Samstag, 30. Juli 2016

Rezension: Sharj und das Wasser des Lebens

von Audrey Harings, BoD - Books on Demand.


Erschienen am 07. Juni 2016
Taschenbuch
244 Seiten
ISBN-13: 978-3741208614
Altersempfehlung: 8 - 12 Jahre

Beschreibung laut Buchrücken
Für Sharj ist es ein Tag wie jeder andere. Doch plötzlich ist sie mit ihrem Freund José in einer vollkommen anderen Welt. Dort soll sie den König retten. Als Elfe und Drache stürzen die beiden von einem Abenteuer in das nächste und müssen gegen böse Wesen kämpfen. Der Drache wird entführt, da ist es gut, dass Sharj, die Elfe, bereits zwei Freunde gefunden hat, die ihr helfen möchten, José aus den Fängen der bösartigen Stumps zu befreien. Während Sharj sich in dieser fantastischen Welt behauptet, schmieden ihre Pflegeeltern einen teuflischen Plan, um Sharj für immer loszuwerden.

Rezension
Sharj - ein liebes, nettes, hilfsbereites 15jähriges Mädchen - ist ein Waisenkind. Ihre Eltern starben vor zwei Jahren bei einem Unglück und seitdem lebt sie bei Ihrer Pflegefamilie Claudia, Otto und deren Tochter Mona.

Als Sharj mit Ihrem besten Freud Jose unterwegs ist, geraten die beiden plötzlich in ein unglaubliches Abenteuer. Sie finden sich in einer anderen Welt wieder - Sharj als Elfe und Jose als Drache. Ihr Auftrag dort ist es, den kranken König zu retten, dessen Feinde es gar nicht abwarten können, dass er stirbt und sie sein Königreich erobern können.

Während die beiden mit ihrer Rettungsaktion beschäftigt sind, geht das Leben in der realen Welt weiter. Und da braut sich Etwas gegen Sharj zusammen. Ihre Pflegeeltern mögen das Geld, das auf Sharj zu ihrem 18. Geburtstag wartet, weitaus lieber als das Mädchen selbst. Es wäre doch zu schade, wenn Claudia und Otto wieder arbeiten müssten um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Viel schöner wäre es doch, wenn Sharj verschwinden würde und das Erbe ihre Eltern den Beiden zufallen würde. Ein böser Plan nimmt Gestalt an....

Fazit
Das Buch selber ist sehr schön gestaltet. Zu Beginn findet man kleine Zeichnungen zu den einzelnen Charakteren. Fast jedes der 40 Kapitel startet mit einer schönen Illustration, die zum jeweiligen Inhalt des Geschriebenen passt.


Die Kapitel sind zumeist recht kurzgehalten, sodass sie sich sowohl zum Lesen als auch zum Vorlesen sehr gut eignet. Der Schreibstil ist flüssig, die Geschichte einfach und kindgerecht und doch fantasievoll gehalten.

Die Altersangabe von 8 - 12 dürfte stimmig sein, obwohl es natürlich 12-jährige Kinder geben wir, denen es zu wenig Action enthält, genauso 8-jährige Kinder, denen Ottos angehender Plan zu grausam sein wird... was er ja auch ist!

Mir selber hat das Buch gut gefallen - die Bilder und auch die Geschichte empfand ich ansprechend - obwohl ich ja nun sehr weit außerhalb der Zielgruppe zu finden bin *hüstel*. Trotzdem wäre auch ich für einen zweiten Teil zu haben - schließlich möchte auch ich wissen, wie Otto und Claudia scheitern (das müssen sie schließlich) und wie es mit Sharj und Jose weiter geht - denn ich könnte mir vorstellen, dass es noch einige Abenteuer zu bestehen gilt! Ich bin gespannt ;0)

Viele Grüße von der Numi

Sonntag, 24. Juli 2016

Rezension: Mord in der Villa Mafiosa

von Michaela Küpper & Marlies Müller, erschienen bei Gmeinder.


Erschienen im Juli 2016
EAN 4260220581581

Beschreibung laut Verlag
Schlemmen, spielen & ermitteln  Mord in der Villa Mafiosa! Wer hat den 'Saucenpapst' Enrico Fratinelli auf dem Gewissen? Schlüpfen Sie in die Rollen von Corleone & Co. und ermitteln gemeinsam mit bis zu 7 Gästen den Mörder. Sie dürfen kombinieren, stänkern und spionieren, was das Zeug hält! Und da für echte Ma?osi ein gutes Essen in jeder Lebenslage dazugehört, verraten sie Ihnen sogar ihre Lieblingsrezepte: Für SIGNOR CORLEONES Öhrchennudeln würde manch einer freiwillig sterben ... SCHWESTER IGNATIAS Priesterwürger lassen nicht nur Nonnen kriminell werden ... TANTE HELGAS Limoncello ist glatt schutzgeldverdächtig ... Laden Sie Ihre Gäste zum italienischen Schlemmerbuffet und mörderisch guter Unterhaltung beim perfekten Krimi-Event! Inkl. Kochbuch »Italien. Kochen mit Corleone & Co.« (ca. 100 Seiten)

Rezension
Ein Kochbuch inclusive eines Krimispiels? Ich esse gerne - auch italienisch, ich mag Kochbücher, ich liebe Krimis - also für mich hört sich die Kombination sehr gut an - von daher musste ich es einfach ausprobieren!

Als das Buch ... das Spiel... egal... das Päckchen hier ankam, habe ich es erst einmal in Ruhe ausgepackt.

Enthalten sind
- 48 Spielkarten
- 4 Gastgeberkarten
- 7 Einladungskarten
- 7 Geheimakten
- 1 Kochbuch »Italien. Kochen mit Corleone & Co.« inkl. Spielanleitung

Okay - ich habe mir alles durchgelesen und fand die Idee richtig klasse und da der Gastgeber schon weiß, wer der Täter ist - habe ich mir diesen Job direkt mal unter den Nagel gerissen, meinen Göga informiert und das Ganze geplant um es auf Herz und Nieren zu prüfen :0)

Um die Fragezeichen auf Eurer Stirn zu beseitigen - erkläre ich Euch am besten mal, um was es geht.

Die Geschichte ist folgende: man lädt 7 Personen zum Essen ein - man selbst ist Gastgeber - also Nummer 8. Die Gäste erhalten die Einladungskarten mit einer jeweiligen Geheimakten. In dieser Akte sind Angaben zu Ihrer eigenen Person: Wer sie sind, wie sie mit den anderen Gästen verbandelt sind, wie sie sich verhalten etc. So kann sich jeder auf seine Rolle an dem Abend vorbereiten.

Der Gastgeber hat durch das Kochbuch die Möglichkeit wunderschöne Rezepte auszusuchen und ein leckeres italienisches Essen vorzubereiten. Vieles davon eignet sich prima für ein Buffet, den kurz nach der Ankunft der Gäste wird einer von Ihnen - Nummer 9 - tot aufgefunden - ermordet - und der Täter muss einer der Gäste sein!!!

(Hier erschallt jetzt spannende Musik - wie z.B. bei Edgar Wallace oder so ;0)

Das heißt also - es gilt den Täter unter den Gästen zu ermitteln und ob da die Zeit bleibt in Ruhe zu dinieren ist fraglich - da eignet sich ein Buffet mit Fingerfood hervorragend!

Jeder Mitspieler erhält vorab 6 Spielkarten mit seinen Regieanweisungen. Welche Fragen sollte man wem stellen, welche Vorhaltung machen, welche Gerüchte verstreuen etc. Und am Ende des Abends...bzw. des Spiels hat jeder Gast die Möglichkeit seinen Mörder-Tipp abzugeben - natürlich auch der Täter selbst, denn er/sie/es ist immerhin einer der geladenen Gäste...!!!

Fazit
Mir hat 'Mord in der Villa Mafiosa' richtig gut gefallen. Man braucht natürlich entsprechende Gäste, die gerne mitspielen. Insgesamt sitzt man mit 8 Personen am Tisch - allerdings reichen auch 5 Personen, wenn der ein oder andere eine Doppelrolle übernimmt ;0)

Da jeder Improvisationsvorschläge für seine Rolle in der Geheimakte geliefert bekommt und seine eigenen Marotten kennt, kann das Ganze ein richtig lustiger gelungener Abend werden - ach ja und DAS auch noch mit leckerem italienischen Essen!

Und weil die Jungs und Mädels vom Gmeiner-Verlag absolut nett sind, habe ich doch tatsächlich auch noch ein Verlosungsexemplar für meine Leser zur Verfügung gestellt bekommen. Ist das nicht klasse?

Dieses Mal läuft die Verlosung allerdings über meine Facebookseite - bisher war es ja immer über den Blog. Werde jetzt immer mal bei den Verlosungen abwechselnd - soll ja gerecht sein. Wer mag, kann allerdings gerne rüber springen und dort mitspielen!

https://www.facebook.com/NuminalasBuchSeite/

Toi toi toi und viele Grüße von der Numi -
auch Toni Travoni genannt, der Gastgeber, bei dem schon mal ein Mord geschieht ;0)

Samstag, 23. Juli 2016

Rezension: Das magische Fenster im Bild

von Jolanta Lieser, erschienen im Renaissance Verlag Marburg.


Erschienen am 06. November 2015
Gebundene Ausgabe
172 Seiten
ISBN-Nr.: 978-3-939442-93-6 

Beschreibung laut Verlag
Kara kommt wieder einmal frustriert von der Schule nach Hause und befürchtet, daß die Ferien äußerst langweilig werden… Ihre Eltern sind wie so oft nicht im Hause, und als sie Wieder einmal allein in ihrem Zimmer an die Wand schaut, entdeckt sie plötzlich ein Fenster in einem wunderschönen Bild. Und damit beginnt eine spannende Reise in eine andere Welt, in der Kara die Hauptrolle spielt. Die Schulferien werden alles andere, nur nicht langweilig. 

Rezension
Die Osterferien stehen an und das einzige Kind auf der Welt, das sich nicht darüber freut ist Kaya - zumindest hat sie das Gefühl, als wenn es so wäre. Ihre Freundinnen fahren alle fort, die Eltern haben eh keine Zeit für sie und Geschwister hat sie keine. Das bedeutet Langeweile - tagein, tagaus.

Als Kaya am letzten Schultag vollkommen frustriert nach Hause kommt, erwartet sie dort allerdings eine Überraschung. Im Wohnzimmer hängt ein neues Bild und... was ist das? Der gemalte Zwerg auf dem Bild, der dort neben dem gemalten Fenster steht, spricht mit Kaya... WAS? - Ja tatsächlich und nicht nur das. Er behauptet, die Welt, die sich hinter dem Fenster verbirgt, bräuchte ihre Hilfe.

Kann das alles wahr sein? Aber was hat Kaya zu verlieren - außer langweiligen Ferien? Und so stürzt sich das Mädchen in die Abenteuer, die hinter dem Fenster auf sie warten...

Fazit
Das Buch ist in 5 Kapitel unterteilt und jedes davon ist mit einer schönen Illustration verziert. Die schnörkeligen Überschriften für die einzelnen Unterkapitel sehen toll aus; die Schriftart für Kinder ist gut gewählt (natürlich auch für Vorleser ;0)

Das Cover gefällt mir optisch sehr gut- in Türkis mit dem reizenden Bild - genau mein Geschmack. Allerdings fiel mir bei der Beschreibung auf der Rückseite direkt ein Schreibfehler auf
 
"Und damit beginnt eine spannende Reise in, in der Kaya die Hauptrolle spielt"

Autsch - und das auf dem Einband - das tut weh. Darunter der Preis von 14,95 Euro und man weiß nicht, ob das Buch von innen auch mit der Rechtsschreibung hadert. Im Buchgeschäft würde es mich wahrscheinlich eher nicht zum Kauf animieren :(


Im Buch selber sind mir keine größeren Fehler begegnet, aber mir fällt es immer sofort auf, wenn das gleiche Wort mehrfach in einem kurzen Abstand verwendet wird.
 

Ein Beispiel:
In diesem Garten war so vieles zu entdecken, dass das Mädchen nicht wusste, wo sie zuerst hinschauen sollte. Erst Minuten später entdeckte sie unter einem riesigen rosa blühenden Kirschbaum einen dreieckigen Tisch.

Oder:

Kaya wusste nicht, was sie sagen sollte.
Eigentlich konnte sie nichts sagen.

Wenn ich so etwas sehe, komme ich direkt aus dem Lesefluss - ist wahrscheinlich ein Tick von mir. Aber die deutsche Sprache ist so kreativ und voller Möglichkeiten, dass ich es schade finde, wenn sie nicht genutzt werden.

Statt ein zweites Mal - so kurz hintereinander 'entdecken' zu nutzen, wären doch auch 'stieß sie auf', 'sah sie', ''nahm sie ... wahr', 'fiel ihr ... auf' etc. möglich gewesen, anstelle von 'sagen' vielleicht 'sprechen' oder 'reden'.

Kurz vor dem Ende des Buches hat mich auch dieser Satz ganz aus dem Konzept gebracht:
'Doch sogleich musste sie das Mädchen wieder loslassen, weil der Sternenstaub am Wegfliegen war.'
So wurde ich beim Lesen ab und an kurz ausgebremst. Allerdings hat mir die Idee des Buches doch so gut gefallen, dass ich es durchgelesen haben. 
Das ist also eines der Bücher bei dem ich ein wenig hin und her gerissen bin. Eine gute Idee, die - für meinen Geschmack - ein wenig mehr Feinschliff vertragen hätte - ich denke, das passt!
Viele Grüße von der Numi 

Dienstag, 19. Juli 2016

Rezension: Bones

Die Knochenjägerin - Staffel 01 - 10



Rezension
Dr. Temperance Brennan - genannt Bones - arbeitet als forensische Anthropologin am 'Jeffersonian Institute in Washington'. Ihrer Abteilung obliegt die Identifikation der Überreste von Kriegsopfern.

Als der FBI-Agent Seeley Booth Bones um Mithilfe bei einem Skelletfund bittet, erkennt er sehr schnell, das die Fachfrau in dem Skelett weitaus mehr sieht als er. Es handelt sich nicht nur um einen Haufen Knochen. Bones kann das Geschlecht, das Alter, den Todeszeitpunkt, die Todesart und sogar das Hobby des Leichnams bestimmen.


Aus der ersten erfolgreichen Zusammenarbeit entsteht eine dauerhafte Partnerschaft - wie man an den mittlerweile zehn Staffeln sieht - zwischen dem Jeffersonian und dem FBI bzw. zwischen Bones, ihrem Team und Booth

Das Jeffersonian-Team besteht aus Dr. Brennan - einer... nein DER forensischen Anthropologin schlechthin. Hochintelligent, begnadet, nebenbei Schriftstellerin von Kriminalromanen und so etwas von inkompetent, was das Sozialverhalten angeht, das man oftmals vor Fremdscham errötet oder einfach nur weglaufen möchte ;0)



Dr. Camille Saroyan, die Leiterin der forensischen Abteilung und Gerichtsmedizinerin, ist eher ... die Fleischfachfrau, d.h. ... solange die Knochen... noch nicht... gesäubert wurden ... also entweder... durch ... Verwesung oder eine... entsprechende Behandlung... - darauf gehe ich jetzt mal nicht näher ein.

Dr. Hodgins ist Entomologe - außerdem Geologe und Mineraloge - also laut Booth ist er ist der Käfermann, der sich mit auch Dreck auskennt. Dazu ist er auch noch ein Verschwörungstheoretiker, wie er im Buche steht. Er wittert immer und überall hinterhältige Verschwörungen und ist, einmal in Fahrt, kaum zu bremsen.

Angela Montenegro ist sowohl Künstlerin, als auch Computerfachfrau und zum Glück Brennans beste Freundin. Ihr gelingt es, Brennan und auch Hodgins immer wieder auf den Boden zu holen mit ihrer locker-leichten Art. Allerdings ist sie auch sehr sensibel und hat an vielen Fällen schwer zu kämpfen - entweder mit dem Herz oder mit dem Magen - was ich durchaus nachvollziehen kann *schluck*.

Dazu kommen noch einige Assistenten, wobei mir persönlich immer noch der Erste am besten gefallen hat - Dr. Zack Addy - ein 22 Jahre junges Wunderkind, dessen Sozialverhalten ebenfalls.... unausgereift ist *hüstel*. Trotzdem habe ich ihn sofort ins Herz geschlossen und manchmal fehlt er mir immer noch... seufz....


Die Assistenten haben jeweils ihre eigene ... Art. Clark Edison versucht Privates und Dienstliches strikt zu trennen, Colin Fisher ist 'leicht' depressiv, Vincent Nigel-Murray erzählt zu viel nicht-Fall-relevantes ist, bei Daisy Wick wünsche ich mir manchmal die Möglichkeit, die Batterien herauszunehmen etc. etc. etc. - mal ist der Eine dabei, mal der Andere und auch mal mehrere gleichzeitig und jeder gehört mit dazu (und doch fehlt mir Zack :0).

Dazu kommt noch ein Psychologe - Dr. Lance Sweets, der sich um Probleme innerhalb des Teams, der einzelnen Mitarbeiter, aber auch um Täterprofile kümmert - nicht immer ein leichter Job. Weder für ihn - noch für die anderen ;0)


Mittlerweile sind schon zehn Staffeln der Serie auf dem deutschen Markt erhältlich und mir haben sie bisher alle gefallen. Manchmal muss ich zwar tief Luft holen und ich habe mir angewöhnt am Anfang der einzelnen Folgen eher wegzugucken - jaja - ich weiß - ich bin ein Weichei, aber Leichen, die mich eher an Kesselgulasch oder Tomatenpesto erinnern, sind einfach nicht mein Fall.

Zwischendurch trifft man immer wieder mal auf bekannte Gesichter - z.B. Angelas Vater oder Booths Psychologe, der ihm bei seinem Clownproblem hilft :0)

Ansonsten habe ich schon viel gelacht und auch ein, zwei Mal geheult, wie ein Schlosshund, habe mitgefiebert und ja - nach der ersten Folge der zehnten Staffel habe ich auch mal eine kurze Pause eingelegt - denn damit hatte ich nicht gerechnet...

Ich freue mich schon sehr auf die elfte Staffel und auch auf die verkürzte zwölfte, mit der die Serie beendet werden soll. Einerseits schade, aber wenn es gut gemacht wird, muss es wohl irgendwann einmal soweit sein ... seufz.

Ich wünsche Euch viel Vergnügen beim ansehen - ab 16! - Meine Empfehlung habt Ihr!

Viele Grüße von der Numi, die nach Möglichkeit nichts verrät ;0)

Freitag, 15. Juli 2016

Rezension: Wolfsschlucht

von Andreas Föhr, erschienen bei Knaur.


Erschienen am 01.07.2016
Klappenbroschur
400 Seiten
ISBN: 978-3-426-51296-8
  
Beschreibung laut Verlag
Ende April am Tegernsee: Kommissar Clemens Wallner ermittelt in gleich zwei mysteriösen Fällen: Ein Bestattungsunternehmer versinkt mitsamt seinem Leichenwagen in der Mangfall, während gleichzeitig eine junge Frau verschwindet. Ihr Wagen wird kurz darauf im Gebirge gefunden – aufgespießt von einem Maibaum. Im Lauf der Ermittlungen stellt sich heraus, dass beide Ereignisse auf eigenartige Weise zusammenhängen – und dass bei beiden Wallners anarcho-bayerischer Kollege Leonhardt Kreuthner seine Finger im Spiel hat, dem diesmal ein genialer Plan für einen Maibaumklau aus dem Ruder gelaufen ist.

Rezension
Der Leichen-Leo ist wieder unterwegs - so wird der Polizeibeamte Kreuthner schon genannt, weil er ständig über Tote stolpert. Dieses Mal handelt es sich um den Bestatter Scheffler, aber Kreuthners Reaktion auf seinen Fund ist schon merkwürdig... er sollte es doch bereits gewohnt sein...

Als er dann auch noch den Wagen der vermissten Bianca Stein entdeckt - aufgespießt auf einen Maibaum, stellt sich für Kommissar Wallner nicht nur die Frage, was mit Scheffler passiert ist, sondern auch, wo Frau Stein abgeblieben ist.

Die beiden Fälle sorgen für jede Menge Arbeit für Wallner und sein Team. Und auch der Herr Kreuthner ist höchst motiviert, sie dabei zu unterstützen. Dieses Mal hat er den Bogen schon sehr weit überspannt... da kann es nicht schaden, sich im allerbesten Licht zu präsentieren. 


Fazit
So muss ein Krimi für mich sein:

vom Anfang bis zum Ende spannend,
gut durchdacht - intelligent gemacht,
zwischendurch auch mal gerne Etwas zum Grinsen bzw. zum Lachen (ist kein Muss, aber gut)
mit unerwarteten Wendungen,
in einem flüssigen Schreibstil geschrieben,
nach Möglichkeit eine Reihe - damit ich beim Lesen Bekannte und Freunde wiedersehe...lese,

Er sollte mir rundherum Lesespaß bereiten, sodass es mir schwerfällt, das Buch zwischendurch aus der Hand zu legen - Ja, das ist es auf den Punkt gebracht!

Dann klappt es auch mit der vollen Punktzahl - so, wie hier:
5 von 5 Sternchen für das Team Wallner/Kreuthner
:0)

Reihenfolge
(2) Der Prinzessinnenmörder
(3) Schafkopf
(4) Karwoche
(5) Schwarze Piste
(1) Totensonntag
(6) Wolfsschlucht

Viele Grüße von der Numi

Montag, 11. Juli 2016

Rezension: Totensonntag

von Andreas Föhr, erschienen bei Knaur.


Erschienen am 01.10.2014
Klappenbroschur
400 Seiten
ISBN: 978-3-426-51295-1
  
Beschreibung laut Verlag
Im Herbst 1992 ist Clemens Wallner frischgebackener Kriminalkommissar. Bei einem Besäufnis auf einer Berghütte am Tegernsee, zu dem Kreuthner ihn mitgenommen hatte, geraten beide in eine Geiselnahme. Dabei erfährt Wallner von einer dramatischen Geschichte, die sich in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs ereignet hat und die Kreuthner alias »Leichen-Leo« den Hinweis zur Entdeckung seiner ersten Toten liefert: ein Skelett in einem edelsteinbesetzten Sarg mit einer Kugel im Schädel …
 
Rezension
1992 - Durch eine ... Art Notsituation landet Kreuthner mit einem Gefangenen zum 'Austrinken' auf einer Berghütte. (Die renovieren in diesem Herbst alles und die Getränke müssen daher weg und da bezahlt man nur 10 Mark und schließlich hätte der Kreuthner eigentlich frei gehabt und hat sich doch schon so gefreut auf diesen Abend und gefährlich - nee gefährlich ist der Nissl, also der Gefangene, eigentlich nicht, aber dafür trinkt er auch gerne mal ein Bier.)
 
Leider artet das Ganze auf der Hütte dann etwas aus und es kommt tatsächlich zu einer Notsituation, aber dadurch bekommt Kriminalkommissar Clemens Wallner - 24 Jahre jung - einen Hinweis zu einer versteckten Leiche - angeblich in einem Glassarg, wie Schneewittchen. Sehr unwahrscheinlich, aber kontrolliert werden muss es ja trotzdem.
 
Und tatsächlich finden Wallner und Kreuthner ein Skelett - mit einem Einschussloch im Schädel....
 
Fazit
Dieses ist der fünfte Fall um die beiden Ermittler, der aber zeitlich den ersten Fall dieses Teams erzählt. Erzählt wird die Geschichte in zwei Handlungssträngen: zum einen im jetzt - also 1992 und zum anderen im Jahr 1945, kurz vor dem Ende des zweiten Weltkrieges. Föhr gelingt es die beiden Stränge nebeneinander laufen zu lassen und zum Schluss logisch rund zusammenzuführen.

Der Schreibstil ist flüssig, die Charaktere sehr gut beschrieben, der Spannungsbogen spannt sich vom Anfang der Geschichte bis zum Schluss durch und doch muss man an einigen Stellen wirklich herzhaft lachen, was nicht zuletzt an dem Herrn Kreuthner liegt, der auch schon damals ein echter ... im Ruhrgebiet würde man ihn als Schaluppi bezeichnen - also ...ein gerissenes Schlitzohr, war.

Also: ein spannender, gut durchdachter Kriminalroman mit Humor, etwas Mundart und Lokalkolorit
- ja ich glaube, das trifft es ganz gut.

Mir gefällt die Reihe um den Herrn Kreuthner und dem Wallner!

Reihenfolge
(2) Der Prinzessinnenmörder
(3) Schafkopf
(4) Karwoche
(5) Schwarze Piste
(1) Totensonntag
(6) Wolfsschlucht

Viele Grüße von der Numi

Sonntag, 10. Juli 2016

Rezension: Velvet

Volume 2


Erschienen am 24.06.2016
Polyband
FSK:
Laufzeit: ca. 585 Min.
Bildformat: 16x9 anamorph (1,78:1)
Sprache: Deutsch Dolby Digital 2.0 , Spanisch
Dolby Digital 2.0
Ländercode: 2
Anzahl Discs: 4
 
Inhalt laut Polyband
Eine einfache Schneiderin und der Erbe eines Modehauses kämpfen um das Überleben ihrer Firma – und um ihre Liebe. Die Dramaserie VELVET ist ein wahrer Leckerbissen für alle Fans von „The Paradise“ und „Grand Hotel“.

Opulente Kulissen, glamouröse Kostüme und geheime Intrigen: Auch im zweiten Volume von "VELVET" dreht sich wieder alles um die Sehnsüchte und Nöte der Belegschaft in den berühmten spanischen "Galerías Velvet" - dem Modehaus, in dem jeder wenigstens einmal in seinem Leben einkaufen möchte.

  

Rezension
Für das luxuriöse Modehaus Galerías Velvet laufen die Geschäfte immer schlechter. Zum einen drängt die günstigere Prêt à porter Mode auf den Markt und zum anderen ist die junge Generation wenig begeistert von den altbackenen Modellen des Hauses. Mit einem neuen Modedesigner versucht Geschäftsführer Alberto Márquez (Miguel Ángel Silvestre) das Ruder herumzureißen. Ein frischer Wind soll für Furore sorgen. Aber dafür wird natürlich Geld benötigt und das nicht zu knapp.

 

Albertos große Liebe, die einfache Schneiderin Ana (Paula Echevarria) weiß, dass sie in dieser Situation nicht die richtige Frau für ihn ist. Beide sind bereit ihr großes Glück für die Zukunft des Unternehmens und vor allem für die Zukunft der vielen Mitarbeiter zu opfern. Die Frage ist nur, ob der frische Wind das Unternehmen retten kann - springen die Kunden darauf an? Sind sie begeistert von dem neuen Stil? Gelingt es das Modehaus vor dem Ruin zu retten?

 

Fazit
Die dramatische Liebesgeschichte geht weiter. Und dabei geht es nicht nur um Geld, wie bei Ana, Christina und Alberto - nein, niemand ist geschützt - weder reich noch arm - weder Kundschaft noch Mitarbeiter. Liebeskummer, Eifersucht, Lügen, Ränkeschmiederei - und das alles mit einem glamourösen Hintergrund, toller Mode, schönen Stoffen und einem Blick hinter die Kulissen der Modewelt.


Eine schöne spanische Serie, die wahrscheinlich eher die weiblichen Zuschauer zum Lächeln und zum Seufzen bringt. Ich glaub es selber kaum, aber mir gefällt es und ich freue mich auf die nächste Staffel!

Viele Grüße von der Numi

Samstag, 9. Juli 2016

Rezension: Cool im Pool

von Lotte Minck, erschienen bei Droste.


Erschienen im Februar 2016
Taschenbuch
304 Seiten
ISBN 978-3-7700-1526-9
 
Beschreibung laut Verlag
Kann eine Hochzeit der schlimmste Tag im Leben sein?
Ist es ein Problem, wenn der Brautvater schwul ist?
Und was ist das Geheimnis der zweiten Badeschlappe?
Anstatt sich über die Hochzeit der besten Freundin zu freuen, muss sich Loretta Luchs mit diesen Fragen herumschlagen – und mit einem Toten im Adamskostüm, auf dessen Anblick sie gern verzichtet hätte …
 
Rezension
Nicht nur Loretta - nein, der ganze Freundeskreis freut sich schon auf DIE Hochzeit des Jahres. Ihre beste Freundin will ihrem Geliebten das Ja-Wort geben, alles ist geplant und vorbereitet und bestellt und und und - eigentlich ist alles perfekt... tja eigentlich...
  
Denn dann läuft doch alles ganz anders... gar nicht, wie gewünscht und zur Krönung treibt auch noch eine Leiche im Pool - splitternackt, aber wenigstens mit dem Gesicht und anderen Körperteilen nach unten ;0)
 
Peinlicherweise ist Loretta natürlich sofort Feuer und Flamme - obwohl sie doch die Ermittlungen wenigstens eiiiiinmal Hauptkommissarin Küpper überlassen könnte. Aber die ist doch mal wieder auf der falschen Fährte - meint Loretta - von daher bleibt ihr gar nichts anderes übrig, als sich mal wieder selbst auf die Tätersuche zu begeben ...

Fazit
Dies ist die sechste Ruhrpott-Krimödie um Loretta Luchs und natürlich bin ich wieder dabei. Es ist einfach zu schön, die ganze Bande wiederzusehen... bzw... wiederzulesen - Ihr wisst, was ich meine.
 
Der Schreibstil ist und bleibt einfach schwungvoll, die Charaktere gehören mittlerweile zu meinen guten Bekannten in deren 'Gegenwart' ich mich rundum wohl fühle, das Cover - von Ommo Wille ist wieder spitze und selbst der Titel gefällt mir.

Diesmal fängt nur der Krimiteil etwas spät an - da hätte es für mich gerne früher starten dürfen. Aber das könnte sich eventuell .... nach deeem Ende...im nächsten Teil wieder ändern - nö ich verrate nix :0)

Ich mag die Reihe einfach und freue mich schon auf das nächste Buch mit dem Titel 'Die Jutta saugt nicht mehr'.

Reihenfolge
- Radieschen von unten
- Einer gibt den Löffel ab
- An der Mordseeküste
- Wenn der Postmann nicht mal klingelt
- Tote Hippe an der Strippe
- Cool im Pool
- Die Jutta saugt nicht mehr - ab 15.08.2016

Viele Grüße von der Numi

Dienstag, 5. Juli 2016

Rezension: Und am Morgen waren sie tot

von Linus Geschke, erschienen bei ullstein.


Erschienen am 14.03.2016
Taschenbuch, Broschur
400 Seiten
ISBN-13 9783548287034

Beschreibung laut Verlag
Oktober 1997: Zwei junge Pärchen zelten im deutsch-belgischen Grenzgebiet. Zwei Tage später wird eines der Paare tot im Wald gefunden, das andere bleibt verschwunden. Gegenwart: Der Kölner Reporter Jan Römer berichtet in der Rubrik »Ungelöste Kriminalfälle« über die Morde. Was geschah in jener Nacht in den Ardennen? Fiel das zweite Paar demselben Täter zum Opfer, oder brachten sie selbst ihre Freunde um und tauchten nach der Tat unter? Gemeinsam mit seiner besten Freundin Mütze beginnt Jan Römer zu ermitteln — und sticht in ein Wespennest ...

Rezension
Der Reporter Jan Römer ist bei 'seiner' Zeitung zuständig für die Rubrik 'Ungelöste Kriminalfälle'. Jeden Monat wird ein Fall ausführlich vorgestellt mit jeweils passenden Theorien, was passiert sein könnte - für die Leser ein Anreiz mitzuspekulieren.

Dieses Mal geht es um zwei Paare, die 1997 zum Zelten in die Eifel fuhren - ein Paar wurde tot am Zeltplatz im Wald aufgefunden, von dem Anderen fehlt seither jede Spur. Wurden sie auch umgebracht und an einer anderen Stelle vergraben, weil die Täter sich mit ihnen mehr Zeit lassen wollte? Wurden sie entführt und gefangen gehalten? Waren sie selbst eventuell die Täter, die ihre Freunde umbrachten? Und wenn es so war: wo sind sie jetzt?

Jan lässt der Fall keine Ruhe und auch seine besten Freundin Mütze ist fasziniert von der Geschichte. Also machen sich die Beiden auf die Spurensuche. Doch mit dem, was sie herausfinden haben sie nicht gerechnet und auch nicht mit der Gefahr, in die sie sich selber damit bringen...
 

Fazit
Dieses ist der zweite Band aus der Reihe um Jan Römer. Vom ersten Teil 'Die Lichtung' war ich absolut begeistert. Dem entsprechend habe ich mich schon auf den zweiten Teil gefreut und ich wurde nicht enttäuscht.

Der Schreibstil ist, wie für mich gemacht - flüssig und einfach zu lesen. Die Charaktere kommen sehr lebensecht daher - allen voran Jan und Mütze. Die Mischung zwischen 'Ermittlung' und 'Privat' passt optimal. Die Beschreibung der Stimmung, des Umfeldes, der Gegend, des ganzen Drumherums ist sehr passend. Da ich früher selbst oft in der Eifel war, fühlte ich mich direkt heimisch.

Die Story selbst ist absolut durchdacht, sehr gut recherchiert und obwohl man sich mit dem .... Grundthema schon oft beschäftigt hat, gab es doch absolute Aha-Elemente - ganz ehrlich: das wusste ich bisher auch noch nicht.

Der Spannungsbogen wird von Anfang an gehalten und zieht sich bis zum Schluss mit all seinen Wendungen hindurch. Und auch, wenn man als Leser meint, Bescheid zu wissen... Pustekuchen - es ist doch Anders oder etwa nicht?

Das ... Grundthema ist zwar nicht mein liebstes, aber das kann ich dem Buch nicht anlasten - das ist nur mein ganz eigener Geschmack. Von daher kann ich Euch nur empfehlen die Bücher zu lesen und ja - alle Beide sind einfach toll. Ich rate Euch natürlich mit Teil 1 anzufangen, obwohl der Zweite wahrscheinlich auch für-sich gelesen werden kann, aber das wäre ja ein Eigentor :0)

Reihenfolge
Die Lichtung
Und am Morgen waren sie tot

Viele Grüße von der Numi

Sonntag, 3. Juli 2016

Auf einem Ei...

bzw. auf einem Drachen kann man ja nicht... äh... ja .... weiß ich jetzt auch nicht. Aber schließlich hat Daenerys Sturmtochter aus dem Haus Targaryen, die Erste ihres Namens, Königin der Andalen und der Ersten Menschen, Khaleesi des Dothrakischen Meeres, Brecherin der Ketten und Mutter der Drachen *hol tief Luft* nicht nur einen ziemlich langen Namen, nö sie hatte DREI Dracheneier. Also....ja... wie gesagt... - ich auch ;0)


Jetzt frag ich mich nur, ob vielleicht in dem dunklem Ei ein norwegischer Stachelbuckel ist, der Norbert heisst...mmm... mal abwarten!

Viele Grüße von der meditativen Heftzweckenbastlerin Numi

PS. Danke an Ulrike, das du mich an Hagrids Drachen erinnert hast ;0)

Freitag, 1. Juli 2016

HihI!

Diesmal hab ich sooooooo lange auf eine Lieferung gewartet. Uff. Dachte schon die Sachen kommen nie, nie, nieeeee an. Aber gestern schellte der Bote und brachte mir einen Karton voller Heftzwecken - hachz, was hab ich mich gefreut!!!

Oder wartet mal.... vielleicht sollte ich es anders erzählen... also bisken spannender... weil 'über Heftzwecken freuen' ist ja nun nicht so der Burner, nech?!

Ok... ich denke viiiiele von Euch kennen 'Ein Lied von Eis und Feuer' oder halt jetzt die Serien 'Game of Thrones' oder? Da bekommt jemand zur Hochzeit ein ganz besonderes seltenes Geschenk: Drei Dracheneier! Und wie sich mittlerweile herausgestellt hat, ....hat dieses Geschenk...sich als...überaus... nützlich erwiesen ... *hüstel* (Mal will ja nix verraten, für die, die es noch nicht gelesen/gesehen haben nech?!)

Auf jeden Fall dachte ich mir, das so ein Drachenei... für Notfälle recht ...hilfreich sein könnte... wenn man z.B. mal Ärger bei der Parkplatzsuche hat...oder...jemand einem mit dem Einkaufswagen in die Hacken fährt... naja oder halt bei anderen Gelegenheiten, bei denen man... Eindruck machen möchte :0)

Hab mich also üüüüüüüüüüüüberall umgeschaut und bin fündig geworden - eines der Letzten noch existierenden Eier, der schon seit langer, langer Zeit ausgestorben geglaubten Drachen!

  
 Ist das nicht toll? Hachz, seit gestern abend ist es fertig...äh...bzw. wird es umsorgt und gehütet!


Vielleicht find ich ja noch ein paar davon - mal sehen ... ;0)

Ach ja und denen die Geschichte zu lang oder zu... was auch immer ist:
Ich hab gestern endlich die besagten Heftzwecken bekommen und hab ein wenig gebastelt :0)


Viele Grüße von der Numi