Mittwoch, 27. Januar 2016

Rezension: Stableford

von Rob Reef, erschienen bei Goldfinch.


10. September 2015
Taschenbuch
256 Seiten
ISBN: 978-3-940258-49-6

Beschreibung laut Verlag
England 1936. Acht Golfer folgen der Einladung des Bankhauses Milford & Barnes zu einem Golf-Wochenende in Cornwall. Obwohl von ihrem Gastgeber jede Spur fehlt, beschließen sie, das Turnier auszutragen. Doch es endet vorzeitig – mit einem Mord. Durch ein Unwetter von der Außenwelt abgeschnitten, beginnen sie, den Mörder auf eigene Faust zu suchen. Der Literaturprofessor Stableford, ein eifriger Leser von Kriminalromanen, übernimmt die Rolle des Detektivs nur allzu gern. Doch es gibt ein Problem: Er hat sich Hals über Kopf in die Hauptverdächtige verliebt. Für ihn steht fest, dass sie es nicht gewesen sein kann, aber sollte er sich wirklich auf sein Gefühl verlassen? Da geschieht ein zweiter Mord …

Rezension
England 1936 - John Stableford bekommt eine Einladung seines Bankhauses zu einem Golf-Wochenende in Cornwall. Erst hält er das Ganze für einen Scherz, aber als er einen Tag später ein Erste-Klasse-Zugticket in seiner Post vorfindet, ist er zwar erstaunt, aber zugegebenermaßen auch erfreut. So ein Wochenende auf dem Land ist doch eine willkommene Abwechslung zu seinem derzeitigem akademischen Buchprojekt.

Doch als er das einsam gelegene Haus erreicht, ist von den Gastgebern nichts zu sehen. Neben sieben weiteren Gästen, sind nur drei Bedienstete vor Ort, die allerdings auch keinen persönlichen Kontakt mit ihren Auftraggeber hatten. Um das Beste aus der Situation zu machen, entscheiden sich die Gäste trotz allem, mit dem Golfspiel zu beginnen. Allerdings währt die Freude nicht lang: Schon nach wenigen Schlägen wird einer der Acht ermordet aufgefunden.

Durch ein Unwetter von der Außenwelt abgeschnitten, mit einem Mörder in ihrer Mitte, beschließen die Gäste dem Einzigen unter Ihnen, der ein Alibi für den Mord hat, mit der Untersuchung des Falles zu beauftragen. So beginnt Stableford mit seiner Detektivarbeit und das ist auch dringend erforderlich, denn schon bald findet man einen zweiten Toten.

Fazit
Ein ganz klassischer Kriminalroman - eine Hommage an die alten Meister, wie z.B. Agatha Christie oder Sir Conan Doyle. Als Leser findet man sich zurückversetzt in die alte Zeit - ohne Technik, ohne Brutalität, aber dafür mit viel Grips und Spannung.

Der Schreibstil ist flüssig, Stableford kommt sehr sympathisch daher, Stück für Stück werden die anderen Charaktere vorgestellt und deren... Eigenheiten treten allmählich zu Tage. Ein Krimi zum miträtseln - ich persönlich lag allerdings - wie immer - daneben :0)

Im Anhang findet sich außerdem noch ein Plan des Golfplatzes und des Gebäudes, was ich sehr praktisch fand. Ein zusätzliches Glossar zu den Golfbegriffen wäre vielleicht noch interessant gewesen, aber nicht wirklich notwendig.

Die Überleitung zu einem zweiten Fall wird übrigens bereits gelegt - ich bin gespannt!

Viele Grüße von der Numi

Kommentare:

  1. Hat das Buch Dir also auch gefallen. Ich bin auch schon gespannt auf die Fortsetzung.
    Liebe Grüße, Inge

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  2. Das klingt gut. Wie auch viele andere Sachen von Goldfinch.

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