Freitag, 28. Oktober 2016

Rezension: Herzblut

Kluftingers siebter Fall von Klüpfel & Kobr, erschienen bei Knaur.

 
Erschienen am 02.05.2014
Taschenbuch
400 Seiten
ISBN: 978-3-426-51183-1

Beschreibung laut Verlag
Kluftinger ist sich sicher: Bei einem anonymen Anruf wird er Zeuge eines Mordes. Als er jedoch mitten in der Nacht allein den Tatort ausfindig macht, stößt er dort nur auf eine riesige Blutlache. Bevor der Großteil der zugehörigen Leiche auftaucht, erschüttern weitere brutale Morde das Allgäu.
Leider behindern heftige Herzschmerzen Kluftingers Arbeit. Intimfeind Doktor Langhammer verordnet kässpatzenarme Schonkost, positive Lebenseinstellung, Bewegung – und sogar noch einen Yogakurs.


Rezension
Den einen Fall noch nicht ganz abgeschlossen, schon geschieht der nächste Mord. Naja...zumindest hört sich der aufgezeichnete Anruf nach einem Mord an, da ist sich Kluftinger - im Gegensatz zu seinen Kollegen - ganz sicher. Nun heißt es nur noch den Tatort, das Opfer und den passenden Mörder zu finden.


Wobei es dieses Mal an diversen Opfern nicht gerade mangeld. Und dabei wird Kluftingers 'Leichenunverträglicheit' auf eine harte Probe gestellt - ja, nicht nur ihm alleine wird hundsübel beim Anblick der Toten. Die Frage ist, ob es einen Zusammenhang zwischen den Opfern gibt und wenn ja welchen und wer könnte der/die/das Täter sein?


Erschwerend kommt hinzu, dass es Kluftinger nicht gerade gut geht. Er leidet unter Schmerzen in der Brust... heftige, stechende Schmerzen... ausgerechnet jetzt... er ist doch eigentlich noch zu jung, um... und was soll dann aus seiner Erika werden?... Und was aus seinem Sohn?... Er hat doch eigentlich noch so viel vor....
 
Aber Klufti nimmt den Kampf auf - so leicht gibt er sich nicht geschlagen. Die Ernährung wird umgestellt, Yoga wird ausprobiert und den Mörder ... den wird er auch noch dingfest machen!
 
Fazit
Dieses ist der siebte Kluftinger-Fall und ich habe sie alle gelesen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich zwischen dem sechsten und dem siebten Fall eine recht große Pause eingelegt habe. Das Problem, das ich hatte, war die Scham... also mehr der Fremdscham. Der Klufti ist schon recht....speziell. Also eigentlich ist er ein Spitzenermittler, der durchaus eine niedlich-tüffelig-charmante Art hat, aber manchmal.... uff.... da kann man sich für ihn, seine Art, sein Verhalten einfach nur in Grund und Boden schämen.



Seine Frau Erika hat es wirklich nicht immer leicht mit ihrem Butzele und seinen Sohn Markus kann ich manchmal gut verstehen, wenn der Vatter da schon mal aneckt. Allerdings ist der Ehemann von Erikas bester Freundin Annegret ein rotes Tuch für den Kluftinger - Doktor Langhammer!!! Und bei dem gehen im schon mal mehr als nur die Pferde durch....


Die Bücher spielen im Allgäu - der Kommissar arbeitet bei der Kripo Kempten - und da ich dort schon öfter im Urlaub war, fühl ich mich beim Lesen fast daheim. Der Schreibstil ist flüssig, die Charaktere sympathisch, manche etwas skurril *hüstel*, die Handlung ist gut durchdacht und richtig spannend und für einen Grinser und ein Lachen ist immer wieder Platz.


'Herzblut' war ein echtes Lesevergnügen und das Gute daran ist, das 'Grimmbart' schon zum Lesen bereitliegt. Wenn Ihr Spannend mit Skurril-Witzig mögt, dann dürfte diese Reihe das Richtige für Euch sein - ich würde allerdings bei 'Milchgeld' anfangen, damit man nichts verpasst :0)
 

Reihenfolge
1. Milchgeld
2. Erntedank
3. Seegrund
4. Laienspiel
5. Rauhnacht
6. Schutzpatron
7. Herzblut
8. Grimmbart
9. Himmelhorn


Viele Grüße von der Numi

Dienstag, 25. Oktober 2016

Rezension: Blaues Blut

von Felicitas Gruber, erschienen im Diana Verlag.

 
Erschienen am 13.07.2015
Taschenbuch, Broschur
304 Seiten
ISBN: 978-3-453-35850-8

Beschreibung laut Verlag
Hochsommer in München. Die Stadt glüht. Ebenso wie die neu erwachte Liebe zwischen der Rechtsmedizinerin Dr. Sofie Rosenhuth und Hauptkommissar Joe Lederer. Doch die Leiche einer alleinstehenden Adligen, verblutet in der eigenen Badewanne, verhindert, dass die beiden von einer zweiten Hochzeit träumen können. Zumal Sofies Verehrer, Charly Loessl, mit besagter Dame verheiratet war und nun ihre Hilfe braucht. Aber hat der smarte Polizeireporter noch mehr zu verbergen als seinen Adelstitel?

Rezension
Eigentlich ein ganz normaler Arbeitstag für Rechtsmedizinerin Sofie - Hauptkommissar Joe Lederer bittet sie zu einem Tatort. Eine Frau wurde tot aufgefunden - ermordet in ihrer Badewanne. Nichts besonders, außer vielleicht, dass es sich diesmal um eine adelige Tote handeln. Eine Frau von Loessl...Loessl... genau wie Sofies Verehrer Charly Loessl, aber der ist ja kein Adeliger... oder?

Genau das. Irgendwie hatte Charly seinen Adelstitel gar nicht erwähnt. Auch nicht, das er schon einmal verheiratet war. Bei der Toten handelt es sich nämlich tatsächlich um seine Ex-Frau. Und zur Krönung findet die Polizei auch noch Charlys Fingerabdrücke am Tatort, was ihn direkt zum Tatverdächtigen Nummer 1 auf Joes Liste macht.

Aber das kann doch gar nicht sein... Charly würde doch nie... er könnte doch gar nicht...oder etwa doch... nein, nicht Charly. Sofie kann und will nicht an seine Schuld glauben. Was bleibt ihr da anderes übrig, als sich auf seine Seite zu schlagen und sich auf die Suche nach Beweisen zu machen? Wobei es nicht gerade hilfreich ist, dass Charly plötzlich untertaucht...

Fazit
Dieses ist der dritte Teil um Rechtsmedizinerin Dr. Sofie Rosenhuth. Die ersten beiden Teile hatten mir ja schon sehr gut gefallen, aber ich glaub, der Dritte ist noch besser!

Vielleicht liegt es einfach daran, das einem die Charaktere so schnell ans Herz wachsen...Sofie, ihr Tante Vroni - die gerne mit der heiligen Mutter Gottes handelt, Murmel - der kleine Mops, der von allen... nein, diesmal von fast allen geliebt wird (wehe Burschi, wenn du mir zwischen die Finger kommst...!!!), ja selbst Sofies Chefin kann man etwas abgewinnen (obwohl man dafür schon eine Weile ernsthaft suchen muss).

Von daher ist natürlich auch Charly einer, den man mag und wenn so jemand dann plötzlich als Mörder gesucht wird.... uff, nein, davon bekommt man irgendwie Blutdruck ;0). Was ich damit sagen möchte: das Buch ist spannend und das von Anfang bis Ende. Der Schreibstil ist fluffig zu Lesen, die Geschichte gut durchdacht und trotz der Spannung kann man hier und da doch Grinsen, Lächeln und Lachen.

Ich freu mich schon auf den nächsten Ausflug nach München und ich muss sagen, das mir der bayrische Dialekt, der zwischendurch immer mal wieder 'gesprochen' wird, richtig gut gefällt (auch wenn ich da schon mal ein wenig langsamer Lesen muss ;0).

"Wenn...., na zoag i Eahna fei, wo der Bard an Most hoit, da drauf können S´ Eahna aber verlassen!"
*Hihi* - ja Tante Vroni ist auch manchmal wütend niedlich :0)

Also meine Empfehlung für die Serie habt ihr zu 100%!

Reihenfolge:
1. Die Kalte Sofie
2. Vogelfrei
3. Blaues Blut
4. Zapfig - erscheint im Februar 2017

Viele Grüße von der Numi

Sonntag, 16. Oktober 2016

Rezension: Rebecca

Digital remastered & neu abgetastet.
 

 
Erschienen am 27. Februar 2015
Produktionsjahr: 1940
FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: ca. 130 Min.
Bildformat: 1.37:1 S/W (Originalformat) 1080P

Sprache: Deutsch, Englisch DTS-HD 2.0 (Mono)
Anzahl Discs: 1
  
Beschreibung laut Cover
Maxim de Winter (Laurence Olivier) ist durch den plötzlichen und unerwarteten Tod seiner bezaubernden Frau Rebecca wie betäubt. Das ändert sich erst, als er im Urlaub in Monte Carlo eine junge und hübsche Gesellschafterin (Joan Fontaine) kennenlernt. Kurzentschlossen hält er um die Hand der jungen Frau an und nimmt sie daraufhin mit nach Manderley, seinem prachtvollen Anwesen an der Küste Cornwalls. Dort angekommen muss die frischgebackene Mrs. de Winter feststellen, dass die verstorbene Ehefrau in dem zwar prachtvollen aber auch düsteren Gemäuer noch allgegenwertig ist. Als die Leiche der ursprünglichen Mrs. de Winter gefunden wird, gerät Maxim unter Mordverdacht, der tief in seinem Herzen die Wahrheit über ihren Tod verborgen hält. Ist er der Mörder von Rebecca?

Rezension
Der Vater verstorben, nicht aus reichem Hause - was bleibt einer jungen Frau da anderes übrig, als sich als Gesellschafterin zu verdingen? Die Arbeit ist nicht immer angenehm, aber man kommt um die Welt. So lernt sie eines Tages durch Zufall den Witwer Maxim de Winter kennen.
 
Warum der reiche, gutaussehende charmante Mann seine Zeit ausgerechnet mit ihr verbringt, ist ihr zwar vollkommen schleierhaft, aber sie genießt jede Minute an seiner Seite. Und als er ihr unerwartet einen Heiratsantrag macht, kann sie ihr Glück kaum fassen.
 
Die Flitterwochen sind herrlich, Maxim ist ein wunderbarer Ehemann, das Leben ist ein Traum. Doch dann geht es nach England. Sie werden auf Manderley erwartet - Maxims prachtvollem Anwesen an der Küste Cornwalls. Dort lebte Rebecca, die erste Mrs. de Winter. Und anscheinend ist sie immer noch dort - für das Personal, für die Umgebung, für das Haus. In jedem Zimmer, in jedem Gegenstand - überall scheint Rebecca anwesend zu sein - die wunderschöne, bewundernswerte, heiß geliebte Rebecca.

Doch dann wird plötzlich ihre Leiche gefunden und Maxim gerät unter Verdacht seine Frau getötet zu haben. Kann das sein? Ist er wirklich ein Mörder?
 
Fazit
1938 wurde das Buch 'Rebecca' von Daphne du Maurier veröffentlicht und 1940 von Alfred Hitchcock verfilmt, wobei die Geschichte ganz dicht an der Buchvorlage bleibt. Was für einen Klassiker er damit gezaubert hat!

Der schwarz/weiß Film abends angeschaut, wenn es draußen bereits dunkel ist, bei dämmrigem Licht oder Kerzenschein... immer wieder ein Genuss. Vor allem Joan Fontain als zweite Mrs. de Winter spielt ihre Rolle der schüchternen, zurückhaltenden jungen Frau hervorragend. Über Mimik und Gestik vermittelt sie den Charakter ihrer Figur erstklassig.
 
Auch Judith Anderson verkörpert ihr Rolle der Haushälterin Mrs. Danvers einmalig - ich muss zugeben, dass dieses Weib mir auch heute noch eine Gänsehaut über den Rücken laufen lassen könnte, wenn ich nicht schon so groß wäre - buuuaaaa ;0)

(Schaut Euch mal das Foto der Beiden auf der Rückseite des Covers an - kann man da schon erahnen, was ich meine?)
 
Ich habe übrigens keine Ahnung, was digital remastered und neu abgetastet genau bedeutet, aber was ich weiß: es ist toll geworden. Den Film habe ich schon das ein oder andere Mal gesehen *hüstel*, aber noch nie in einer so guten Qualität. Hut ab - wirklich klasse gemacht!

Für mich ist dieser Film ein Hitchcock-Klassiker par excellence. Auch wenn er mittlerweile 76 Jahre alt ist (uff) hat er noch nichts von seiner Spannung und seinem Grusel verloren. Meine Empfehlung habt ihr zu 100%!

Ach ja: nein, die neue Mrs. de Winter hat wirklich keinen Namen in dem Film ;0)

Viele Grüße von der Numi

Samstag, 15. Oktober 2016

Rezension: Mord vor Drehschluss

von Rebecca Michéle, erschienen bei Goldfinch.
 
 
Erschienen am 29.09.2015
Taschenbuch
304 Seiten
ISBN: 978-3-940258-46-5
 
Beschreibung laut Verlag
Das beschauliche Lower Barton steht Kopf, denn die Hollywood-Diva und Oscar-Preisträgerin Miranda Stanforth hat sich angesagt. Im Herrenhaus Higher Barton wird der Roman „Rebecca“ von Daphne du Maurier mit Miranda in der Hauptrolle neu verfilmt, und selbst Mabel Clarence kann sich der Faszination der Schauspielerin nicht entziehen. Allerdings scheint der Star ein Geheimnis zu verbergen.
Als Miranda plötzlich spurlos verschwindet, deutet alles auf ein schreckliches Verbrechen hin. Mabel Clarence Spürsinn ist erneut gefragt, denn die Schauspielerin hatte nicht nur Freunde, und Motive, Miranda aus dem Weg zu räumen, gibt es zahlreiche.
  
Rezension
Higher Barton - das Herrenhaus von Mabel Clarence - wird oft vermietet. Für Veranstaltung, Lesungen, Hochzeiten, andauernd tummeln sich dort andere Leute. Aber dieses Mal ist es doch etwas Besonderes. Eine Filmcrew möchte den Roman 'Rebecca' von Daphne du Maurier neu verfilmen - mit Higher Barton als Manderley. Wenn das nicht mal aufregend ist!

Noch dazu, weil Miranda Standforth die Rolle der Mrs. Danvers spielen wird. Ja, DIE Miranda Stanforth, Hollywood-Diva und Oscar-Preisträgerin. Die Bewohner von Lower Barton sind gespannt, wie die Flitzebögen und selbst Mabel muss zugeben, dass sie etwas ... aufgeregt ist.

Doch schon bald schlägt die Vorfreude um, denn die Filmcrew ist alles andere als einfach zu händeln. Was vor der Kamera so harmonisch aussieht, sieht hinter den Kulissen ganz anders aus. Als dann auch noch Miranda verschwindet, steht alles Kopf und Mabel fragt sich....

Fazit
Zum fünften Mal war ich nun mit Miss Marple ... nein sorry, mit Miss Mabel in Cornwell unterwegs. Mit dabei natürlich auch wieder ihr bester Freund Victor Daniels, der kauzige Tierarzt des Dorfes, der allerdings dieses Mal sowohl Mabel als auch mir ein wenig Sorgen bereitet hat.
 
Was ich damit sagen will? Die Romanreihe ist mir richtig ans Herz gewachsen. Ich fühle mich wohl in Cornwell, bei den Beiden, mit Mabels Katze, Victors Paten'kind', dem Ehepaar Penrose, das sich um Higher Barton kümmert, mit Seargent Bourke, den Mabel an seine Oma erinnert und ja selbst Chefinspektor Randolph Warden gehört mit dazu - er hat es wirklich nicht leicht mit der neugierigen Mabel.
 
Obwohl dieser Teil Zeit braucht um ... warmzulaufen. Wenn er dann aber auf Temperatur kommt, ist es wieder spannend und kribbelnd dabei zu sein. Abgesehen davon fand ich es besonders toll, dass in diesem Buch ausgerechnet das Buch 'Rebecca' verfilmt werden soll. Das habe ich natürlich auch gelesen und den alten Film von 1940 - hachz - ich sage nichts, denn das ist eine andere Geschichte, die ein andermal erzählt werden soll... vielleicht morgen  ;0)
 
Wer Miss Marple mag, ist bei Miss Mabel auf jeden Fall richtig. Ich, für meinen Teil, freue mich schon auf 'Gestorben wird früher'.
 
Reihenfolge
1. Die Tote von Higher Barton
2. Der Tot schreibt mit
    Der Kürbismörder - Kurzgeschichte
3. Schatten über Allerby
4. Ein tödlicher Schatz
5. Mord vor Drehschluss
6. Gestorben wird früher
 
Viele Grüße von der Numi

Sonntag, 9. Oktober 2016

Rezension: The Finest Hours

 
Veröffentlichung am 18.08.2016
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 117 Min.
Bildformat: 16:9,  2.39:1
Sprache:
Deutsch: DTS-HD HR 5.1, Englisch: DTS-HD MA 7.1,
Italienisch: DTS Digital Surround 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Italienisch
Anzahl Discs: 1
8 717418 482237
© 2016 Disney
 
Beschreibung laut Filmverleih
Am 18. Februar 1952 trifft ein gewaltiger Sturm mit voller Wucht auf New England und lässt die Menschen an der Ostküste um ihr Leben bangen. Noch hilfloser sind die Schiffe auf See, darunter der Öltanker SS Pendleton, der vom Sturm buchstäblich auseinandergerissen wird. Über 30 Seeleute werden im Heck der schnell sinkenden SS Pendleton eingeschlossen. Als ranghöchster Offizier an Bord übernimmt Ray Sybert (CASEY AFFLECK) die Führung der verängstigten Mannschaft. Zur gleichen Zeit gibt der auf dem Festland wachhabende Offizier Daniel Cluff (ERIC BANA), kürzlich erst zum Stationschef der Küstenwache ernannt, den Befehl zu einer waghalsigen Rettungsmission. Obwohl die Chancen alles andere als gut stehen, stechen vier Männer unter Führung des Steuermanns Bernie Webber (CHRIS PINE) in einem hölzernen Rettungsboot mit kleinem Motor in See, um eisigen Temperaturen, 20 Meter hohen Wellen und einem wütenden Sturm zu trotzen und die Männer an Bord der SS Pendleton zu retten.
  
Rezension
1952. Ein Sturm tobt an der Ostküste bei New England. Der Öltanker SS Pendleton ist dem Meer hilflos ausgeliefert und wird einfach auseinandergerissen. Über 30 Seeleute warten auf ihr Ende - eingeschlossen im Heck des Schiffes, das langsam, aber sicher, sinkt.
 
Trotz der ausweglosen Situation, schickt der leitende Offizier der Küstenwache Daniel Cluff (Eric Bana) seine Leute raus auf eine Rettungsmission. Steuermann Bernie Webber (Chris Pine) wagt sich zusammen mit drei freiwilligen Kameraden hinaus in den Sturm um die Männer der SS Pendleton zu retten.


Während die Seeleute verzweifelt auf Rettung hoffen und die Menschen auf dem Festland sich vor dem Sturm zu schützen versuchen, kämpfen Webber und seine Männer um ihr Leben. 20 Meter hohe Wellen, keine funktionierende Navigation und das in einer Nussschale von Boot...


 
Fazit
Dieser Film ist wirklich bildgewaltig mit einer entsprechend guten Geräuschkulisse und doch... irgendetwas fehlt... etwas in Richtung Cayennepfeffer oder Chili vielleicht...
 
Obwohl die Schauspielerriege nicht die schlechteste ist - mit Chris Pine (der neue alte Captain Kirk), Erik Bana (Der Zeitreisende aus 'Die Frau des Zeitreisenden') oder Casey Affleck (Ocean 11, 12, 13) - erschienen mir die Figuren einfach ein wenig... blass und das lag nicht nur an der Kälte und dem ganzen Wasser.
  
Vielleicht lag es aber einfach auch nur daran, das Holliday Grainger (Webbers Verlobte) - trotz auszustehender Ängste mit vollkommen faltenfreier Stirn - mir überhaupt nicht zusagte. Weder ihr Schauspiel noch ihr Text gefielen mir. Ich muss zugeben... als sie einen bestimmten Satz zum vierten Mal in Folge aussprach, hätte ich ihr am liebsten die Fernbedienung an den Kopf geworfen.
  
Auf den Punkt gebracht: Ja, man kann sich den Film ansehen. Aber ich würde sagen, dass dieses eine Mal dann auch reicht. Er wird also nicht in meiner Sammlung landen.
 
Übrigens: der Film basiert auf einer wahren Begebenheit und nein, ich verrate natürlich nicht, wie es endet.
 
Viele Grüße von der Numi

Montag, 3. Oktober 2016

Rezension: Die Farben des Mörders

von Miriam Rademacher, erschienen im Carpathia Verlag.


Erschienen im Juli 2016
Klappenbroschur
304 Seiten
ISBN 978-3-943709-10-0
 
Beschreibung laut Verlag
Die »kleinen Gefälligkeiten«, die Ex-Tanzlehrer Colin von Pfarrer Jasper Johnson für verlorene Dartpartien auferlegt bekommt, sind ihm inzwischen fast zur lieben Gewohnheit geworden. Doch ausgerechnet Tanztherapiestunden? Für die Senioren in Hodge House? Immerhin ein Trost ist es da, dass er Jasper dazu verdonnern kann, am gleichen Ort Malstunden zu geben. Aber dann stolpert Colin am Rande des Seniorenheims über die nicht mehr ganz frische Leiche einer Frau. Doch wer von den alten Leuten könnte die Tote auf dem Gewissen haben? Und wird sich der Täter in den Tanz- und Malstunden verraten? Zusammen mit Jasper, seiner jungen Freundin Lucy und Krankenschwester Norma macht sich Colin auf die Jagd nach dem Mörder – auch wenn er findet, dass man sowas eigentlich der Polizei überlassen sollte. 
 
Rezension
Eigentlich hat sich Ex-Tanzlehrer Colin bereits damit abgefunden ständig gegen Pfarrer Jasper beim Dartspielen zu verlieren - und die Aufgaben, die ihm als 'Strafe' auferlegt werden, machen ihm im Grunde genommen meist auch Spaß. Aber dieses Mal.... Tanztherapiestunden für die Senioren in Hodge House.... Tanztherapie? ... Wie stellt sich Jasper das vor?... Im Kreis tanzen nach dieser grauenvollen Musik?
 
'Aber die Rache ist mein' sprach der Tanzlehrer und so landet auch Jasper in Hodge House mit dem Auftrag Malstunden zugeben - ausgerechnet Malen... wo doch sein künstlerisches Talent eher im ... nicht-kreativen Bereich liegt.
 
Als Jasper im Garten von Hodge House aber dann aus Versehen mal wieder über eine Leiche stolpert, ist ihr Aufenthalt bei den Senioren plötzlich gar nicht mehr so tragisch.
 
Im Gegenteil - selbst Norma, die kleinwüchsige Freundin der Beiden zeigt auf einmal reges Interesse ihnen zu helfen und gemeinsam machen sie sich daran herauszufinden, wer die Tote war und warum sie im Garten entsorgt wurde. Als 'Insider' kommt man schließlich viel besser an Informationen als die Polizei... oder etwa nicht?
 
Fazit
Genau, wie der erste Teil um das sympathische Trio 'Der Tanz des Mörders', bereitet einem auch der zweite Teil ein richtiges Lesevergnügen. Ruckzuck ist man in der Geschichte gefangen und es war mir eine Freude Colin, Jasper und Norma wiederzusehen.
Der Schreibstil ist fluffig leicht zu Lesen, die Charaktere liebevoll beschrieben und die Seiten fliegen nur so vorbei während man ein Schmunzeln im Gesicht trägt. Selbst den Themen Alter, Gebrechen und Vergesslichkeit kann man auf diese Art etwas abgewinnen.
 
Mir haben beide Teile sehr gut gefallen und ich kann sie nur empfehlen. Spannende Krimis mit einem guten Schuss Humor - so macht Lesen Spaß!
Reihenfolge
Der Tanz des Mörders
Die Farben des Mörders
 
Viele Grüße von der Numi 

Samstag, 1. Oktober 2016

Rezension: Es geschah in Schöneberg

von Susanne Goga, erschienen bei dtv.

 
Erschienen am 22.01.2016
Taschenbuch
336 Seiten
ISBN 978-3-423-21622-7
  
Beschreibung laut Verlag
Der fünfte Fall für Leo Wechsler
Berlin 1927. Bei einer Modenschau im ›Romanischen Café‹ werden zwei Vorführdamen verletzt: Ihre Kleider wurden mit einem Kontaktgift präpariert. Offenbar ein gezielter Anschlag gegen den Modesalon ›Morgenstern & Fink‹, den aufsteigenden Stern am Berliner Modehimmel. Steckt ein Konkurrent dahinter? Kurz darauf wird in Schöneberg ein Toter gefunden. In seiner Wohnung entdeckt man einen Prospekt des Modesalons. Leo Wechsler, inzwischen Oberkommissar bei der Berliner Kripo, nimmt die Ermittlungen auf.
   
Rezension
1927 in Berlin. Der frisch beförderte Oberkommissar Leo Wechsler und sein Kollege Robert Walther bekommen einen neuen Fall auf den Tisch. Anscheinend hat es jemand auf den noch jungen Modesalon 'Morgenstern & Fink' abgesehen - bei einer Modenschau verletzen sich zwei der Vorführdamen an den - mit einem Gift präparierten - Modellkleidern.

Als kurze Zeit später bei einem Mordopfer ein Katalog von 'Morgenstern & Fink' gefunden wird, stellt sich die Frage, ob die beiden Fälle eventuell zusammenhängen. Aber was könnte ein Mitarbeiter des Institutes für Sexualwissenschaft mit der Modebranche zu tun haben? Oder ist der Fund des Kataloges nur reiner Zufall? Und wer könnte es sowohl auf die Einen - wie auf den anderen abgesehen haben?

Wechsler und sein Team machen sich an Ihre Arbeit...

Fazit
Der fünfte Fall für Leo Wechsler - für mich der erste Fall mit ihm, aber definitiv nicht der Letzte!
 
Ich habe mich sofort ... wohl gefühlt in der Geschichte. Der Krimi ist gut recherchiert und spannend erzählt. Leo und sein Umfeld waren mir auf Anhieb sehr sympathisch - sowohl seine Kollegen als auch seine Familie mit Kind und Kegel.
 
Beim Lesen entstand für mich ein Berlin voller Hoffnung. Der erste Weltkrieg ist vorbei. Die Träume von einer schöneren Zukunft sind groß. Und doch... gibt es uniformierte Gruppen, die Leute angreifen und das ziemlich brutal... meist trifft es Juden...
 
Als Leser weiß man, was auf die Menschen zukam... aber sie wissen es noch nicht. Eigentümlich. Am liebsten möchten man Leo und die seinen warnen. Sie bitten, das Kommende irgendwie zu verhindern. Aber... ihre Zukunft ist unsere Vergangenheit... also schon besiegelt...
 
Trotzdem bin ich gespannt, wie es mit ihnen allen weitergeht. Noch ist erst 1927. Wer weiß, was noch alles auf sie zukommt - welche Fälle, welche Geschehnisse noch auf sie warten. Ich hoffe Susanne Goga hat noch vieles über Leo zu erzählen und ich werde auf jeden Fall dabei sein. Die vier vorherigen Fälle stehen bereits auf meiner Wunschliste.
 
Also meine Empfehlung habt ihr - ein spannender Krimi ganz ohne Computer, Handys und Großteils sogar ganz ohne Telefon - ja das waren noch Zeiten damals :0)
 
Reihenfolge
1. Leo Berlin
2. Tod in Blau
3. Die Tote von Charlottenburg
4. Mord in Babelsberg
5. Es geschah in Schöneberg
 
Viele Grüße von der Numi