Sonntag, 3. April 2016

Rezension: Kaninchenherz

von Annette Wieners, erschienen bei List.


Erschienen am 18.06.2015
Taschenbuch, Klappenbroschur
352 Seiten
ISBN-13 978-3-548-61258-4

Inhalt laut Verlag
Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes ist schockiert, als sie sieht, für wen die Beerdigung am heutigen Tag ist: Ihre eigene Schwester Mareike wird begraben. Seit zehn Jahren haben sich die beiden Schwestern nicht mehr gesehen. Seit Gesines Sohn unter bis heute ungeklärten Umständen ums Leben kam. Beide gaben sich gegenseitig die Schuld an seinem Tod. Gesine hat damals alles verloren. Ihre Arbeit als Kriminalkommissarin, ihre Wohnung, ihre Familie. Warum musste ihre Schwester sterben? War es Mord? Was wissen die Eltern? Als Gesine nachforscht, stößt sie auf eine Mauer des Hasses.

Rezension
Gesine Cordes - Friedhofsgärtnerin - ist gerade mit ihrem Pick-Up unterwegs zur Kapelle um dort Gebinde und Kränze abzuliefern für die 12-Uhr-Beerdigung, als sie ein ganz merkwürdiges Gefühl durchfährt. Die beiden Mädchen mit dem mahagonifarbenden Haar vor der Kapelle mit ihrem Vater, der so aussieht... nein.... das kann ja nicht sein...und doch....

Als sie einen Blick in ihre Unterlagen wirft, ist sie sicher. Diese Beerdigung... es handelt sich tatsächlich um ihre Schwester Mareike, die heute zu Grabe getragen wird. Seit 10 Jahren hatte Gesine keinen Kontakt mehr zu ihr, auch nicht zu ihren Eltern - alle Brücken hatte sie damals abgebrochen, als ihr Sohn starb...

Plötzlich wird Gesine wieder überspült von alten Erinnerung, schutzlos steht sie da und sieht sich konfrontiert mit ihren Verwandten, die ja schon immer alles besser wussten, die ihr nun auch noch die Schuld am Tod von Mareike geben. Die Polizei schaltet sich ein und Gesine sieht sich gezwungen, sich zu verteidigen, den Tod ihres Kindes noch einmal aufzurollen und endlich herauszufinden, was damals wirklich geschah... und begibt sich dabei selbst in Gefahr.

Fazit
Ein gelungener Auftakt zu einer neuen Serie um Gesine Cordes - der zweite Teil 'Fuchskind' soll im Juni diesen Jahres erscheinen.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr gut zu lesen. Die Protagonisten sind gut beschrieben und man kommt sehr leicht in die Geschichte hinein und es ist nicht einfach, das Buch zwischendurch aus der Hand zu legen.

Durch Rückblenden zu dem Tag an dem Gesines Sohn starb, wird dem Leser Stück für Stück vor Augen geführt, was damals geschah, wer was tat und wie es dazu kommen konnte, das ein kleiner Junge sein Leben verlor.

Ein Krimi/Drama der ohne viel Action und Brutalität daherkommt, interessant ist, der den Leser neugierig macht, Wendungen vollzieht und einen am Ende ... nachdenklich zurücklässt. Mir hat er gut gefallen und ich freue mich bereits auf den zweiten Teil!

Viele Grüße von der Numi

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