Montag, 28. März 2016

Rezension: Die siebte Stunde

von Elisabeth Herrmann, erschienen bei Goldmann.


Erschienen am 21.12.2015
Taschenbch, Klappenbroschur
446 Seiten
ISBN: 978-3-442-48470-6
 
Inhalt laut Goldmann
Ein teuflisches Spiel, ein rätselhafter Selbstmord und ein quälendes Geheimnis: Als Joachim Vernau die Möglichkeit bekommt, an einer Berliner Privatschule zu unterrichten, begegnen ihm die Schüler voller Feindseligkeit. Sie leben in einer ganz eigenen Welt, sind fasziniert von dunklen Ritualen und haben sich einem mysteriöses Rollenspiel verschrieben. Vernau ahnt zunächst nicht, dass sie sich in gefährlichen Gefilden bewegen – doch als er herausfindet, was hinter dem Schweigen der Schüler steckt, ist es schon fast zu spät ...
   
Rezension
Joachim Vernau und Marie Luise Hoffmann - beides Anwälte - teilen sich in Berlin eine Kanzlei und haben zurzeit ein Problem: sie sind Pleite und der Firmenwagen steht ganz kurz davor in der Schrottpresse zu enden.

Als Joachim Vernau unerwartet das Angebot bekommt, an einer Berliner Privatschule zu unterrichten, ist die Freude bei den Beiden groß. Doch schon an seinem ersten Tag merkt Vernau, das an dieser Schule nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Die Schüler seiner 'Teen-Court-Klasse' sind verstockt, verschlossen und sie reagieren auf alles abweisend. Irgendetwas stimmt da nicht...

Als Vernau - mehr durch Zufall - herausfindet, dass sich eine Schülerin aus seiner Klasse im letzten Schuljahr angeblich umgebracht haben soll, scheint er sich dem Rätsel zu nähern. Doch dann stirbt der nächste seiner Schüler...
 

Fazit
Dieses Buch ist das zweite aus der Reihe um Joachim Vernau - für mich das Erste, wobei der Quereinstieg vollkommen problemlos war. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, wie ich es von Elisabeth Herrmann gewohnt bin. Die Charaktere sind gut beschrieben und man merkt der Autorin die Liebe zu der Stadt Berlin an - durch die Beschreibung der Orte fühlt man sich, als wäre man live vor Ort.

Die Thematik dieser Geschichte fand ich regelrecht außergewöhnlich. Bisher hatte ich noch nichts gelesen, was sich ums LARP dreht - also ums Live Action Roll Playing. Da ich aber selber schon viel gespielt und Gildentreffen mitgemacht habe, Cosplay, das WGT in Leipzig etc. keine böhmischen Dörfer für mich sind, fühlte ich mich im Buch sehr gut aufgehoben. Für alle Nicht-Kenner wird die Materie sehr gut erklärt und dem Leser wird ausführlich näher gebracht, worum es dabei geht, was den Reiz und die Faszination des Ganzen ausmacht - für mich war es hier und da natürlich etwas langatmig, aber ich denke zurecht, da viele nichts mit LARP anzufangen wissen dürften.

Die Handlung ist gut recherchiert und ausgearbeitet und man darf bis zum Schluss miträtseln, was nun hinter dem Ganzen steckt. Auf der anderen Seite kommt aber auch das Privatleben Vernaus nicht zu kurz - eine gute Mischung.

Auf mich wartet nun Teil 4 und 5 - Teil 1 und 3 fehlen mir doch tatsächlich noch - wobei hier die Betonung wohl auf 'noch' liegt - und wieder wird die Einkaufsliste länger... seufz... ;0)

Reihenfolge
Das Kindermädchen
Die siebte Stunde
Die letzte Instanz
Versunkene Gräber
Totengebet

Viele Grüße von der Numi

1 Kommentar:

  1. Hallo Numi,

    von Elisabeth Hermann hab ich auch noch nichts gelesen, aber du hast mich neugierig gemacht. ;) Ich glaube, ich muss mir doch mal ein Buch von ihr zulegen!

    Schöner Blog, ich bleibe dann auch gleich mal als Leserin hier!

    LG, Silke (http://worldofbooksanddreams.blogspot.de)

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