Sonntag, 4. September 2016

Rezension: Der geilste Tag

 
   
Erscheinungsjahr: 2016
Warner Home Video
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 113 Min.
Bildformat: 16:9,  2.40:1
Sprache: Deutsch DTS-HD
5.1
Anzahl Discs: 1
    
Beschreibung laut Warner
Der kauzige, sehr ehrgeizige Pianist Andi und der Lebenskünstler Benno haben nur eines gemeinsam: Sie werden bald sterben – und landen deshalb im Hospiz, das sich aber bald als suboptimale letzte Lebensstation entpuppt. Also beschließen die beiden, den geilsten Tag ihres Lebens zu genießen: Weil sie bei ihrer sehr begrenzten Lebenserwartung keinen Knast fürchten müssen, reisen sie mit ergaunertem Geld nach Afrika. Doch der Trip ist für den hypochondrischen Andi anfangs ein Albtraum und auch für Benno eine große Herausforderung, da er sich zum ersten Mal seiner Vergangenheit stellen muss. Über lustige, tragische, dramatische und auch gefährliche Etappen führt das Abenteuer schließlich zu ihrem eigentlichen Ziel – nämlich die Erkenntnis, dass man sein Leben selbst in die Hand nehmen muss, um es nicht zu verpassen. 
 
Rezension
Andi ist Pianist, Blogger, ein junger Mann mit dem Wunsch, ein Zeichen auf der Welt zu hinterlassen. Benno dagegen ist eher ein Lebenskünstler, der mal Dieses und dann mal Jenes ausprobiert. Die Beiden lernen sich im Hospiz kennen. Nicht als Angestellte - nein beide sind Patienten im Endstadium, d.h. sie werden sterben und das in nicht weit entfernter Zeit.
  
   
Aber dort den ganzen Tag verbringen...? Nur an die jeweilige Krankheit denken...? Den Tod vor Augen...? Und das in jeder Sekunde des Tages...?
   

  
Benno ist sich sicher, dass das nicht der richtige Weg ist. Lieber Geld organisieren und noch einmal so richtig 'einen Drauf machen'. Das Leben genießen in all seiner Pracht. Durchatmen bis zum letzten Moment. Andi zögert zuerst... aber dann machen sich die Beiden gemeinsam auf den Weg mit ihrer neuen Mission: Den geilsten Tag zu erleben!
  

    
Fazit
Ich bin wirklich kein Fan von Matthias Schweighöfer (Andi) und seinen Filmen und von Florian David Fitz (Benno) hatte ich bisher auch noch nichts gesehen. Jetzt nachdem ich diesen Film gesehen, bin ich immer noch kein Fan von den Beiden, aber DER Film war mal richtig gut.
 
Unheilbare Krankheiten, Sterben, Hospize ... das sind ja nicht gerade Small-Talk-Themen und gehören eher in den sensiblen Bereich. Diesem Film ist es gelungen das ernste Thema aufzugreifen und mit Humor, Feingefühl und einem saftigen Schwung Freude am Leben zu würzen.
 
Ich habe gelacht - um nicht zu sagen losgeprustet, ich habe geweint, wie ein Schlosshund. Der Film hat mich berührt und eine Botschaft für mich hinterlassen. Genieße das Leben, mach Dir nicht zu viele Gedanken um Dich, sieh zu, dass Du später in der Umkleidekabine - dort, wo Du Deine Flügel bekommst, eine Menge toller Geschichten zu erzählen hast!
 
Ich kann Euch den Film nur empfehlen - nicht zu schwer, nicht zu leicht - einfach eine klasse Mischung in einem tollen deutschen Film - der auf Glorifizierung, Schönheit und sonstige Ideale einfach verzichtet und das wirklich Wichtige des Lebens in den Mittelpunkt stellt.
 
Viele Grüße von der Numi

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