Samstag, 30. Januar 2016

Rezension: Der goldene Kompass

von Philip Pullman, erschienen bei Carlson.
 

Schuber mit Taschenbüchern
1456 Seitenab 12 Jahren
ISBN 978-3-551-3572-0X

Band 1  - Der goldene Kompass
444 Seiten 

Inhalt laut Verlag
Lyra staunt nicht schlecht, als eines Tages ihr Onkel Asriel im College von Oxford auftaucht, um für eine Expedition in den Norden zu werben. Er ist überzeugt, dass sich dort eine andere, fantastische Welt verbirgt. Nach seiner Abreise geschehen merkwürdige Dinge: Immer wieder verschwinden Kinder. Irgendwann trifft es auch Lyras besten Freund und sie macht sich selbst auf in den hohen Norden. Tatsächlich findet sie die Brücke zwischen den Welten - und wagt mutig den ersten Schritt.

Rezension
Eine Parallelwelt. Der größte Unterschied zu unserer Welt ist, das die Menschen ihre Seele nicht in sich tragen, nein - sie ist sichtbar. Jeder Mensch wird von seinem sogenannten Dæmon in Gestalt eines Tieres ein Leben lang begleitet. Bei Kindern wechselt er noch je nach Stimmung, Lust und Laune seine Gestalt.

So auch bei Lyra - ihr Dæmon Pantalaimon kann noch jede Tiergestalt annehmen - ob Maus, Motte, Wildkatze oder Adler - allerdings ist er am liebsten ein Hermelin und kuschelt sich um Lyras Hals (SO ein Hermelinmantel würde mir auch gefallen). Die beiden waren, sind und werden ihr Leben lang zusammen sein.

Gemeinsam wachsen sie am Jordan College in Oxford auf. Lyra - ein Waisenkind - wird von den dortigen Wissenschaftlern mehr oder weniger erzogen. Oft streift sie mit ihrem besten Freund Roger - dem Küchenjungen von Jordan - durch die Gegend oder sie kämpfen mit den Kindern der Bediensteten gegen Kinder von anderen Colleges - aber nur solange, bis die Stadtkinder auftauchen. Dann schließen sich natürlich alle Collegekinder gegen diesen 'Feind' zusammen.

Eine behütete Welt. Obwohl auch Lyra das Gerücht mitbekommt, das immer wieder Kinder in Britannien entführt werden - 'von den Gobblern geholt' heißt es dann - ist ihre Welt in Ordnung. Das ändert sich erst als Roger plötzlich verschwunden ist...

Fazit
Toll - man taucht ein in eine fantasievolle, aber auch aufwühlende, spannende Geschichte einer halb-fiktiven Welt!

Philip Pullman ist es gelungen, dem Leser eine gleiche und doch ganz andere Welt zu eröffnen. Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Beschreibung der Charaktere, der Dæmonen, der Umgebung - alles entsteht vor dem inneren Auge und man begleitet Lyra auf der Suche nach Roger durch sämtliche Gefahren - was sie allerdings findet, übersteigt alles, was man sich vorgestellt hat ..

Dabei handelt es sich wirklich nicht um ein Kinderbuch und die Altersangabe 'ab 12 Jahren' ist gut. Denn es geht in diesem Buch nicht nur um Freundschaft, sondern auch um Macht, Manipulation, Unterdrückung und um das, was Menschen den Menschen antuen können im Namen der Religion...

Meine beiden Daumen sind oben und ich habe bereits mit Band 2 angefangen!

Viele Grüße von der Numi  

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