Montag, 11. Juli 2016

Rezension: Totensonntag

von Andreas Föhr, erschienen bei Knaur.


Erschienen am 01.10.2014
Klappenbroschur
400 Seiten
ISBN: 978-3-426-51295-1
  
Beschreibung laut Verlag
Im Herbst 1992 ist Clemens Wallner frischgebackener Kriminalkommissar. Bei einem Besäufnis auf einer Berghütte am Tegernsee, zu dem Kreuthner ihn mitgenommen hatte, geraten beide in eine Geiselnahme. Dabei erfährt Wallner von einer dramatischen Geschichte, die sich in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs ereignet hat und die Kreuthner alias »Leichen-Leo« den Hinweis zur Entdeckung seiner ersten Toten liefert: ein Skelett in einem edelsteinbesetzten Sarg mit einer Kugel im Schädel …
 
Rezension
1992 - Durch eine ... Art Notsituation landet Kreuthner mit einem Gefangenen zum 'Austrinken' auf einer Berghütte. (Die renovieren in diesem Herbst alles und die Getränke müssen daher weg und da bezahlt man nur 10 Mark und schließlich hätte der Kreuthner eigentlich frei gehabt und hat sich doch schon so gefreut auf diesen Abend und gefährlich - nee gefährlich ist der Nissl, also der Gefangene, eigentlich nicht, aber dafür trinkt er auch gerne mal ein Bier.)
 
Leider artet das Ganze auf der Hütte dann etwas aus und es kommt tatsächlich zu einer Notsituation, aber dadurch bekommt Kriminalkommissar Clemens Wallner - 24 Jahre jung - einen Hinweis zu einer versteckten Leiche - angeblich in einem Glassarg, wie Schneewittchen. Sehr unwahrscheinlich, aber kontrolliert werden muss es ja trotzdem.
 
Und tatsächlich finden Wallner und Kreuthner ein Skelett - mit einem Einschussloch im Schädel....
 
Fazit
Dieses ist der fünfte Fall um die beiden Ermittler, der aber zeitlich den ersten Fall dieses Teams erzählt. Erzählt wird die Geschichte in zwei Handlungssträngen: zum einen im jetzt - also 1992 und zum anderen im Jahr 1945, kurz vor dem Ende des zweiten Weltkrieges. Föhr gelingt es die beiden Stränge nebeneinander laufen zu lassen und zum Schluss logisch rund zusammenzuführen.

Der Schreibstil ist flüssig, die Charaktere sehr gut beschrieben, der Spannungsbogen spannt sich vom Anfang der Geschichte bis zum Schluss durch und doch muss man an einigen Stellen wirklich herzhaft lachen, was nicht zuletzt an dem Herrn Kreuthner liegt, der auch schon damals ein echter ... im Ruhrgebiet würde man ihn als Schaluppi bezeichnen - also ...ein gerissenes Schlitzohr, war.

Also: ein spannender, gut durchdachter Kriminalroman mit Humor, etwas Mundart und Lokalkolorit
- ja ich glaube, das trifft es ganz gut.

Mir gefällt die Reihe um den Herrn Kreuthner und dem Wallner!

Reihenfolge
(2) Der Prinzessinnenmörder
(3) Schafkopf
(4) Karwoche
(5) Schwarze Piste
(1) Totensonntag
(6) Wolfsschlucht

Viele Grüße von der Numi

Kommentare:

  1. Hallo Numi!
    Hört sich mal wieder spannend an! Als ich den Titel gelesen habe, musste ich an Kathy Reichs denken. Da gibt es einen Roman/Krimi/Thriller, der "Totenmontag" heißt. Kennst du die Reihe von ihr? Es ist quasi die Romanvorlage für die TV-Serie "Bones" und auch extrem zu empfehlen.
    LG, Rike

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    1. Die Serie von Kathy Reichs hab ich schon hier liegen, aber hab noch keinen davon gelesen - dafür hab ich aber alle Staffeln von Bones gesehen - ist ja schon mal ein Anfang ;0)
      LG von der Numi

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  2. Ja, die Föhr-Romane habe ich auch alle verschlungen, die sind alle sehr spannend. Kennst du schon 'Eisenberg'? Kommt leider nicht an die Alpenkrimis heran, aber ist auch nicht schlecht. Ich hoffe aber auf Fortsetzungen vom Wallner - Kreuthner Duo (und seinem Papa! :D).

    Glg
    Claudia

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