Samstag, 10. Dezember 2016

Rezension: Fuchskind

von Annette Wieners, erschienen bei List.


Erschienen am 17.06.2016
Taschenbuch, Klappenbroschur
352 Seiten
ISBN-13 9783548612515

Beschreibung laut Verlag
An einem Herbsttag hört Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes hinter einem Grab plötzlich Babygeschrei. Sie gerät in Panik, denn sie fühlt sich an den Tag erinnert, an dem ihr Sohn zehn Jahre zuvor durch Giftpflanzen ums Leben kam. Doch der Säugling, den sie auf dem Friedhof entdeckt, ist unversehrt. Von den Eltern aber weit und breit keine Spur. Als wäre das nicht genug, wird auch noch eine Frauenleiche gefunden. Und Gesines Exmann steht plötzlich vor ihr. Hat er etwas mit der Toten zu tun? Gesine kommt der Wahrheit näher, als ihr lieb ist ....

Rezension
Die Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes beginnt, wie gewohnt, ihren Arbeitstag. Aber irgendetwas ist heute anders... da ein Schatten... nein, das war nur ein Fuchs. Aber die Fußabdrücke... ein Knacken im Gehölz... und dieses Wimmern... eine Katze? Ein kleines Kind?  Und tatsächlich findet sie, tief zwischen den Rhododendren, eine Babyschale mit einem - noch lebenden Säugling und sie hört jemanden wegrennen, doch das Baby ist wichtiger. Es weint... es krampft und Gesine lässt alles stehen und liegen und bringt das Kleine zum nächsten Krankenhaus. Rettung in letzter Sekunde - hoffentlich...

Aber wer setzt ein Baby auf dem Friedhof aus - mitten im November? Wer ist die Tote, die vor dem Friedhof gefunden wird? Eine Tote, an der Gesine vorbei gerast war, ohne sie zu bemerken. Und warum steht plötzlich ihr Exmann vor ihr? Hat er etwas mit den Geschehnissen zu tun? Was passiert auf einmal um sie herum? Gesine findet sich unversehens in einer Geschichte wieder, die nicht nur sie in Gefahr bringt...

Fazit
Der erste Teil um Gesine Cordes 'Kaninchenherz' hatte mir gut gefallen, von daher hatte ich mich auf Teil Zwei schon gefreut. Und das war nicht verkehrt :0)

Der Schreibstil von Frau Wieners ist und bleibt flüssig, griffig, sehr gut zu Lesen. Die Stimmung und die Atmosphäre, die sie in ihren Büchern schafft, hüllen den Leser ein. Gesines Leben hat sich, seit dem Tod ihres Sohnes, verändert - sie selber hat sich verändert. Zurückgezogen von allem lebte sie, einsam und allein, in einem Wohnwagen und grenzte sich selber aus. Doch hier - im zweiten Teil - merkt man, dass sie sich langsam öffnet und eventuell doch einen Weg zurück ins Leben findet.

Der Krimi kommt eher ruhiger daher und ist trotzdem spannend. Die Figuren entwickeln sich, was mir an Serien besonders gut gefällt. Zum Schluss hin finde ich die Geschichte zwar etwas zu... wie soll ich sagen... einen Hauch zu dick aufgetragen. Da hätte mir persönlich etwas weniger besser gefallen, aber nichtsdestoweniger freue ich mich schon sehr auf den nächsten Teil und ich bin gespannt, wie es mit Gesine weitergeht!

Viele Grüße von der Numi

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