Samstag, 27. Februar 2016

Rezension: Deadline

von Renee Knight, erschienen bei Goldmann.

 
Erschienen am 27.07.15
Paperback, Klappenbroschur
352 Seiten
ISBN 978-3-442-31406-5
 
Inhalt laut Verlag
Diesen einen Tag vor zwanzig Jahren wird Catherine nie vergessen. Was damals geschah, sollte für immer ein Geheimnis bleiben, bis zum Ende ihres Lebens. Doch dann hält sie plötzlich diesen Roman in den Händen, in dem ihre geheime Geschichte bis ins Detail erzählt wird. Bestürzt blättert sie eine Seite nach der anderen um. Wer kann so genau von den damaligen Ereignissen wissen, und was will der mysteriöse Verfasser des Buches von ihr? Als sie die letzte Seite aufschlägt, findet sie die grausame Antwort: Die Geschichte endet mit ihrem gewaltsamen Tod. Catherine gerät in Panik – und das ist genau das, was Stephen Brigstocke gewollt hat. Er kennt Catherine nicht, aber er weiß von ihrem Geheimnis. Und er hat sich geschworen – sie soll büßen für das, was sie getan hat, bis zu ihrem letzten Atemzug …
 
Rezension
Catherines Leben ist eigentlich perfekt. Verheiratet mit einem Mann, der sie liebt; der Sohn erwachsen und mittlerweile ausgezogen; erfolgreich im Job. Doch dann taucht plötzlich dieses Buch auf. Hat sie es sich gekauft? Oder vielleicht ihr Mann Robert? Hat ihr Sohn es vielleicht vergessen? Als Catherine anfing zu lesen, verschlug es ihr fast die Sprache. Konnte das sein?
 
Dieses Buch beschreibt plötzlich das, was damals geschah. Was sie all die Jahre verheimlicht, verschwiegen, verdrängt hatte. Und dort steht alles - schwarz auf weiß. Aber wie kann das sein? Es gab doch keine Zeugen. Und nie hat sie auch nur ein Sterbenswort darüber verloren. Und doch - irgendjemand ist dahinter gekommen, hat alles niedergeschrieben, es veröffentlicht, für alle Menschen zugänglich gemacht...
 
Catherines Welt beginnt zu schwanken. Was soll sie bloß tun? Wer steckt dahinter? Das nächste Exemplar des Buches taucht bei ihrem Sohn auf - ihr Leben beginnt zu zerbröckeln....
 
Fazit
Ein psychologischer Spannungsroman? Was ist das denn?
 
Jetzt im Nachhinein ist es mir klar geworden. Denn genau das ist dieses Buch. Kein Psychothriller, nichts mit enormer Brutalität, das auf Schock und Schrecken aus ist. Eher ein feingliedriges, tiefgründiges Familiendrama, das in den Grundfesten erschüttert.
 
Der Schreibstil ist flüssig und doch wird das Buch von zwei verschiedenen Protagonisten erzählt - einmal von Catherine und einmal vom Verfasser des verhängnisvollen Buches. Der Leser ist hin und her gerissen. Mal steht man eher auf der einen Seite, mal eher auf der anderen.
  
Renee Knight ist hier ein Debut gelungen, das zwar am Anfang etwas langatmig ist, das aber auf viele gute Bücher hoffen lässt. Ab dem ersten Drittel war es nicht einfach, das Buch aus der Hand zu legen. Der Drang endlich zu erfahren, was Catherine so lange Zeit vertuscht hatte wurde immer intensiver - Spannend gemacht!
 
Ich bin neugierig, was uns noch alles aus der Feder von Renee Knight erwartet!
 
Viele Grüße von der Numi

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