Samstag, 6. Februar 2016

Rezension: Der Eismann

von Silja Ukena, erschienen bei blanvalet.

 

Erschienen am 19.10.2015
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
384 Seiten

ISBN: 978-3-7645-0525-7


Inhalt laut Verlag
Hauptkommissar Bruno Kahn ist genervt: Der Berliner Winter ist sibirisch kalt. Zudem reißen ihn zwei Todesfälle, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, aus seiner vorweihnachtlichen Trägheit. Ein Rentner aus Lichtenberg wird in seinem Schrebergarten auf grausame Art gefesselt und ermordet. Eine Opernsängerin stürzt aus ihrer Altbauwohnung. Der einsame Wolf Bruno Kahn würde am liebsten durch Berlin flanieren, um in Ruhe Witterung aufzunehmen. Doch seine Kollegin Laura Conti und der neue Workflow der 7. Mordkommission machen Kahns Alleingang einen Strich durch die Rechnung. Als schließlich die Presse Wind bekommt, scheint alles drunter und drüber zu gehen. Dann taucht eine dritte Leiche auf …

Rezension
Winter in Berlin - es ist eiskalt. In einer Schrebergartenanlage wird ein Rentner tot aufgefunden. Nackt, an einen Stuhl gefesselt, scheint der alte Mann erfroren zu sein. Hauptkommissar Bruno Kahn und sein Team beginnen mit den Ermittlungen. Dazu kommt der Fall einer Opernsängerin, die aus ihrer Altbauwohnung stürzt. Als eine dritte Leiche gefunden wird, die ebenfalls nackt an einen Stuhl gefesselt wurde, reicht es!

Es findet sich einfach keine Spur, nicht zu den beiden Rentnern, nicht zu der Sängerin und doch hat Kahn das Gefühl, das die drei Fälle miteinander verbunden sind. Sein Chef macht Druck, die Presse hat Witterung aufgenommen und mit dem rasanten Tempo der neuen Kollegin Laura Conti kommt Kahn auch nicht so zurecht. Im fehlt die Zeit und die Muse zum Denken - und doch muss er seinen Rhythmus finden um den Fall zu lösen!

Fazit
Ein Krimi, der sehr viel Ruhe mit sich bringt. Hier geht es nicht um spannungsgeladene Action. Man begleitet Bruno Kahn bei seinen Ermittlungen - in seiner stillen, ruhigen Art. Auf seinen Wegen durch Berlin, seinen Nachdenk-Spaziergängen durch den Zoo in eisiger Kälte, bei seinen Problemen im Umgang mit anderen Menschen, bei seiner Art sich an den Fall anzunähern und seine Kollegen mit ins Boot zu holen.

Die Charaktere sind gut beschrieben, der Schreibstil ist flüssig und lange Zeit ahnt man nicht, was hinter der ganzen Geschichte steckt. Die ist allerdings gut durchdacht und in sich schlüssig. Die Atmosphäre um und in Berlin - vor und nach der Wende - ist sehr gut eingefangen. Alles in allem ein gelungenes Det, wenn man ruhigere Krimis mag!

Viele Grüße von der Numi 

1 Kommentar:

  1. Liebe Numi

    Das klingt richtig gut. Ich mag so etwas ruhigere Krimis. Muss nicht immer literweise Blut fließen. Hast du toll geschrieben. LG, Gisela

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