Samstag, 23. Juli 2016

Rezension: Das magische Fenster im Bild

von Jolanta Lieser, erschienen im Renaissance Verlag Marburg.


Erschienen am 06. November 2015
Gebundene Ausgabe
172 Seiten
ISBN-Nr.: 978-3-939442-93-6 

Beschreibung laut Verlag
Kara kommt wieder einmal frustriert von der Schule nach Hause und befürchtet, daß die Ferien äußerst langweilig werden… Ihre Eltern sind wie so oft nicht im Hause, und als sie Wieder einmal allein in ihrem Zimmer an die Wand schaut, entdeckt sie plötzlich ein Fenster in einem wunderschönen Bild. Und damit beginnt eine spannende Reise in eine andere Welt, in der Kara die Hauptrolle spielt. Die Schulferien werden alles andere, nur nicht langweilig. 

Rezension
Die Osterferien stehen an und das einzige Kind auf der Welt, das sich nicht darüber freut ist Kaya - zumindest hat sie das Gefühl, als wenn es so wäre. Ihre Freundinnen fahren alle fort, die Eltern haben eh keine Zeit für sie und Geschwister hat sie keine. Das bedeutet Langeweile - tagein, tagaus.

Als Kaya am letzten Schultag vollkommen frustriert nach Hause kommt, erwartet sie dort allerdings eine Überraschung. Im Wohnzimmer hängt ein neues Bild und... was ist das? Der gemalte Zwerg auf dem Bild, der dort neben dem gemalten Fenster steht, spricht mit Kaya... WAS? - Ja tatsächlich und nicht nur das. Er behauptet, die Welt, die sich hinter dem Fenster verbirgt, bräuchte ihre Hilfe.

Kann das alles wahr sein? Aber was hat Kaya zu verlieren - außer langweiligen Ferien? Und so stürzt sich das Mädchen in die Abenteuer, die hinter dem Fenster auf sie warten...

Fazit
Das Buch ist in 5 Kapitel unterteilt und jedes davon ist mit einer schönen Illustration verziert. Die schnörkeligen Überschriften für die einzelnen Unterkapitel sehen toll aus; die Schriftart für Kinder ist gut gewählt (natürlich auch für Vorleser ;0)

Das Cover gefällt mir optisch sehr gut- in Türkis mit dem reizenden Bild - genau mein Geschmack. Allerdings fiel mir bei der Beschreibung auf der Rückseite direkt ein Schreibfehler auf
 
"Und damit beginnt eine spannende Reise in, in der Kaya die Hauptrolle spielt"

Autsch - und das auf dem Einband - das tut weh. Darunter der Preis von 14,95 Euro und man weiß nicht, ob das Buch von innen auch mit der Rechtsschreibung hadert. Im Buchgeschäft würde es mich wahrscheinlich eher nicht zum Kauf animieren :(


Im Buch selber sind mir keine größeren Fehler begegnet, aber mir fällt es immer sofort auf, wenn das gleiche Wort mehrfach in einem kurzen Abstand verwendet wird.
 

Ein Beispiel:
In diesem Garten war so vieles zu entdecken, dass das Mädchen nicht wusste, wo sie zuerst hinschauen sollte. Erst Minuten später entdeckte sie unter einem riesigen rosa blühenden Kirschbaum einen dreieckigen Tisch.

Oder:

Kaya wusste nicht, was sie sagen sollte.
Eigentlich konnte sie nichts sagen.

Wenn ich so etwas sehe, komme ich direkt aus dem Lesefluss - ist wahrscheinlich ein Tick von mir. Aber die deutsche Sprache ist so kreativ und voller Möglichkeiten, dass ich es schade finde, wenn sie nicht genutzt werden.

Statt ein zweites Mal - so kurz hintereinander 'entdecken' zu nutzen, wären doch auch 'stieß sie auf', 'sah sie', ''nahm sie ... wahr', 'fiel ihr ... auf' etc. möglich gewesen, anstelle von 'sagen' vielleicht 'sprechen' oder 'reden'.

Kurz vor dem Ende des Buches hat mich auch dieser Satz ganz aus dem Konzept gebracht:
'Doch sogleich musste sie das Mädchen wieder loslassen, weil der Sternenstaub am Wegfliegen war.'
So wurde ich beim Lesen ab und an kurz ausgebremst. Allerdings hat mir die Idee des Buches doch so gut gefallen, dass ich es durchgelesen haben. 
Das ist also eines der Bücher bei dem ich ein wenig hin und her gerissen bin. Eine gute Idee, die - für meinen Geschmack - ein wenig mehr Feinschliff vertragen hätte - ich denke, das passt!
Viele Grüße von der Numi 

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