Sonntag, 28. Februar 2016

Rezension: Sündenbock

von Judith Arendt, erschienen bei Ullstein.
 

Erschienen am 06.03.2015 
Taschenbuch, Broschur
304 Seiten
ISBN-13 978-3- 548-28565-8
  
Inhalt laut Verlag
Ein Jahr ist Ruth Holländer bereits Schöffin, aber dieses Ehedrama erschüttert sie besonders: Rentner Jürgen Dombroschke ist angeklagt, seine an Parkinson erkrankte Frau vergiftet zu haben. Ein deprimierender Fall, bei dem alles klar zu sein scheint. Doch Ruth spürt, dass ein Puzzleteil fehlt. Hin und her gerissen zwischen Schöffinnendasein und Privatleben, hört Ruth sich – gegen den Rat ihres Freundes, Staatsanwalt Hannes Eisenrauch – ein bisschen um. Auch in Dombroschkes Schrebergarten. Und entdeckt die dramatische Wahrheit ...
   
Rezension
Mittlerweile ist Ruth Holländer schon eine fast routinierte Schöffin. Nach ihrem ersten Einsatz bei einem Mordfall, war sie noch bei zwei weiteren Fällen tätig - allerdings leider nur bei langweiligen Betrugsfällen. Von daher ist sie insgeheim froh, dass das neue Jahr direkt wieder mit einem Mordfall startet. Nichts aufregendes, aber immerhin steht der Rentner Jürgen Dombroschke im Verdacht seine kranke Ehefrau Margit vergiftet zu haben.

Eigentlich scheint der Fall eindeutig zu sein, aber irgendetwas behagt Ruth nicht. Oder liegt es eventuell an ihrer etwas komplizierten Beziehung zu Staatsanwalt Hannes Eisenrauch, mit dem sie nicht so viel Zeit verbringen kann, wie sie es gerne würde.

Als sich ihr die Gelegenheit bietet, sich ein klein wenig im Umfeld der Dombroschkes umzuhören, kann Ruth einfach nicht widerstehen - und dabei sticht sie direkt in ein gefährliches Wespennest!
  
Fazit
Der erste Fall um die Schöffin Ruth Holländer - Unschuldslamm hatte mir ja schon gut gefallen, aber den zweiten Teil finde ich noch besser.

Die Charaktere sind gut gestaltet. Ruth kommt sehr sympathisch daher, genauso, wie ihre Kinder, obwohl natürlich in der Familie nicht alles ganz reibungslos abläuft - aber wo ist es schon so. Die Idee eine Schöffin in die 'Ermittlerrolle' loszuschicken gefällt mir weiterhin ausgezeichnet und der große Anteil an Privatleben vs. Ermittlung passt hervorragend.

Der eigentliche Fall gliedert sich in verschiedene Handlungsstränge, bei denen man sich als Leser bis zum Schluss fragt, wie sie wohl zusammenhängen könnten. Das gelingt Frau Arendt wirklich erstklassig, denn am Ende ist alles schlüssig und man wundert sich, dass man nicht schon eher darauf kam.

Mich hat das Buch nicht losgelassen und es war daher viel zu schnell beendet. Ich hoffe, dass es mit der Reihe so weiter geht und das noch viele spannende Holländer-Fälle nachfolgen werden.

Meine Leseempfehlung habt ihr zu 100% - fangt am besten mit dem ersten Fall an!

Reihenfolge 
1. Unschuldslamm
2. Sündenbock

Viele Grüße von der Numi

Kommentare:

  1. Mir hat Südenbock auch sehr gut gefallen - ich fände es schade wenn nicht ein dritter Band folgt.
    Liebe Grüße, Inge

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  2. Du bist Schuld!!!

    habe mir aufgrund Deiner Empfehlung beide Bände gekauft... den ersten habe ich schon gelesen... kann Dir nur Recht geben...

    Übrigens finde ich Deine Art der Buchrezension einfach zauberhaft... Du beschreibst das immer so herrlich treffend...

    besonders beim Leberkäsjunkie musste ich oft herzhaft schmunzeln... ich habe das Hörbuch noch hier liegen...

    LG Andrea

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