Sonntag, 28. Februar 2016

Rezension: The Big Bang Theory

Staffel 1 bis 8

 

 Warner Home Video
FSK: ab 6/ ab 12
Laufzeit: bisher über 60 Std.
Anzahl Discs: bisher 25

Rezension
Im Mittelpunkt dieser Serie steht ein Freundeskreis, der sich im Laufe der einzelnen Staffeln manchmal geringfügig erweitert.

Zunächst ist da Dr. Dr. Sheldon Cooper (Jim Parsons), ein theoretischer Physiker, hochintelligent, im Sozialverhalten anderen gegenüber eher... inkompetent. Seine Leidenschaft gilt verschiedenen Videospielen, bestimmten Comics, der Eisenbahn und Science Fiction. Er ist pedantisch, zwanghaft ordentlich, von sich selbst extrem überzeugt, neigt dazu Verträge für alles abzuschließen, besteht auf SEINEN Sitzplatz ... also alles in allem ist er wirklich ein .... fröhlicher Typ *hüstel* mit einer Tendenz zum Autismus.







Dann ist da Dr. Leonard Hofstadter (Johnny Galecki) - der Experimentalphysiker ist Sheldons Arbeitskollege, Mitbewohner und auch Freund. Er teilt seine Leidenschaft für Videospiele, Science-Fiction und Comics, aber als die neue Nachbarin Penny einzieht, rücken diese Geschichten für Leonard in den Hintergrund - Penny macht ihn binnen Sekunden zum pubertierenden Stotterer :0)

Penny (Kaley Cuoco) - Mitarbeiterin in der Cheesecakefactory mit dem Wunsch Schauspielerin zu werden -, die sich mit ihrer offenen, ehrlichen und doch herzlichen Art bei den Jungs einbindet.


Nummer drei und vier im Bunde sind Dr. Rajesh Koothrappali - Astrophysiker aus Neu-Delhi und sein bester Freund Howard Wolowitz - Raumfahrtingenieur im Fachbereich angewandte Physik - der einzige ohne Doktortitel in der Runde der 'fantastischen Vier' - was ihn in Sheldons Augen eher zum ... Hobbyhandwerker degradiert :0)

Raj bekommt am Anfang kein Wort heraus, wenn Frauen dabei sind und maaaanchmal wünschte ich, er hätte diese Fähigkeit nie erlernt... seufz. Bei Howard stellt sich mir manchmal eher die Frage, woher er seine Kleidung bekommt und vor allen Dingen, wie er es schafft sie anzuziehen??

  Zu Pennys Verstärkung stoßen später noch Dr. Bernadette Rostenkowski - Mikrobiologin - mit einem überschwänglichen Temperament und Dr. Amy Farrah Fowler - Neurobiologin - dazu, die mit ihren ... Eigenarten hervorragend zu der Gruppe passen ;0)


Fazit
Ich weiß gar nicht, wie ich das Miteinander, Untereinander, Gegeneinander und Nebeneinander in dieser Truppe beschreiben soll, aber für mich ist diese Comedy-Serie kaum zu toppen - hier ist wirklich etwas gelungen, was ganz ohne eingespielte Publikumslacher auskommt. Glaubt mir, man bricht von ganz alleine vor Lachen zusammen. Ich weiß nicht, ob sie jedermanns Geschmack trifft, aber meinen trifft sie vollkommen und auch wenn ich zum tausendsten Mal "Penny *klopf klopf klopf*" höre - ich liebe es und gehöre definitiv ins Sheldon-Cooper-Team!!!

Die in der Wohnung verteilten Merchandising-Artikel - egal ob zu Batman, Game of Thrones, Herr-der-Ringe etc. oder sonstigen Geschichten, selbst der Zauberwürfel oder der DNS-Strang erwecken in mir einen Haben-Will-Reflex.

Auch die Gastauftritte von z.B. Wil Wheaton (Wesley Crusher), LeVar Burton (Geordie La Forge) - (beide aus Star Trek - The Next Generation), Carrie Fisher (Prinzessin Leia aus der Star Wars-Trilogie) oder auch Stephan Hawkins - sind immer wieder klasse!

Dazu kommen die Kommentare zu bekannten Kinofilmen, Videospielen oder Serien - die immer wieder witzig, aber doch interessant und durchaus intelligent eingeflochten werden - also wundert Euch nicht, wenn ich demnächst über Doctor Who berichte - das habt ihr Sheldon Cooper zu verdanken!
:0D

Viele Grüße von der Numi

Rezension: Sündenbock

von Judith Arendt, erschienen bei Ullstein.
 

Erschienen am 06.03.2015 
Taschenbuch, Broschur
304 Seiten
ISBN-13 978-3- 548-28565-8
  
Inhalt laut Verlag
Ein Jahr ist Ruth Holländer bereits Schöffin, aber dieses Ehedrama erschüttert sie besonders: Rentner Jürgen Dombroschke ist angeklagt, seine an Parkinson erkrankte Frau vergiftet zu haben. Ein deprimierender Fall, bei dem alles klar zu sein scheint. Doch Ruth spürt, dass ein Puzzleteil fehlt. Hin und her gerissen zwischen Schöffinnendasein und Privatleben, hört Ruth sich – gegen den Rat ihres Freundes, Staatsanwalt Hannes Eisenrauch – ein bisschen um. Auch in Dombroschkes Schrebergarten. Und entdeckt die dramatische Wahrheit ...
   
Rezension
Mittlerweile ist Ruth Holländer schon eine fast routinierte Schöffin. Nach ihrem ersten Einsatz bei einem Mordfall, war sie noch bei zwei weiteren Fällen tätig - allerdings leider nur bei langweiligen Betrugsfällen. Von daher ist sie insgeheim froh, dass das neue Jahr direkt wieder mit einem Mordfall startet. Nichts aufregendes, aber immerhin steht der Rentner Jürgen Dombroschke im Verdacht seine kranke Ehefrau Margit vergiftet zu haben.

Eigentlich scheint der Fall eindeutig zu sein, aber irgendetwas behagt Ruth nicht. Oder liegt es eventuell an ihrer etwas komplizierten Beziehung zu Staatsanwalt Hannes Eisenrauch, mit dem sie nicht so viel Zeit verbringen kann, wie sie es gerne würde.

Als sich ihr die Gelegenheit bietet, sich ein klein wenig im Umfeld der Dombroschkes umzuhören, kann Ruth einfach nicht widerstehen - und dabei sticht sie direkt in ein gefährliches Wespennest!
  
Fazit
Der erste Fall um die Schöffin Ruth Holländer - Unschuldslamm hatte mir ja schon gut gefallen, aber den zweiten Teil finde ich noch besser.

Die Charaktere sind gut gestaltet. Ruth kommt sehr sympathisch daher, genauso, wie ihre Kinder, obwohl natürlich in der Familie nicht alles ganz reibungslos abläuft - aber wo ist es schon so. Die Idee eine Schöffin in die 'Ermittlerrolle' loszuschicken gefällt mir weiterhin ausgezeichnet und der große Anteil an Privatleben vs. Ermittlung passt hervorragend.

Der eigentliche Fall gliedert sich in verschiedene Handlungsstränge, bei denen man sich als Leser bis zum Schluss fragt, wie sie wohl zusammenhängen könnten. Das gelingt Frau Arendt wirklich erstklassig, denn am Ende ist alles schlüssig und man wundert sich, dass man nicht schon eher darauf kam.

Mich hat das Buch nicht losgelassen und es war daher viel zu schnell beendet. Ich hoffe, dass es mit der Reihe so weiter geht und das noch viele spannende Holländer-Fälle nachfolgen werden.

Meine Leseempfehlung habt ihr zu 100% - fangt am besten mit dem ersten Fall an!

Reihenfolge 
1. Unschuldslamm
2. Sündenbock

Viele Grüße von der Numi

Samstag, 27. Februar 2016

Rezension: Deadline

von Renee Knight, erschienen bei Goldmann.

 
Erschienen am 27.07.15
Paperback, Klappenbroschur
352 Seiten
ISBN 978-3-442-31406-5
 
Inhalt laut Verlag
Diesen einen Tag vor zwanzig Jahren wird Catherine nie vergessen. Was damals geschah, sollte für immer ein Geheimnis bleiben, bis zum Ende ihres Lebens. Doch dann hält sie plötzlich diesen Roman in den Händen, in dem ihre geheime Geschichte bis ins Detail erzählt wird. Bestürzt blättert sie eine Seite nach der anderen um. Wer kann so genau von den damaligen Ereignissen wissen, und was will der mysteriöse Verfasser des Buches von ihr? Als sie die letzte Seite aufschlägt, findet sie die grausame Antwort: Die Geschichte endet mit ihrem gewaltsamen Tod. Catherine gerät in Panik – und das ist genau das, was Stephen Brigstocke gewollt hat. Er kennt Catherine nicht, aber er weiß von ihrem Geheimnis. Und er hat sich geschworen – sie soll büßen für das, was sie getan hat, bis zu ihrem letzten Atemzug …
 
Rezension
Catherines Leben ist eigentlich perfekt. Verheiratet mit einem Mann, der sie liebt; der Sohn erwachsen und mittlerweile ausgezogen; erfolgreich im Job. Doch dann taucht plötzlich dieses Buch auf. Hat sie es sich gekauft? Oder vielleicht ihr Mann Robert? Hat ihr Sohn es vielleicht vergessen? Als Catherine anfing zu lesen, verschlug es ihr fast die Sprache. Konnte das sein?
 
Dieses Buch beschreibt plötzlich das, was damals geschah. Was sie all die Jahre verheimlicht, verschwiegen, verdrängt hatte. Und dort steht alles - schwarz auf weiß. Aber wie kann das sein? Es gab doch keine Zeugen. Und nie hat sie auch nur ein Sterbenswort darüber verloren. Und doch - irgendjemand ist dahinter gekommen, hat alles niedergeschrieben, es veröffentlicht, für alle Menschen zugänglich gemacht...
 
Catherines Welt beginnt zu schwanken. Was soll sie bloß tun? Wer steckt dahinter? Das nächste Exemplar des Buches taucht bei ihrem Sohn auf - ihr Leben beginnt zu zerbröckeln....
 
Fazit
Ein psychologischer Spannungsroman? Was ist das denn?
 
Jetzt im Nachhinein ist es mir klar geworden. Denn genau das ist dieses Buch. Kein Psychothriller, nichts mit enormer Brutalität, das auf Schock und Schrecken aus ist. Eher ein feingliedriges, tiefgründiges Familiendrama, das in den Grundfesten erschüttert.
 
Der Schreibstil ist flüssig und doch wird das Buch von zwei verschiedenen Protagonisten erzählt - einmal von Catherine und einmal vom Verfasser des verhängnisvollen Buches. Der Leser ist hin und her gerissen. Mal steht man eher auf der einen Seite, mal eher auf der anderen.
  
Renee Knight ist hier ein Debut gelungen, das zwar am Anfang etwas langatmig ist, das aber auf viele gute Bücher hoffen lässt. Ab dem ersten Drittel war es nicht einfach, das Buch aus der Hand zu legen. Der Drang endlich zu erfahren, was Catherine so lange Zeit vertuscht hatte wurde immer intensiver - Spannend gemacht!
 
Ich bin neugierig, was uns noch alles aus der Feder von Renee Knight erwartet!
 
Viele Grüße von der Numi

Rezension: Sleepy Hollow - Staffel 2


Erschienen am 18.02.2016
Twentieth Century Fox
FSK: 16
Laufzeit: ca. 780 Minuten
Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1

Sprache: Deutsch, Englisch, Französisch - alle in Dolby Digital 5.1
Untertitel:  Deutsch, Englisch, Französisch 
Format: PAL
Region: Region 2
Anzahl Discs: 5
   
Inhalt laut Twentieth Century Fox
Nichts ist wie es scheint in der zweiten Staffel dieser wortgewandten und fesselnden Serie. Nachdem Ichabod Crane (Tom Mison) sein Leben riskiert hat, um die Polizistin Abbie Mills (Nicole Beharie) aus der Vorhölle zu retten, müssen sich die beiden noch größeren Gefahren stellen, als die dunklen Mächte aus Sleepy Hollow an Einfluss gewinnen. Während Katrina vom kopflosen Reiter gefangen gehalten wird und Frank Irving auf mysteriöse Weise wieder von den Toten aufersteht, müssen sich Ichabrod und Abbie mehr denn je auf ihre Instinkte verlassen.Wem können sie vertrauen bei ihrem Vorhaben, Moloch für alle Zeiten zu bezwingen um damit die Apokalypse zu verhindern?

Rezension
Das Finale der ersten Staffel lies die 'Guten' in keiner angenehmen Lage zurück - Ichabod lebendig begraben, Abbie im Fegefeuer gefangen, Katrina kurz nach ihrer Rettung vom kopflosen Reiter entführt und der zweite Reiter der Apokalypse wandelt auf Erden.

Und doch gelingt es Ichabod und Abbie sich aus ihrer misslichen Lage zu befreien und erneut treten sie den Kampf gegen das Böse an - ihr Ziel ist es Moloch endgültig zu vernichten, aber kann ihnen das wirklich gelingen?

Fazit
Nachdem ich von der ersten Staffel begeistert war, habe ich mich natürlich gefragt, ob die zweite Staffel das halten kann, was die erste versprach. Meine Antwort: Ja! :0)

Die Serie bleibt weiterhin überaus spannend, sehr fantasievoll, mystisch, magisch und behält ihre witzigen I-Tüpfelchen bei.

Auf der bösen Seite können die Macher ja - leider oder erfreulicher Weise (?) - auf einen unerschöpflichen Vorrat an bösen Kreaturen, Dämonen, Höllenwesen etc. zurückgreifen und davon manchen sie reichlich Gebrauch. Und da auch Tote zurückkehren können, wenn sie z.B. ihrer Seele verkauft haben (böser Fehler!) ist die Auswahl nahezu unerschöpflich.


Auf der anderen Seite stehen zumindest Abbie und Ichabod mit ihren (mehr oder weniger) Mitstreitern, die für das Gute einstehen. Die Beziehung die zwischen den beiden entstanden ist und sich immer weiter festigt, obwohl sie etlichen Prüfungen widerstehen muss, trägt die Serie ganz weit nach vorn - dieses Miteinander erinnert mich an Scully und Mulder in den X-Akten.


Meine Empfehlung zu der Serie habt ihr also auch weiterhin und jetzt heißt es warten auf Staffel 3, die in den USA bereits lief!

Viele Grüße von der Numi

Mittwoch, 24. Februar 2016

Rezension: Agatha Christie...

Poirot Collection 1 bis 12 + Morphium + Eine Familie steht unter Verdacht

  bis

  und 

Erschienen zwischen Mai 2006 und September 2014
Studio: Polyband
FSK: ab 6 & ab 12
Laufzeit: 50 - 110 Min.
Ländercode:  02
Anzahl der Disks: 44 + 1 + 1
  
Inhalt laut Polyband
Er ist klein und liebt seinen Schnurrbart. Er ist Belgier und hasst es, für einen Franzosen gehalten zu werden. Er verabscheut physische Gewalt und setzt immer auf seine kleinen grauen Zellen: Meisterdetektiv Hercule Poirot. Tatkräftigen Beistand leisten ihm Captain Hastings und Chief Inspector Japp.
 
Rezension
Wer kennt ihn nicht, den belgischen Detektiv aus der Feder von Agatha Christie? Hercule Poirot der hochintelligente, voller Selbstbewusstsein strotzende Detektiv, der das Nutzen seiner kleinen grauen Zellen zu einer wahren Kunst erhoben hat!
  
In der hier vorliegenden Collection trifft der pensionierte Polizist aus Belgien, der während des ersten Weltkrieg nach Großbritannien flüchtet, zufällig auf seinen alten Freund Captain Hastings, der ihm fortan bei vielen seiner Fälle zur Seite steht. Dazu kommen immer wieder Chief Inspector Japp und Poirots Sekretärin - Miss Lemon - und schon steht dem cleveren kleinen Mann nichts mehr im Wege.
  
Mal mit und mal ohne sein Team löst er die kniffligsten Rätsel!






Von 1989 bis 2013 spielte der britische Schauspieler David Suchet die Rolle des Hercule Poirot und ganz ehrlich - die Rolle ist ihm auf den Leib geschrieben oder eher umgekehrt - er verkörpert den Detektiv genauso, wie ich ihn mir vorgestellt hab, als ich die Bücher las. Ob es das ... selbstverliebte Gehabe ist, das penetrant ordentliche Wesen, die akkurate äußere Erscheinung bis hin zu den scheinbar oft schmerzenden Lackschuhen und den kleinen Trippelschritten. Suchet und Poirot sind nicht zu unterscheiden :0)
 
Auch Hugh Fraser als Captain Arthur Hastings, Philip Jackson als Chief Inspector Japp, Pauline Moran als Miss Lemon und Zoe Wanamaker (Madam Hooch aus der Harry Potter Verfilmung) als Kriminalbuchautorin Ariadne Oliver sind perfekt ausgewählt und spielen ihre Rollen genauso liebevoll, wie Suchet.
 


Die meisten Fälle der Serie wurden rund um 1936 angelegt, sind sehr spannend gemacht und laden zum mitkniffeln ein. Natürlich ist es fast ein Ding der Unmöglichkeit den Täter zu entlarven, obwohl man eigentlich das gleiche sieht, wie Poirot, aber so soll es ja auch sein :0)




Fazit
Für mich der beste Film-Poirot aller Zeiten - und von daher ist diese Serie für mich ein Muss - Es macht einfach Spaß sie sich genussvoll zu gönnen.

Beste Agatha-Christie-Unterhaltung mit spannenden ausgeklügelten Fällen. Für die Lösung benötigt man wirklich die kleinen grauen Zellen des belgischen -nein, nicht französischen- Meisterdetektivs!!!

Viele Grüße von der Numi

Samstag, 20. Februar 2016

Rezension: Das magische Messer

von Philip Pullman, erschienen bei Carlson.
 


Schuber mit Taschenbüchern
1456 Seiten
ab 12 Jahren
ISBN 978-3-551-3572-0X

Band 2  - Das magische Messer
365 Seiten 

Inhalt laut Verlag
Lyra, die tapfere Heldin aus ""Der Goldene Kompass"", ist in einer schwierigen Situation: Sie hat die ihr vertraute Welt verlassen und wird doch immer noch von der gefährlichen Mrs. Coulter verfolgt. Aber sie findet auch einen Freund, den zwölfjährigen Will, dessen Vater vor vielen Jahren auf einer Expedition in den hohen Norden spurlos veschwunden ist. Wills Vater war Forscher...

Rezension
Will Perry hatte mit seinen 12 Jahren bisher kein einfaches Leben. Vor Jahren verschwand sein Vater mit seinem Team spurlos auf einer Expedition in den Norden. Seither ist seine Mutter ... verloren. Zunächst sieht alles nach Depressionen und Verfolgungswahn aus, doch bald merkt Will das es sich dabei nicht um Einbildung handelt - nein, es sind wirklich Männer hinter ihnen her, die auch nicht vor Einbruch und Gewalt zurückschrecken.

Das perfekte Versteck für sich findet Will nur durch Zufall - einen Durchgang in eine andere Welt. Dort findet er endlich einmal Ruhe - wenigstens für kurze Zeit.  Dann lernt er ein junges Mädchen kennen - auch eine Fremde in dieser Welt, allerdings aus einer anderen Parallelwelt als seiner Eigenen. Ihr Name ist Lyra und sie ist auf der Suche nach ihrem Vater, Lord Asriel.

Gemeinsam geraten die beiden zwischen die Fronten eines Kampfes, den sie noch nicht überschauen. Geister, Hexen, Engel, die Kirche - wer steht auf welcher Seite und welche Rolle spielen die beiden Kinder in diesem Kampf und welche Bedeutung hat das magische Messer, das Will in die Hände fällt? ...

Fazit
Vom ersten Teil der Reihe - Der goldene Kompass - war ich begeistert und der zweite Teil steht ihm in nichts nach.

Die Geschichte bleibt weiterhin spannend, fantasievoll und interessant. Vor allem der Blick auf die Kirche, ihre Organisation, ihre Machenschaften und auf ihren Glauben, den sie den Menschen vermitteln, ist sehr.... alternativ und überaus interessant!!!

Der Schreibstil ist weiterhin flüssig. Die Charaktere zum Teil bereits bekannt, zum Teil neu - sind sehr gut gezeichnet und das Lesen geht wirklich leicht von der Hand. Und doch stimmt die eine oder andere Sache nachdenklich - zum Beispiel das Jenseits... für mich eine ganz andere Anschauung, als die, die man von christlicher Seite gewohnt ist.

Ich kann diese Trilogie wirklich nur empfehlen - von Teil drei berichte ich Euch natürlich auch noch.

Viele Grüße von der Numi

Freitag, 19. Februar 2016

Nachschub...

ist ja von essentieller Wichtigkeit, ...




 falls es mal... zu ... äh... Lieferschwierigkeiten kommen würde...


nech?! ;0)

Viele Grüße von der Numi

Rezension: Northanger Abbey

von Val McDermid, erschienen bei HarperCollinsGermany.


 Erschienen am 11. Januar 2016
 gebundene Ausgabe
 320 Seiten
 ISBN 978-3-959-67018-0
  
Inhalt laut Verlag

Jane Austens großer Roman Northanger Abbey, neu verfasst von Krimimeisterin Val McDermid. Lesen ist gefährlich! Zu gern verliert die 17-jährige Pfarrerstochter Cat Morland sich in der Welt der Bücher und träumt von aufregenden Abenteuern – die sie in ihrer Heimat im ländlichen Piddle Valley leider niemals finden wird. Zum Glück darf sie zu einem Kulturfestival nach Edinburgh reisen, wo sie sich in den jungen, aufstrebenden Rechtsanwalt Henry Tilney verliebt. Als er sie auf seinen schönen, aber düsteren Familiensitz Northanger Abbey einlädt, fühlt sich Cat jedoch plötzlich in einen ihrer geliebten Gruselromane versetzt. Denn in dem alten Gemäuer lauern die Schatten der Vergangenheit hinter jeder Ecke und die Anzeichen verdichten sich, dass ein schreckliches Verbrechen geschehen ist
 
Rezension
Catherine Morland ist 17 Jahre alt und bisher doch ein wenig enttäuscht von ihrem Leben. Sie träumt von Abenteuern, der Liebe, sogar von Vampiren oder Untoten , halt einfach von einem aufregendem, spannendem Leben und nicht von dem tristen Einerlei, das bei ihr vorherrscht. 

Doch dann kommt ihre große Chance. Ihre Nachbarn, die Allens, laden sie ein mit Ihnen zu einem Kulturfestival nach Edinburgh zu kommen. Endlich. Endlich geht es hinaus aus ihrer ländlichen Idylle, hinein ins echte Leben. Hier erwarten sie aufregende Dinge, Veranstaltung, Menschen, Shoppingtouren mit Susie Allen - rund um die Uhr erlebt sie so viel Neues.

Was sie besonders begeistert, sind ihre neuen Bekanntschaften - vor allem mit dem jungen sympathischen Rechtsanwalt Henry Tilney und seiner Schwester Ellie. Als die Beiden Cat sogar einladen zu einem Besuch auf deren Landsitz Northanger Abbey erfüllt sich für sie ein weiterer Traum - und tatsächlich handelt es sich um einen düsteren Ort, der Cat nicht nur gruseln lässt....

Fazit
Was soll ich zu diesem Buch sagen? Ich fühle mich ein wenig hin und her gerissen. 

Zunächst einmal steht ganz außer Frage, dass Val McDermid schreiben kann. Ihr Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Die Charaktere sind fein gezeichnet, sodass man sie schnell ins Herz schließen kann - außer natürlich die eher Unsympathischen, aber das soll ja auch so sein.

Ich kannte Catherine Morland, die Tilneys und die anderen bereits aus dem Originalbuch von Jane Austen und habe sie natürlich direkt wiedererkannt. McDermid hat also die Geschichte - nebst Namen - übernommen und praktisch versucht sie in unsere Zeit zu transportieren. Leider, leider ist das in dieser Art sehr schlecht machbar.

Die Zeiten haben sich einfach zu sehr verändert, seit das Original geschrieben wurde. Welche junge Frau sucht heute sofort nach einem passenden gutsituierten Ehemann? Wer lässt sich in noch in dieser Art gängeln und bevormunden? 

Während des Lesens waren die Bilder in meinem Kopf immer wieder beim Original - bei Damen in Empire-Kleidern, bei vornehmen Damen und Herren, höflich, zuvorkommend, sich Ihres Standes und ihres Benehmens bewusst und dann...
plötzlich wieder Begriffe, wie Facebook, Twitter, Sms, Smartphones, E-mails etc... und jedes Mal fühlte ich mich, als ob ich irgendwo gegengelaufen wäre. Ein kurzer Bogen um dieses Hindernis und ich war zurück in den alten Zeiten.

Mir hätte es besser gefallen, wenn man das Original in seiner Zeit gelassen und nur die Terminologie angepasst hätte, z.B. aus einem Advokaten einen Anwalt machen, aus einer Gouvernante eine Erzieherin. Das wäre rund gewesen und hätte Jane Austen vielleicht vielen Lesern näher bringen können.

Oder aber man hätte die Geschichte neu aufziehen müssen. Der Wunsch nach Abenteuer usw. ist ja durchaus realistisch, aber dann hätte das ganze Umfeld und die Bedingungen anders sein müssen.

Sie ist es nichts Halbes, aber auch nichts Ganzes. Ich für meinen Teil habe den 'neumodischen Kram' überlesen und mir das Buch zurechtgezaubert - da ich Jane Austens Buch ja kannte, war das kein großes Problem. Aber ob ich es direkt empfehlen kann... Lest vielleicht lieber das Original und schaut, ob es Euch so gut gefällt, wie mir :0)

Viele Grüße von der Numi