mädchenmörder geht in der Provence um. Zwei weitere Mädchen sterben, und alle Spuren laufen scheinbar ins Leere. Ritter kämpft nicht nur gegen einen perfiden Mörder, sondern auch mit dem Laisserfaire der südfranzösischen Behörden. Als plötzlich die Tochter seiner Kollegin Isabell Morell entführt wird, wird es heiß in Lavandou, sehr heiß sogar. Und Ritter merkt, dass sogar sein eigenes Urteilsvermögen getrübt ist.

Rezension
Nach einem persönlichen Schicksalsschlag will Dr. Leon Ritter noch einmal ganz von vorne anfangen. Und so kehrt er Deutschland den Rücken zu und nimmt die Stelle eines Gerichtsmediziners in der Provence an.

Schon kurz nach seiner Ankunft, wartet bereits sein erster Patient auf ihn: Ein junges Mädchen, das anscheinend keines natürlichen Todes starb. Davon möchte aber weder die Polizei noch der Bürgermeister etwas hören. Schließlich sind die Urlauber wichtig für den Ort. Doch es bleibt nicht bei einem verschwunden Kind

Und so macht sich Leon auf die Suche ... nach Spuren... nach den Kindern... nach Beweisen. Trotz aller Widrigkeiten. Erst als die Tochter der Polizistin Isabell Morell - Leons Vermieterin - spurlos verschwindet, kommen die Dinge in Bewegung... und das nicht zu knapp.

Fazit 
Vor kurzem stolperte ich über ein ansprechendes Cover - 'Gefährlicher Lavendel' von Remy Eyssen - der dritte Fall des Gerichtsmediziners Leon Ritter. Mmmm ein kurzer Blick auf die Beschreibung und mein Interesse war geweckt. Aber ich - als Reihenliebhaber - kann ja nicht einfach mittendrin anfangen, nech?! - Also erst einmal Teil 1 besorgen - natürlich in der Hoffnung, dass es sich lohnt :0)

Was soll ich sagen? Ja, es hat sich gelohnt. Die Schreibweise ist sehr gut zu lesen, die Provence entsteht vor dem inneren Auge - jetzt kann ich verstehen, warum es so viele Urlauber dorthin zieht. Das Thema ist natürlich... ernst - nicht gerade leicht. Und doch wird es nicht unnötig... im wahrsten Sinne des Wortes 'ausgeschlachtet'.

Die Protagonisten sind sehr gut ausgeleuchtet. Man bekommt ein Gespür für die einzelnen Leute. Die Atmosphäre des Buches nimmt den Leser mit. Und je näher ich dem Showdown kam, desto sicherer war ich mir, dass man dieses Buch bestimmt auch prima verfilmen kann.

Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten und dritten Teil und ich hoffe, dass es bei der Qualität bleibt - ha - und wieder eine neue Reihe in meiner Sammlung ;0)

Reihenfolge:
Tödlicher Lavendel
Schwarzer Lavendel
Gefährlicher Lavendel

Viele Grüße von der Numi

Donnerstag, 10. August 2017

Rezension: Velvet

Volume 3


Erschienen am 28.07.2017
Polyband
FSK: 12
Laufzeit: ca. 495 Min. (11 x 45 Min.)
Bildformat: 16x9 anamorph (1,78:1)
Sprache: Deutsch, Spanisch
Dolby Digital 2.0
Ländercode: 2
Anzahl Discs:3

Synopsis
Heimliche Küsse, große Hoffnungen und enttäuschte Gefühle sind in die kostbaren Stoffe eingewebt, aus denen fleißige Hände die großen Roben für ihre erlesene Kundschaft schneidern.

Alberto, der Erbe der Galerías Velvet, hat Cristina, die Tochter eines der reichsten Unternehmer Spaniens, vor den Traualtar geführt. Ana, Albertos einzig wahre Liebe, weiß, dass ihr geringer Status als einfache Schneiderin ihr den Aufstieg schwer macht. Als die Galerías Velvet nun neue Uniformen für eine spanische Fluglinie herstellen sollen, ernennt Alberto Ana zur verantwortlichen Designerin für diese Nebenlinie. Mit gemischten Gefühlen sieht Ana der engen Zusammenarbeit mit Alberto entgegen. Zugleich kämpft der gutaussehende und charmante Pilot Carlos um Anas Liebe.


Rezension
Alberto (Miguel Ángel Silvestre) hat es zur Zeit nicht leicht bei den Galerias. Während seiner Hochzeitsreise mit Cristina (Manuela Velasco) hat ihr Bruder Enrique (Diego Martín) das Ruder bei Velvet übernommen und nun zwingt er Alberto Uniformen für die Stewardessen der Fluglinie Airsa herzustellen. Was zunächst so abwegig klingt für ein Haute-Couture-Unternehmen, erweist sich jedoch als eine große Chance für Ana (Paula Echevarria) - denn Alberto beauftragt sie mit dem Designen der neuen Uniformen.


Was er dabei nicht berücksichtigt hat, ist Anas neuer Bekannter Carlos (Peter Vives Newey) - Pilot bei genau dieser Fluglinie und nun als Kontaktmann für die neue Kollektion auserkoren, sodass Ana und Carlos mehr Zeit miteinander verbringen, als Alberto lieb ist...

Fazit
Nee, wat is dat schöööön :0)

 

Weiter geht es mit Herz, Schmerz und dies und das - und ja, es macht weiterhin Spaß die Serie anzuschauen. Den Machern ist es gelungen eine schöne Geschichte in tollen Bildern, mit guter Musik und passenden Schauspielern zusammenzustellen.

Auch die neu dazugekommenen Darsteller fügen sich perfekt ist das bestehende Ensemble ein. Egal ob Peter Vives Newey als Carlos - Anas neuer.... Bekannter, Ángela Molina als Isabel ... eine ... alte Bekannte von Anas Onkel - gespielt von José Sacristán oder auch Llorenc González als Pedros Cousin - alles passt einfach zusammen.



Eine Serie für das Herz, zum Schmunzeln und zum Mitfiebern - wahrscheinlich eher für Mädels gemacht, als für hartgesottene Männer ;0)

Worauf man allerdings achten muss - Volume 1 + 2 dieser Serie laufen bei Netflix unter Staffel 1, Volume 3 + 4 (die ich auch bald durchgeschaut habe) unter Staffel 2. Das sei nur am Rande bemerkt, damit man nicht durcheinander kommt.

Also: ich mag Velvet - meine Empfehlung habt ihr ... Mädels!

Viele Grüße von der Numi

Dienstag, 1. August 2017

Rezension: Die Länder von Eis und Feuer

von George R. R. Martin, erschienen bei penhaligon.


Erschienen am 26.09.2016
Gebundenes Buch, Pappband
ISBN 978-3-7645-3170-6

Rezension der etwas anderen Art :0)
Nicht das Ihr Euch erschreckt - Nein, dieses hier ist nicht der nächste Teil von 'Das Lied von Eis und Feuer'! Leider, leider nicht. ABER es ist auf jeden Fall auch etwas tolles :0)

Als das Teilchen hier ankam war ich schon mal recht überrascht. Mit 1470g - ja, sage und schreibe 1,47 kg handelt es sich hier nicht wirklich um leichte Kost und auch die Ausmaße sind schon nett. Ich hab mal Fotos gemacht inklusive meiner Hand - damit man einen Eindruck bekommt.

 

Qualitativ fühlt sich das Ganze richtig edel an. An der schmalen Seite ist ein Magnet über die komplette Seite eingearbeitet, sodass die Karten sicher aufbewahrt sind.


 Innen erwarteten mich dann 12 Landkarten - hachz - und zwar
 
* Die bekannte Welt
* Sklavenbucht
* Dothrakisches Meer
* Jenseits der Mauer
* Westeros
* Der Westen
* Freie Städte
* Zentralessos
* Osten
* Königsmund
* Braavos
* Reisen


Jede einzelne Karte hat ungefähr die Größe von 9 aneinander gelegten DinA4-Blättern teilweise im Hoch-, teilweise im Querformat und ausnahmslos sind alle Karte liebevoll und detailliert gezeichnet auf schönem dicken Hochglanzpapier - da mache ich mir keine Sorgen, dass die Karten nach zweimal auf- und zuklappen zerreißen.

Im Gegenteil: ich könnte mir vorstellen, dass diese Karten sich auch richtig schön in tollen Rahmen an der Wand machen - zu schade, dass ich nicht einfach alle 12 Karten aufhängen kann - so viel Platz ist einfach nicht da *seufz*.

Ich kann Euch übrigens nur ganz schlecht sagen, welche Karte mir am besten gefällt... eigentlich hat jede etwas. Das dothrakische Meer zum Beispiel fand ich überaus beeindruckend. Riiiiiiiiiiiiiiiiesig groß das Ganze. Da sieht man erst einmal welche Wege Dany und das Khalasar hinter sich gebracht haben... uff...und das alle zu Fuß oder auf dem Pferd.

In der Karte 'Reisen' kann man sich auch hervorragend verlieren. Wobei nicht nur die Reisen von Danerys, Tyrion und Co eingezeichnet sind, nein, auch Aeron, Quentin und Jon Connigton fehlen nicht.

Was allerdings fehlt ist ein Koordinatennetz und eine Auflistung aller Orte - so nach dem Motto: Astapor liegt in Feld D3. So muss man sich wirklich jede Karte einzeln zu Gemüte führen, mit dem Finger drüber wandern, die Zungenspitze zwischen den Lippen und gucken, suchen, staunen -  Ihr wisst was ich meine, nech ?!

Fazit
Ich denke für jeden eingefleischten Fan der epischen Geschichte von Eis und Feuer ist das schon ein tolle Beiwerk... zumindest für die, die eventuell nicht so auf den Pfennig.... bzw. auf den Cent achten müssen... Der Preis von knapp 40 Euro ist schon ... schluck, aba...aba...aba.... die Karten dieser Fantasiewelt sind auch wirklich schön ;0)

Viele Grüße von der Numi

Montag, 31. Juli 2017

Rezension: Agatha Raisin

Staffel 1


Erschienen am 13.03.2017
Polyband
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 800 Min. (16 x 50 Min. + Bonus)
Bildformat: 16x9 anamorph (1,78:1)
Sprache: Deutsch Dolby Digital 5.1, Englisch Dolby Digital 2.0

Anzahl Discs: 6

Synopsis
Agatha Raisin, ehemalige PR-Managerin aus der Metropole London, hat genug von der Großstadthektik. Ein eigenes Cottage in den malerischen Cotswolds - davon hat Agatha schon immer geträumt. Jetzt ist dieser Wunsch endlich wahr geworden. Womit sie allerdings nie gerechnet hätte, ist die Abneigung ihrer neuen Nachbarn:
Die Dörfler wollen offenbar lieber unter sich bleiben!
Doch Agatha ist es gewohnt, ihren Kopf durchzusetzen. Um Eindruck zu schinden, reicht sie beim örtlichen Backwettbewerb eine Feinkost-Quiche ein, die sie als ihre eigene ausgibt. Dumm ist allerdings, dass einer der Preisrichter stirbt und in Agathas Quiche Gift gefunden wird. Nun muss sie nicht nur zugeben, dass sie gemogelt hat, sondern auch versuchen, den Mordverdacht gegen sich auszuräumen. Agatha ermittelt auf eigene Faust...


Rezension
Agatha Raisin (Ashley Jensen) - ein Werbefachfrau... ach, was sag ich: eine Werbe-Ikone aus dem schillernden London - setzt sich zur Ruhe. Und genau so, wie sie es sich schon immer gewünscht hat, in einem wunderschönen Cottage im malerischen Cotswolds. Nun fehlt nur noch das Integrieren ins örtliche Dorfleben.

Doch leider läuft das nicht wirklich nach Plan... irgendwie sind die Dörfler nicht ganz so aufgeschlossen für die Neue, wie Agatha sich das vorgestellt hat. Aber Aufgeben ist ja was für andere. Als erstes nimmt sie also an einem Backwettbewerb teil mit einer wunderschönen, überaus leckeren Quiche.

Man muss vielleicht dazu sagen, das Agatha nicht so der Typ Hausfrau ist... aber wichtig ist ja eigentlich auch nur, das sie den Wettbewerb gewinnt um so Kontakte im Dorf aufzubauen. Und wenn stört es da, das die Quiche ... nicht direkt selber ... naja... sie holt sie immerhin selber ab - in London - bei einem Meister-Quiche-Bäcker!

Dumm ist nur, das der Testesser des Wettbewerbs nach dem Genuss genau dieser Quiche verstirbt - Todesursache Gift. Peinlich... überaus peinlich für Agatha. Nun steht sie doch tatsächlich unter Mordverdacht... und muss nun beichten,... das die Quiche nicht handgemacht war...

Gleichzeitig jedoch ist ihr Ehrgeiz geweckt. Wer könnte der Giftmischer sein? Und warum wurde ausgerechnet der Testesser getötet? Und wie kam das Gift in ihre Quiche? Agatha macht sich auf die Suche nach dem wahren Täter!

Fazit
Herrlich!

Ich fang mal von vorne an: In der ersten Folge war ich doch etwas.... irritiert - kommt Agatha doch leicht overdressed, überkandidelt, ein wenig schräg daher. Und dann betrügt sie auch noch bei dem Wettbewerb... mmm... aber manchmal muss man einfach mal durchhalten und weiter schauen. Und ich bin froh, dass ich das gemacht hab :0)


Die Schauspieler sind für ihre Rolle klasse ausgewählt und alle durchweg sympathisch. Da wäre natürlich Ashley Jensen als Agatha, Katy Wix als ihre Haushälterin Gemma, die ein kleines Auge auf den Polizisten Bill Wong - gespielt von Matt McCooey - geworfen hat. Der wiederrum mag eigentlich Agatha lieber, die aber eher auf ihren Nachbar James (Jamie Glover) steht. Ja ja, auf der Alm, da gibts koa Sünd, aber auf so einem englischen Dorf...


Dazu kommt dann noch Agathas bester Freund aus London - Mathew Horne als Roy Silver, schwul, ein Recherche-As am Computer und stets mit Rat und Tat an Agathas Seite - herrlich.

 

Von der Umgebung her fühlt man sich, wie bei Inspector Barnaby - ein beschauliches, ruhiges, wunderschönes, englisches Dorf, in dem die Leute sterben, wie die Fliegen. Ja keine Sorge, der Testesser ist natürlich nur das erste Opfer in der ersten Folge. Ihm folgen noch einige nach, sodass Agatha ihre neugierige Nase auch weiterhin in Mordfälle stecken kann - und das ist gut so.


Also meine beiden Daumen sind oben für diese tolle, humorvolle, spannende Cosy-Krimiserie. Mir hat sie richtig gut gefallen und ich freue mich auf mehr von Agatha!

Viele Grüße von der Numi

Donnerstag, 27. Juli 2017

Rezension: The Paradise

Staffel 1 und 2


Erschienen am 14.08.2015
Polyband
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 800 Min. (16 x 50 Min. + Bonus)
Bildformat: 16x9 anamorph (1,78:1)
Sprache: Deutsch Dolby Digital 5.1, Englisch Dolby Digital 2.0

Anzahl Discs: 6

Synopsis
Im England des Viktorianischen Zeitalters zieht die junge Denise Lovett (Joanna Vanderham) in eine kleine Stadt, um in dem Textilwarenladen ihres Onkels zu arbeiten. Da jedoch gerade das Kaufhaus The Paradise eröffnet wurde, kann sich ihr Verwandter die Anstellung seiner Nichte nicht lange leisten. Also heuert sie im Paradise als Verkäuferin an und wird unter den strengen Augen ihrer Vorgesetzten Miss Audrey (Sarah Lancashire) ausgebildet. Bald wird der Witwer John Moray (Emun Elliott) auf die adrette Frau aufmerksam, was wiederum Kollegin Clara (Sonya Cassidy) überhaupt nicht gefällt.

Rezension
19. Jahrhundert - Die junge Denise (Joanna Vanderham) zieht in die Stadt um bei ihrem Onkel (Peter Wight) in seinem Textilwarenladen zu arbeiten. Doch leider kann der es sich im Moment gar nicht leisten jemanden anzustellen, denn ein neues Kaufhaus hat direkt gegenüber seines kleinen Lädchens eröffnet.


Um nicht wieder nach Haus zu müssen, bewirbt sich Denise einfach in dem Kaufhaus und tatsächlich bekommt sie die Chance dort als Verkäuferin zu arbeiten. Schon bald fällt sie nicht nur dem Besitzer des Kaufhauses - Witwer John Moray (Emun Elliott) - auf. Nein, durch ihre clevere, ideenreiche Art hat sie auch schnell die Neider auf den Plan gerufen. Und das führt zu so manchen Irrungen und Wirrungen.

Fazit
Liebe, Eifersucht, Leidenschaft - bei manchen vor allem für das Geschäft, Neid, Missgunst - ein Potpourri der Leidenschaften. Eigentlich schau ich solche Serien ja nicht unbedingt, aber *hachz* - diese hier hat mir gefallen.



Das könnte natürlich auch zum Teil an der wunderschönen Ausstattung liegen - alleine diese Kleider - seufz - vielleicht sollte ich mir auch mal so ein Teil nadeln - zumindest kann man einen voluminöseren Popo bestimmt traumhaft damit kaschieren :0)


Der ein oder andere Schauspieler war mir bekannt, z.B. Sarah Lancashire (Denises Vorgesetzte Miss Audrey) aus der Serie Happy Valley oder Peter Wight (Onkel) aus der ein oder anderen Serie, aber auch die - für mich - unbekannten Schauspieler haben einen guten Job abgeliefert. Allen Voran Joanna Vanderham, die die junge ehrgeizige Frau in der damaligen Zeit der Männer glaubhaft verkörpert.


Ich würde sagen 'The Paradise' ist eine Serie für Frauen - fürs Auge und fürs Herz. Mir hat sie richtig gut gefallen - zwar leider nur insgesamt zwei Staffeln, aber die sind wirklich gelungen und die Geschichte ist rund abgeschlossen.

Also: Meine Daumen sind beide oben!

Viele Grüße von der Numi

Dienstag, 25. Juli 2017

Rezension: Tod auf Juist

von Ulrike Busch, erschienen im Klarant Verlag.



Erschienen am 14.07.2017
Ebook
99 Seiten
ISBN 9783955736507

Beschreibung laut Verlag
Ein rätselhafter Todesfall hält die ostfriesische Insel Juist in Atem. Zwei junge Frauen werden leblos aufgefunden, friedlich ruhend im Strandkorb! Die beiden Freundinnen waren Gäste im Haus der Inneren Mitte, dem berühmten spirituellen Zentrum der Insel. Hat ihr Therapeut Jannes Aldag die Selbstmord-Absichten der jungen Frauen nicht erkannt? Zur selben Zeit weilt auch die ostfriesische Journalistin Kaya Witt auf Juist. Sie mag an die Freitod-Theorie nicht so richtig glauben und spürt der Sache nach. Schnell wird deutlich: Unter den Therapeuten des spirituellen Zentrums herrscht alles andere als Harmonie. Und welche Rolle spielt der halbseidene Finanzjongleur Jendrik Holthusen? Er hat große Pläne auf der Nordseeinsel, und der Tod der beiden Frauen spielt ihm perfekt in die Karten…

Rezension
Kaya - Journalistin ihres Zeichens - ist auf dem Weg nach Juist. Zusammen mit Tante Leenke und Freundin Inka wollen die 3 eine Woche entspannen - Tante Leenke mit Spaziergängen und die beiden jungen Frauen mit einigen spirituellen Kursen im 'Haus der Inneren Mitte'

Doch schon auf dem Weg zur Insel ändern sich die Vorzeichen, denn ausgerechnet auf Juist werden zwei Leichen in einem Strandkorb gefunden. Selbstmord? Mord? Hat der Tod der Beiden etwas mit dem 'Haus der Inneren Mitte' zu tun? Schließlich waren die Toten dort auch in Behandlung.

Kayas Neugierde ist geweckt. Was steckt hinter der ganzen Geschichte? Wer ist darin verwickelt? Oder ist es eventuell doch alles anders als gedacht?

Fazit
Das ich die Bücher von Frau Busch mag, brauche ich doch bestimmt nicht mehr erwähnen, oder? Dieses ist mittlerweile das sechste Buch, das ich von ihr gelesen habe - das zweite aus der Reihe um Kaya Witt. Die Schreibe gefällt mir einfach. Fluffig, leicht zu lesen, sympathische Protagonisten, durchdachte Geschichten, die spannend erzählt werden - wobei der zweite Teil mir sogar besser gefallen hat als der Erste.

Und doch möchte ich jetzt an dieser Stelle mal auf hohem Niveau meckern: Ein Krimi auf knapp 100 Seiten ist machbar, aber was wird aus uns armen Lesern? Das hat man doch dann soooooo was von schnell weg gelesen. Und plötzlich muss man wieder auf ein nächstes Buch warten. Das ist doch nicht gerecht oder?

Der einzige Trost, der mir bleibt? Das jeweils neue Buch aus der Anders/Stern- und der Kripo Wattenmeer-Reihe wartet schon darauf gelesen zu werden. Von daher bin ich beruhigt und mecker auch nur ganz leise ;0)

Meine Empfehlung habt Ihr auf jeden Fall wieder!

Reihenfolge
1. Der blaue Stern
2. Tod auf Juist

Viele Grüße von der Numi

Samstag, 8. Juli 2017

Rezension: Der letzte Pilger

Ein Fall von Tommy Bergmann 1
von Gard Sveen, erschienen bei List.

 

Erschienen 12.05.2017
Taschenbuch, Broschur
460 Seiten
ISBN-13 9783548613734

Beschreibung laut Verlag
Es ist Frühling in Oslo, als ein grausames Verbrechen geschieht: Der ehemalige Widerstandskämpfer Carl Oscar Krogh wird brutal ermordet. Während des Krieges stand er stets auf der richtigen Seite. Wer bringt einen Mann um, den alle bewundern? Kurz zuvor findet man in der Nordmarka drei Leichen. Unter ihnen ein kleines Mädchen. Kommissar Tommy Bergmann, scharfsinnig, klug und ein Selbsthasser voller innerer Abgründe, sieht einen Zusammenhang: Die Toten stehen in Verbindung zu Agnes Gerner, einer Agentin des Widerstandes. Je mehr Tommy Bergmann über die schöne und hochintelligente Frau herausfindet, umso gefährlicher erscheint sie ihm.

Rezension
Zunächst werden in der Nordmarka drei Leichen gefunden - anscheinend Opfer aus dem zweiten Weltkrieg. Ermittler Thomas Bergmann ist betroffen, denn bei einer der Leichen handelt es sich um ein Kind.

Als kurze Zeit später Carl Oscar Krog - ein ehemaliger Widerstandskämpfer - brutal ermordet aufgefunden wird, vermutet Thomas einen Zusammenhang.

Wer sind die Toten und warum sind sie gestorben? Steht die alte Geschichte im Zusammenhang mit dem aktuellen Mordfall? Und wenn ja, wie? Der Name Agnes Gerner taucht immer wieder auf. Ist sie einer der drei Leichen? Wie kann man heute noch heraus bekommen, was damals wirklich geschah und kann man so den Mörder von Krog fassen?

Thomas Bergmann macht sich an die Arbeit...

Fazit
Bei diesem Debüt von Gard Sveen handelt es sich definitiv nicht um einen humorvollen Schnell-weg-les-Krimi, nein - es ist ein Kriminalroman, der den Leser in die Vergangenheit führt. Erzählt wird in zwei Zeitebenen - einmal zur Zeit des zweiten Weltkrieges zum anderen ins Jahr 2003, sodass man an den jeweiligen Ereignissen 'live' teilnimmt.

Die Schreibweise von Sveen gefällt mir gut - detailreich lässt er Bilder im Kopf entstehen. Allerdings sind die Protagonisten nicht unbedingt sympathisch. Sowohl Bergmann, der als Einzelkämpfer allein unterwegs ist, seine Ex geschlagen hat und nicht wirklich glücklich mit sich selbst ist, als auch die ... anderen Personen. Ich kann nicht behaupten, dass mir da jemand positiv ins Auge gesprungen wäre.

Interessant war das Aufrollen der Vergangenheit. Den zweiten Weltkrieg aus nicht-deutschen-Augen betrachtet - das ist mal eine andere Sicht auf die damalige Zeit.

Allerdings hat mich das Ende der Geschichte irritiert. Normalerweise kann man das Motiv der Täter in Kriminalromanen ja ... nachvollziehen. Aber hier ist mir nicht klar geworden, warum... zumindest zwei Morde... also, da weiß ich einfach nicht...

Mmmm... nein erzählen werde ich nichts, aber das Buch hat mich mit ein, zwei Fragezeichen zurückgelassen... kommt ja schon mal vor, aber...

Ich für meinen Teil bin auf jeden Fall gespannt, wie sich die Serie weiter entwickelt. Der zweite Teil 'Teufelskälte' ist im Juni erschienen und steht definitiv auf meiner Wunschliste.

Reihenfolge
1. Der letzte Pilger
2. Teufelskälte

Viele Grüße von der Numi

Mittwoch, 5. Juli 2017

Rezension: Agatha Christie - Mörderische Spiele

Collection 1


Erscheinungsdatum: 30.06.17
Polyband
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 376 Min. (4x 94 Min.)
Bildformat: 16x9 anamorph (1,78:1)
Sprache: Deutsch, Französisch Dolby Digital 2.0

Anzahl Discs: 2

Synopsis
Agatha Christies "Mörderische Spiele" sind in der farbenfrohen und glamourösen Welt der 1950er angesiedelt. Kommissar Laurence ermittelt gewohnt unausstehlich, aber schlicht brillant, und die junge Journalistin Alice Avril tut alles, um eine Schlagzeile zu erhalten. Die überzeugte Feministin scheut dabei keine Auseinandersetzungen mit Laurence. Doch der Kommissar kann sich immer auf seine treue Assistentin Marlène verlassen - ein hinreißendes Ebenbild von Marilyn Monroe.

Rezension
Die 1950er. Der neue Kommissar am Ort bekommt einiges zu tun. Laurance wird dabei - eher unfreiwillig - von der jungen burschikosen Journalistin Alice Avril unterstützt. Die junge ungestüme Frau möchte endlich weg von der Rubrik 'Liebeskummer' hin zu spannenden, ernsthaften Recherchen - und da kommen doch ein paar Mordfälle gerade recht.
Unterstützt wird das Team dabei von Laurance Sekretärin - der wasserstoffblonden Maryline... äh... Marlène - eine herzensgute, leicht naive *hüstel*, zuverlässige Hilfe für die beiden Ermittler.

Fazit
Agatha Christie in den 50er und ganz ohne Miss Marple, Poirot & Co - funktioniert das? Ja, tatsächlich. Sogar gut.


Dabei erinnert mich Kommissar Laurance in seiner souveränen Art ein wenig an einen James Bond (gutaussehend, charmant (zumindest meistens), den Verbrechern gegenüber manchmal auch handgreiflich (ja ja, das waren noch Zeiten damals) und die Frauenherzen fliegen ihm zu.

Alice Avril dagegen ist das genaue Gegenteil. Jung, dynamisch, etwas... unüberlegt, mit nicht-den-besten-Tischmanieren legt auch schon mal fast einen Slapstick hin, wenn es z.B. darum geht sich zu benehmen.


Dazwischen dann die Sekretärin, die mit ihrer liebevollen Art zwischen den beiden Ungleichen vermittelt und zur Stelle ist, wenn Not an Mann... bzw. an Frau ist.


Collection 1 enthält die vier Langfolgen Fata Morgana, Blausäure, Stummer Zeuge und Ein Schritt ins Leere. Die Bücher habe ich gelesen und die Geschichten auch schon in anderen Verfilmungen gesehen. Aber noch nicht so, wie dieses Mal. Ich gebe zu, das die Reihe am Anfang gewöhnungsbedürftig ist, aber ... spätestens beim zweiten Teil hat mich die Serie erwischt.


Alleine schon zuzusehen, wie Laurance das Lenkrad hin und her bewegt - 50er Style par excellence. Es ist, als ob man einen schwarz/weiß Film in Farbe sieht. Und ich weiß auch nicht, wann ich zuletzt einen Film gesehen habe, in dem noch 'Backpfeifen' angedroht werden - *kicher* - zu schön.

Also mir hat diese etwas andere Serie richtig gut gefallen und ich bin schon gespannt, was in Collection 2 geboten wird. Agatha Christie geht irgendwie immer ;0)

Viele Grüße von der Numi

Samstag, 1. Juli 2017

Rezension: iZombie

Staffel 2


Erscheinungsjahr: 2017
Warner Home Video
FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: ca. 772 Min.
Bildformat: 16x9 anamorph (1,77:1)
Sprache: Deutsch, Französisch Dolby Digital 2.0 , Englisch
Dolby Digital 5.1
Anzahl Discs:4

Synopsis
In Staffel zwei muss Livs Ex-Verlobter und Geliebter Major die jüngsten Ereignisse und das Wissen, dass Liv ein Zombie ist, verarbeiten. Blaine, jetzt menschlich, kämpft um den Erhalt seiner Zombiewelt; Clive sucht Blaine und vermutet Majors Beteiligung am Meat-Cute-Massaker; Ravi ist auf der Suche nach dem verdorbenen Utopium.  

Rezension
Das Leben... bzw das Untotsein eines Zombies ist auch nicht wirklich einfach. So hat Livs (Rose McIver) Familie z.B. überhaupt kein Verständnis dafür, dass sie ihrem Bruder kein Blut spenden will - mmm...warum wohl nicht ?!


Kompliziert ist auch weiterhin ihre ... eher on/off Beziehung mit Major (Robert Buckley) und der Frage, was passiert eigentlich, wenn ein Zombie Sex mit einem Menschen hat... kann es da zu irgendwelchen Übertragungen von... was auch immer kommen?

Livs Chef und Freund Dr. Ravi Chakrabati (Rahul Kohli) ist also nicht nur weiterhin auf der Suche nach einem Heilmittel, nein, er kümmert sich auch um das... ja... gewünschte eventuelle Liebesleben seiner Freunde.


Gut das Liv wenigstens weiterhin Detective Clive Babineaux (Malcolm Goodwin) bei seinen Ermittlungen helfen kann. Denn schließlich bekommt sie nach dem ... Genuss einer lecker zubereiteten Hirnmahlzeit (also mit Hirn des entsprechenden Opfers) Visionen über deren Vergangenheit. Und das hilft auf der Suche nach dem Täter natürlich ungemein weiter. Blöd nur wenn es um eine enthauptete Leiche geht, deren Kopf samt Hirn nicht aufzufinden ist... ;0)

Blain (David Anders) hingegen kämpft mit ganz anderen Schwierigkeiten. Das Leben...bzw. der Tot... oder einfach das Dasein hat wohl immer seine Tücken...


Fazit
Natürlich sind Zombies fies, ekelig und grausam; ganz gewiss ist das Verspeisen von Gehirn ein no-go, ohne Zweifel sind lebende Untote innerhalb der menschlichen Zivilisation undenkbar, aber... man, was hab ich gelacht :0)

Ganz ehrlich: die Idee der Serie ist absolut ...erfrischend anders.

Zum einen ist da die Hauptstory - also es gibt Zombies und die Suche nach einem Heilmittel steht im Vordergrund... auf der anderen Seite natürlich die Bösen mit dem Wunsch zur Gewinnmaximierung, z. B. bei der Vermarktung von ... frei zur Verfügung stehenden Gehirnen. Also mal ehrlich: spätestens beim Bestatter braucht das ja dann nun wirklich keiner mehr... und wenn man dann da was entnimmt.... also vor der Beerdigung... und das Ganze gourmetmässig anrichtet und zu exquisiten Preisen an entsprechend gut betuchte Zombies verkauft... ich mein, dann brauchen die ja auch nicht selber los ... so ein besonderer Lieferservice... hat doch was...nech?!)

Zum anderen sind da die jeweiligen Todes- bzw. Mordfälle und deren Aufklärung, die aber auch oft einen Verbindungsfaden zur Hauptstory knüpfen.

Dazu die schauspielerische Leistung, bei der besonders Rose McIver brilliert. Dadurch, dass sie nach jeder Mahlzeit auch das Verhalten und die Charakterzüge des Verblichenen übernimmt, spielt sie eigentlich in jeder Folge eine andere Rolle - klasse gemacht!

Der eiiiigentliche Antagonist der Serie David Anders ist mir in der zweiten Staffel schon fast richtig ans Herz gewachsen ... obwohl bei einer Zombie-Serie sollte man sich da vielleicht besser anders ausdrücken - also er ist mir fast sympathisch geworden - und seine Sprüche sind teilweise genial :0)

Allerdings findet am Ende der zweiten Staffel ein solcher Plot twist statt, das mir schon ein wenig die Öhrchen gewackelt haben. Ganz ehrlich: damit hab ich nicht gerechnet. Von daher bin ich wirklich gespannt, wie es in der dritten Staffel weitergeht!

Also wer es witzig - spritzig mag (ja hier sieht man auch schon mal Blut fliegen), dem kann ich diese Serie nur empfehlen. Mir (Weichei) macht sie wirklich Spaß!

Viele Grüße von der Numi

Donnerstag, 29. Juni 2017

Rezension: Paper Palace

Die Verführung
von Erin Watt, erschienen bei Piper.



Erschienen am 2. Mai 2017
Klappenbroschur
416 Seiten
ISBN: 978-3-492-06073-8


Beschreibung laut Verlag
Kaum haben sich Ella und Reed wiedergefunden, werden sie schon wieder getrennt – und Reeds Leben steht auf dem Spiel. Ist er dieses Mal zu weit gegangen? Ist ihm sein aufbrausendes Temperament zum Verhängnis geworden? Ella ist eine Kämpferin. Sie ist bereit, alles zu tun, um Reed zu schützen, und den Royals zur Seite zu stehen. Doch dann wird sie plötzlich von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt. Sie muss feststellen, dass ihr Leben eine einzige Lüge war. Werden die Royals sie am Ende doch ruinieren? Oder kann es ein Happy End für Ella und Reed geben?

Rezension
Diesmal sieht es absolut nach Land unter aus. Reed steckt so tief in Schwierigkeiten, dass kein Ausweg möglich scheint. Das erste Mal in seinem Leben lösen sich die Dinge nicht mit Einfluß und Geld in Luft auf. Und der Preis dafür seine Familie zu schützen ist sehr hoch.

Ella kann es nicht fassen, was da gerade über ihr hereinbricht. Gerade erst eingelebt bei den Royals, in ihrem neuen Leben angekommen, frisch verliebt und nun gerät alles aus den Fugen. Aber eine Flucht ist keine Option...

Fazit
Nach dem Cliffhanger vom zweiten Teil war ich ja schon so was von gespannt auf das dritte und letzte Buch von dieser Trilogie... tja... das hab ich nun gelesen...

Jo... also die Geschichte ist damit schon schlüssig erzählt und abgeschlossen, aber ... irgendwie... mmm.... also ganz ehrlich gesagt, fand ich den letzten Teil... doch eher... etwas enttäuschend.

Natürlich ist die Schreibe weiterhin fluffig zu lesen, aber inhaltlich...hüstel... Ella, die mit ihren 17 Jahren bereits für sich und ihre Mutter jahrelang allein gesorgt hat, lässt sich nun von ihrem... Erziehungsberechtigten sooo einschüchtern und fremdbestimmen... mit 17... ja... kann schon sein... vielleicht...

Und auch Reed ist ... ja ... so etwas von tapfer, obwohl alle so böse zu ihm sind. Dabei haben doch sonst immer alle so .... gespurt...

Also ihr merkt: ich bin so ein bisserl was enttäuscht. Irgendwie hatte ich mir mehr versprochen. Vielleicht bin ich ja doch schon zu alt für New Adult.... Aber trotz allem hat mir die Trilogie insgesamt gut gefallen - die ersten beiden Bände halt besser als der Schluss ;0)
  
Reihenfolge
Paper Princess – Die Versuchung
Paper Prince – Das Verlangen
Paper Palace – Die Verführung


Viele Grüße von der Numi

Freitag, 23. Juni 2017

Stiefkind

von S.K. Tremayne, erschienen bei Knaur.


Erschienen am 01.12.2016
Taschenbuch
400 Seiten
ISBN: 978-3-426-51662-1

Inhalt laut Verlag
Rachel hat es endlich gut getroffen. Nach langen Single-Jahren hat sie den Anwalt David Kerthen kennengelernt und zieht mit ihm in sein Herrenhaus auf den Klippen von Cornwall. Mit den besten Absichten, auch für Davids Sohn aus erster Ehe, den 9-jährigen Jamie, eine gute Mutter zu sein. Denn Davids erste Frau kam auf tragische Weise in einer der überfluteten Zinngruben an Cornwalls Küste ums Leben.
Doch Jamie verändert sich, scheint von düsteren Visionen geplagt - und platzt schließlich mit einem Satz heraus, den Rachel nicht mehr vergessen kann: „ An Weihnachten wirst du sterben ... und meine Mummy kommt zurück."

Rezension
David - der reiche, charmante, gutaussehende Witwer verändert Rachels Leben vollständig. Nun lebt sie in einem wundervollen Herrenhaus auf den Klippen von Cornwall zusammen mit ihrem aufmerksamen Mann und seinem 9-jährigen Sohn Jamie.

Jamie scheint den Tod seiner Mutter noch lange nicht überwunden zu haben. Sie ertrank in einer der Zinngruben an der Küste. Immer, wenn Rachel meint ihm einen Schritt näher zu kommen, verschließt der Junge sich wieder komplett vor ihr. Anscheinend wird er von bösen Träumen gequält... er glaubt seine Mutter kehrt zurück.

Rachel macht sich Sorgen um Jamie und bemüht sich um Hilfe für den Jungen, aber... sind es wirklich nur Träume oder hat er Visionen? Kann er vielleicht tatsächlich wissen, was bald passieren wird? Und warum reagiert David so ... aggressiv auf das Thema? Starb seine erste Frau wirklich durch einen Unfall? Oder... könnte es eventuell sein, das Jamie Recht hat? Denn eine Leiche wurde nie gefunden...

Fazit
Ein armes Mädchen trifft auf einen älteren, reichen Mann und wird von ihm auf sein Schloss... äh... Herrenhaus in Cornwall gebracht. Dort sieht alles zunächst so rosig aus, doch dann entspinnt sich für die neue Hausherrin langsam aber sicher ein beängstigend Netz, bei dem sich alles in Frage stellen lässt. Ähnlich des Klassikers 'Rebecca' von Daphne du Maurier.

So schön Cornwall in anderen Romanen auch beschrieben wird und wohl auch in sämtlichen Rosamunde-Pilcher-Filmen gezeigt wird (hab mich bisher erfolgreich vor ihnen gedrückt), entsteht hier ein anderes Bild. Rauer, düsterer, einsamer ist die Umgebung. Dazu die... schon fast unheimliche Geschichte und schon hab ich Herzklopfen beim Lesen. Aber so unheimlich, dass ich das Buch hätte weglegen können, war es dann auch wieder nicht.

Wie schon im letzten Buch 'Eisige Schwestern' ist es für mich ein Psychothriller, in dem ein wenig Mystery eingewoben ist. Das Buch hat mich gut unterhalten, obwohl es zwischendurch auch gerne etwas mehr Chili hätte sein dürfen ... also knackiger und mit etwas mehr ... Schärfe zum Ende hin, wenn ihr wisst, was ich meine...

Also eine gute Unterhaltung, vielleicht ein wenig seltsam, aber so steht es geschrieben (das stand früher immer unter den Gruselgeschichten-Comics ;0)

Viele Grüße von der Numi

Samstag, 17. Juni 2017

Rezension: Canterbury Blues

von Gitta Edelmann, erschienen bei Dryas.


Erschienen im Oktober 2016
Taschenbuch
248 Seiten
ISBN: 978-3-940258-64-9

Beschreibung laut VerlagDie Liebesroman-Autorin und Hobby-Detektivin Ella Martin ist zurück in Canterbury. Und will sich nicht wieder in die Aufklärung eines Verbrechens einmischen – ehrlich nicht. Es gibt ja auch weit und breit keine Leiche.

Allerdings stößt sie bei der Recherche einer alten Liebestragödie auf dem Landsitz Feniston Park auf Ungereimtheiten. Amelia und Felix starben vor über siebzig Jahren, aber ist ihr Schicksal wirklich nur Geschichte? Und diese Umweltstiftung im Westflügel – geht da alles mit rechten Dingen zu? Vielleicht sollte sie Detective Inspector Alex Drake nicht nur privat treffen …

Rezension
Eine tragische Liebestragödie ereignete sich vor langer Zeit auf dem Landsitz Feniston Park. Wenn das mal nicht ein passender Hintergrund für einen neuen Liebesroman derdeutschen Autorin Ella Martin sein könnte. Und es klappt – auf Nachfrage wird Ella eingeladen ein paar Tage vor Ort zu Recherchezwecken zu verbringen.

Zwar wird sie während ihres Aufenthaltes kaum Zeit für ihren Vater und ihre Freunde in Canterbury haben, aber doch freut sich Ella auf ihre neue Aufgabe. Und dieses Mal hat sie sich fest vorgenommen über keine Leichen zu stolpern und schon gar nicht über Mordopfer. Nein, dieses Mal wird recherchiert im Namen der Liebe!

Das klappt auch ganz gut… naja zumindest so lange, bis die ersten Ungereimtheiten in der alten Geschichte der Liebenden auftauchen und auch im Jetzt gibt es überaus merkwürdige Dinge … verschlossene Räume… verlassene Keller… und... plötzlich ist Ella mittendrin…

Fazit
Das dritte Mal mit Ella unterwegs und es hat mir wieder gefallen.

Gitta Edelmann hat auch dieses Mal so einen richtig englischen Cosy-Krimi abgeliefert – das englische Wort cosy‘ bedeutet behaglich, gemütlich, kuschelig. Und so stelle ich mir einen Krimi dieser Art vor, gelesen auf der Couch, kuschelig eingemummelt, eine Tasse Tee in Reichweite (schließlich befinden wir uns auf einem englischen Landsitz) und dazu ein Teller Kekse, die man je nach Spannungsgrad ziemlich schnell wegfuttert.

Trotz der diesmal übersichtlich Personenanzahl, ist es weder einfach auf das Motiv… oder die Motive… auf den, der, die, das Täter und/oder auf den Gesamtzusammenhang zu kommen, falls es denn einen gibt – hihi – nein, verraten wird nix.

Mir gefällt die Ella-Martin-Reihe. Die kurzen Kapitel laden zum mal-eben-schnell-weg-lesen ein. Die Geschichte ist gut durchdacht und spannend geschrieben – im Ganzen ein kurzweiliges Lesevergnügen!

Reihenfolge
Canterbury Requiem
Canterbury Serenade
Canterbury Blues

Viele Grüße von der Numi

Dienstag, 13. Juni 2017

Rezension: Mordskuss

von Ulrike Busch, erschienen bei Klarant.

Erschienen im Mai 2017
Taschenbuch
200 Seiten
ISBN 978-3955736279 





Inhalt laut Verlag
Das beschauliche friesische Dorf Pilsum wird von einem brutalen Mord erschüttert. Neben dem Leuchtturm wird eine attraktive junge Frau gefunden, mit einem Gürtel bestialisch erdrosselt. Auf der Stirn der Toten prangt ein dunkelroter, sinnlich wirkender Kussmund. Was hat dieses Zeichen zu bedeuten? Tammo Anders und Fenna Stern von der Kripo Greetsiel nehmen die Ermittlungen auf. Das Mordopfer Silvia Lüders war Gast des Hotels Friesenliebe. In dem Haus treffen sich Partnersuchende aus Ostfriesland, doch anstatt Flirts und Liebe finden die Kommissare Eifersucht vor und Hass … Ist einer der Gäste der Friesenliebe der Täter? Treibt ein Serienmörder sein Unwesen in Ostfriesland? Die Kommissare ermitteln in alle Richtungen, als der Täter erneut zuschlägt…
Rezension
Zuviel Kaffee am Morgen bringt Kummer und Sorgen… naja zumindest stolpert eine Pilsumer Urlauberin bei einem kurzen …Pipistopp an einer ruhigen Ecke des Leuchtturms über eine tote Frau, die keines natürlichen Todes starb. Also ein neuer Fall für Tammo Anders und Fenna Stern von der Kripo Greetsiel.
Schnell finden die Beiden heraus, dass die junge Frau Gast in der ‚Friesenliebe‘ war. Dieses Hotel dient als Treffpunkt für Menschen auf der Suche nach ihrem Traumpartner – man lernt sich virtuell kennen und hat dann dort während eines Urlaubs die Möglichkeit sich kennen… und eventuell auch lieben zu lernen.
Doch ganz so romantisch harmonisch geht es dort gar nicht zu. Im Gegenteil – Eifersucht, Rivalität, Neid, Zank und Streit sind an der Tagesordnung. Musste die junge Frau deshalb sterben? Ist der Täter einer der anderen Gäste? Oder liegt das Motiv ganz woanders?

Tammo und Fenna machen sich an die Arbeit…

Fazit
Der erste Fall dieses neuen Ermittlungsteam aus der Feder von Ulrike Busch hatte mir richtig gut gefallen und ganz ehrlich? Der Zweite schließt sich da nahtlos an – klasse!
Die Ausdrucksweise,… die Wortwahl… einfach die komplette Art und Weise Worte auf Papier zu bringen gefällt mir hier sehr, sehr gut. Das sind einfach diese Bücher, die man nur ganz schlecht aus der Hand legen kann – Ihr wisst, was ich damit meine. Das Team Tammo/Fenna, das einem im ersten Teil ja schon ans Herz gewachsen ist, punktet weiter. Die Beiden sind unterschiedlich in ihrem Wesen und ergänzen sich dadurch richtig gut und das nicht nur bei der Arbeit … nein…. Ich könnte mir vorstellen, dass es da demnächst… eventuell auch im privaten Bereich… vielleicht… mal abwarten… Die Mischung zwischen Privat- und Dienstleben ist auch im zweiten Band tadellos gelungen. Die Geschichte ist gut durchdacht und regt zum miträtseln an – obwohl ich mal wieder einen falschen Verdacht hatte. Naja… aber ich bin ja beruhigender Weise nur Leser und kein Ermittler ;0) Meine Empfehlung für die Reihe habt Ihr auf jeden Fall und ich muss sagen, dass ich mittlerweile nach dem nun insgesamt fünften Buch von Frau Busch mal so richtig Lust hätte auf Tee mit Kluntjes und Sahne!
Reihenfolge

1.Tod am Deich
2. Mordskuss

Viele Grüße von der Numi

Mittwoch, 7. Juni 2017

Rezension: Bones

Die Knochenjägerin - Staffel 11


Erschienen am 24.05.2017
FSK: ab 16
Laufzeit: 970 Minuten
Bildformat: 1,78:1, 16:9
Ton: Deutsch, Englisch 5.1 Dolby Digital
Anzahl Discs: 6

Inhalt 
Nach dem Ende der zehnten Staffel und dem damit verbundenen Abschied von Brennan und Booth aus dem Jeffersonian Institute, erfolgt ein kleiner Zeitsprung zu Beginn von Staffel 11. Sechs Monate nach ihrem Ausstieg hat Temperance ihr zweites Kind bekommen und Seeley kümmert sich nun um die Ausbildung von FBI-Rekruten. Ihr neues Leben wird jedoch durcheinander geworfen, als bei einer verbrannten Leiche die Waffe von Booth gefunden wird. Da dieser zum Zeitpunkt der Entdeckung verschwunden ist, kommt der Verdacht auf, dass es sich bei dem Toten um ihn handelt. Brennan wird daraufhin wieder als Ermittlerin tätig und macht eine tragische Entdeckung, die auf den gesamten Verlauf der Staffel Auswirkungen haben wird.


Rezension
Eigentlich wollten sowohl Angela (Computerfachfrau und Künstlerin) und Hodgin (Geologe, Mineraloge… der Käfermann, der sich mit jedem Dreck auskennt und unangefochtener König des Labors) als auch Booth (FBI Specialagent) und Bones (DIE Anthropologin schlechthin!!!) neue Wege beschreiten, aber manchmal gibt es Umstände… die einen praktisch dazu zwingen… alte Pfade neu zu beschreiten… von daher landen doch wieder alle – wenigstens vorrübergehend – im Jeffersonian Institut. 


Und das ist auch gut so, denn es gibt genügend Leichen – ja in sämtlich möglichen Aggregatzuständen …schluck… bei denen sich herausstellt, dass sie ermordet wurden und deren Mörder es zu finden gilt und wer wäre da besser geeignet, als dieses Team?!

Fazit
Vorab erst einmal: uuuuaaaaaaaaaaaa was für eine Staffel – Hammer, Hammer, Hammer – ich bin absolut begeistert, obwohl …. also der Cliffhanger …. ich kann Euch sagen…. der war dieses Mal so etwas von… also…. uff… das nenn ich mal wirklich einen Cliffhanger… da hängt man nun ganz schön in der Luft bis zur 12ten und letzten Staffel! 


Zwei Sachen gefielen mir bei dieser elften Staffel richtig, richtig gut. Zum einen, bekommt das Bones-Team Besuch von … zwei Protagonisten… einer anderen Serie, die… ich mir auch ansehen… das führte bei mir zu einer kompletten Dauergrinsfolge. So finde ich klasse!

Die andere Geschichte hat etwas mit dem Cliffhanger zu tun… mmm…. nee, da kann bzw. da will ich überhaupt und gar nichts zu verraten. Mich hat es auf jeden Fall aus den Socken gehauen (sprichwörtlich natürlich) und nun hoffe ich, dass … mein… erster Gedanke dazu nicht dem entspricht, was demnächst folgt!

Nein – ich spoiler nicht, aber lasst Euch gesagt sein: Ich finde die Bones-Serie klasse. Vielleicht ist die eine oder andere Folge nicht ganz so mein Geschmack, aber das dürfte bei nun mittlerweile über 230 Stück verständlich sein. Und ja ich gebe ganz offen zu, dass ich in den ersten Minuten des jeweiligen Teils nicht so genau hinsehe, weil … es ist teilweise… schon recht… unappetitlich *hüstel* - ab 16 ist hier durchaus angebracht! 



Ich kann Euch die Serie nur empfehlen, wenn Ihr nicht ganz, ganz, ganz zart besaitet seid. Es lohnt sich auf jeden Fall und ich bin mega-gespannt auf die nächste Staffel – auch wenn es die Letzte ist - nach über 10 Jahren… schluck… aber irgendwann muss es wohl mal sein… seufz.

Viele Grüße von der Numi

Sonntag, 4. Juni 2017

Rezension: Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg

von Florian Herb, erschienen bei Ullstein.



Erschienen am 10.07.2015
Taschenbuch, Broschur
256 Seiten
ISBN 13 9783548286969

Beschreibung laut Verlag
Eigentlich sieht die ältere Dame ganz normal aus, die morgens in Alvaros Taxi steigt. Auch dass sie sich erst zum Hauptbahnhof und dann doch zum Flughafen fahren lässt, macht ihn nicht stutzig. Aber warum lässt sie ihren geblümten Rollkoffer nicht los? Bevor Alvaro sich versieht, ist er mit Klara Lüdtke und einer Million in bar auf dem Weg von Berlin nach Andalusien — verfolgt von Klaras Verwandtschaft und von Alvaros Chef, der sein Taxi zurück will ...

Rezension
Alvaro wacht in der Nacht schweißgebadet auf und fragt sich, was er aus seinem Leben gemacht hat. Vor acht Jahren verließ er sein Heimatdorf in Andalusien um in die groooosse weite Welt zu ziehen und gelandet ist er in Berlin Kreuzberg und fährt Taxi. Kann das schon alles gewesen sein? War seine Entscheidung richtig? Und warum vermisst er auf einmal seine Heimat so wahnsinnig?

Da hilft es auch nicht, dass sein Chef ihm an diesem Tag seine neuste Errungenschaft anvertraut: einen 69er Chevrolet Camaro – ein richtiger Hingucker-Ami-Schlitten. Ausgerechnet heute…

Doch dann ändert sich plötzlich alles… denn auf einmal klopft eine ältere Dame an seine Beifahrerscheibe und bittet ihn sie zum Bahnhof zu fahren… anschließend zum Flughafen… und dann nach Paris…

Damit beginnt für die beiden – Alvaro und Klara, die ältere Damen – eine Reise ins … Ungewisse, … ins Leben…, zu sich selbst!

Fazit
Titel und Cover schienen mir zu sagen, dass es sich bei diesem Buch um eine witzige Sommerkomödie handelt, aber nee…. es ist eher ein humorig, fein- und tiefsinniger Roadtrip mit integrierten Lebensweisheiten von liebenswerten Protagonisten, eingebunden in eine wundervolle Umgebung. Kann man das so sagen? Jo, das trifft es glaub ich ganz gut.

Die Geschichte nimmt einen von der ersten Seite an mit und spätestens bei Alvaros Vermieterin - Kerstin, 2 m groß mit Vollbart, die Alvaro unter ihre Fittiche genommen hat, ist man eingebunden. Die Reise mit Klara, der unglücklichen Hausfrau und Mutter, nimmt den Leser mit an wunderschöne Orte und lässt einen mit den Protagonisten bangen, hoffen, träumen, wachsen und natürlich auch schmunzeln und das nicht zu knapp.

Tja erstaunlicherweise muss es also gar nicht immer ein Krimi sein – nein, auch ein Roman bietet durchaus vergnügliche Lesestunden. Ich gebe also zu: mir hat das Buch gut gefallen! :0)

Viele Grüße von der Numi