Montag, 14. März 2016

Rezension: Eisige Schwestern

von S.K. Tremayne, erschienen bei Knaur.


Erschienen am 04.05.2015
Paperback
400 Seiten
ISBN: 978-3-426-51635-5

Inhalt laut Knaur
Ein Jahr nachdem die sechsjährige Lydia durch einen tragischen Unfall ums Leben kam, sind ihre Eltern Sarah und Angus psychisch am Ende. Um neu anzufangen, ziehen sie zusammen mit Lydias Zwillingsschwester Kirstie auf eine atemberaubend schöne Privatinsel der schottischen Hebriden. Doch auch hier finden sie keine Ruhe. Kirstie behauptet steif und fest, sie sei in Wirklichkeit Lydia, die Eltern hätten den falschen Zwilling beerdigt.
Bald hüllen Winternebel die Insel ein, Angus ist beruflich oft abwesend, und bei Sarah schleicht sich das unheimliche Gefühl ein, etwas stimme nicht. Zunehmend fragt sie sich, welches ihrer Mädchen lebt. Als ein heftiger Sturm aufzieht, sind Sarah und Kirstie komplett isoliert und den Geistern der Vergangenheit ausgeliefert.

Rezension
Angus und Sarah Moorcroft sind am Ende. Vor 13 Monaten verloren sie eine ihre beiden Zwillingstöchter - Lydia. Ein Unglück. Seit dem versinkt die Familie langsam ins Chaos. Vater Angus spricht dem Alkohol zu und verliert seinen Job, Kirstie fühlt sich ohne ihre Schwester nur noch, wie ein halber Mensch und Mutter Sarah weiß nicht, wie sie noch weitermachen soll.

Als Angus eine kleine Insel der schottischen Hebriden erbt - auf der er zeitweise aufgewachsen ist, sehen er und Sarah es als Wink des Schicksals. Einfach noch einmal von vorne anfangen - alles auf Anfang setzten und versuchen, das Leben wieder in den Griff zu bekommen.  Obwohl Angus Freunde aus Kindertagen versuchen die Insel und das alte Haus auf ihre Ankunft vorzubereiten, erwartet die drei fast eine Ruine. Alles muss renoviert werden - jede Menge Arbeit kommt auf sie zu und auf Kirstie wartet eine neue Schule.

Eigentlich könnte alles voran gehen und doch ... Kirstie benimmt sich immer eigenartiger. Sie behauptet steif und fest Lydia zu sein und das damals Kirstie ums Leben gekommen wäre. Kann das stimmen? Haben die Eltern wirklich das falsche Kind betrauert? Was ist bloß an dem Tag passiert? ...

Fazit
Ich bin nicht der Psychothriller-Fan und doch fühlte ich mich von dem Cover so angesprochen, das ich es gewagt habe, das Buch zu lesen. Der Schreibstil ist flüssig, die einzelnen Charakter gut beschrieben und ich war wirklich sehr neugierig darauf, wie sich die Geschichte entwickelt und wohin sie mich, als Leser, führt.

Ob es wirklich Zwillinge gibt, die vollkommen identisch sind und das auch noch im Alter von sechs Jahren, sodass nicht einmal ihre Eltern sie auseinander halten können, kann ich nicht beurteilen. Ich für meinen Teil habe hier und da kleine Narben aus dem Alter (an einer kaputten Tasse geschnitten, hingefallen, von einem Brombeerstrauch gestochen ;0) - aber es gibt ja auch ruhigere andere Kinder...

Ob ein Psychiater, der die Mutter einmal gesehen hat und das Kind noch gar nicht, am Telefon Ferndiagnosen stellt... vielleicht ist es in Schottland ja so...

Kurzum - ich denke, Leser die einen echten Psychothriller erwarten, werden wohl etwas... Pfeffer und Chili vermissen. Für mich als Weichei, war das Buch interessant und spannend. Allerdings kommt für einen Jugend-Psychothriller vielleicht zu viel Sex darin vor?

Das Buch hat mich ganz gut unterhalten und ich war gespannt auf das Ende. Ein wenig seltsam, aber so steht es geschrieben.... :0)

Viele Grüße von der Numi

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen