Samstag, 17. Dezember 2016

Rezension: Happy Valley

Die komplette Staffel 2
 

 
Erschienen am 25.11.2016

FSK: 16
Laufzeit:  ca. 300 Min. (6 x 50 Min.) + 32 Min. Bonus
Bildformat: 1920x1080 (1,78:1)
Sprache: Deutsch DTS-HD 2.0, Englisch DTS-HD 2.0
Untertitel:  Deutsch, Englisch
Ländercode:  ABC
Anzahl Discs: 2
 
Beschreibung laut Polyband
Achtzehn Monate sind vergangen, und die geradlinige Polizistin Catherine Cawood (Sarah Lancashire) ist zurück in ihrem Job und bei ihrem engagierten Team. Tommy Lee Royce, der Vater ihres Enkels und der Mann, der sie beinahe umgebracht hat, sitzt seine lebenslange Haftstrafe ab. Doch die schrecklichen Ereignisse der Vergangenheit holen Catherine schneller ein, als gedacht.
Auf einer Patrouille macht sie eine grausame Entdeckung – eine verwesende Frauenleiche. Die Verletzungen des Opfers zeigen verblüffende Ähnlichkeiten mit anderen Morden der vergangenen Monate. Treibt ein Serienmörder sein Unwesen?
Noch schockierender ist aber die Erkenntnis, dass Catherine das Opfer kennt. Es ist die Mutter von Tommy Lee Royce ...
 
Rezension
Mittlerweile liegen die ... Ereignisse der ersten Staffel 18 Monate zurück und das Leben normalisiert sich wieder. So zumindest hofft Catherine Cawood für sich und ihre Familie. Als sie eine - auf den ersten Blick unerkenntliche - Frauenleiche findet, sieht alles zunächst 'nur' nach einem weiteren Opfer eines gesuchten Serientäters aus.
 
Doch schon bald stellt sich heraus, dass Catherine das Opfer kannte. Und nicht nur das... es handelt sich bei der Toten um die Mutter vom Tommy Lee Royce - dem Mann, den sie für den Tot ihrer Tochter verantwortlich macht und vor dem sie ihren Enkelsohn um jeden Preis schützen will. 
 
Als Tommy vom Tod seiner Mutter erfährt steht für ihn fest, dass Catherine die Leiche nicht zufällig gefunden hat. Er ist sich sicher, dass sie hinter dem Mord steckt und um Rache zu üben, ist ihm jedes Mittel recht...
 

Fazit
Die erste Staffel dieser Serie hat mir schon ausnahmslos gut gefallen und ich muss sagen, die zweite Staffel steht ihr in nichts nach. 
 
Auch hier bietet sich dem Zuschauer wieder eine sehr gut durchdachte Geschichte mit mehreren Handlungssträngen. Zum einen ist dort die Suche nach dem Serientäter und, wie sich herausstellt, eventuell sogar nach einem Trittbrettfahrer. (Könnte das möglich sein?). Dazu kommen noch private Probleme, die immer und immer wieder alte Wunden aufreißen, sodass weder Catherine (Sarah Lancashire), noch ihre Schwester (Siobhan Finneran) oder ihr Enkel zur Ruhe kommen. (Nein, nein, nein - ich verrate nix!
 
Neben den beiden tollen Akteurinnen, muss ich dieses Mal auch James Norton erwähnen, der Tommy Lee Royce verkörpert. Ich kann den Kerl einfach nicht leiden... er ist richtig... widerlich... was so viel heißt, dass Norton seine Rolle sehr gut spielt :0)
 
Die erstklassigen Schauspieler, eine spannende Story von Anfang bis Ende, eine stimmige, atmosphärische Kulisse - so wird eine Serie zu einem richtigen Highlight. Meine Empfehlung habt ihr zu 100% - wer es britisch, spannend, dramatisch, aber ohne Explosionen und freifliegenden Körperteilen mag, ist hier genau richtig!
 
Ich hoffe darauf, dass noch mehr Staffeln folgen werden!
 
Viele Grüße von der Numi


Samstag, 10. Dezember 2016

Rezension: Fuchskind

von Annette Wieners, erschienen bei List.


Erschienen am 17.06.2016
Taschenbuch, Klappenbroschur
352 Seiten
ISBN-13 9783548612515

Beschreibung laut Verlag
An einem Herbsttag hört Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes hinter einem Grab plötzlich Babygeschrei. Sie gerät in Panik, denn sie fühlt sich an den Tag erinnert, an dem ihr Sohn zehn Jahre zuvor durch Giftpflanzen ums Leben kam. Doch der Säugling, den sie auf dem Friedhof entdeckt, ist unversehrt. Von den Eltern aber weit und breit keine Spur. Als wäre das nicht genug, wird auch noch eine Frauenleiche gefunden. Und Gesines Exmann steht plötzlich vor ihr. Hat er etwas mit der Toten zu tun? Gesine kommt der Wahrheit näher, als ihr lieb ist ....

Rezension
Die Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes beginnt, wie gewohnt, ihren Arbeitstag. Aber irgendetwas ist heute anders... da ein Schatten... nein, das war nur ein Fuchs. Aber die Fußabdrücke... ein Knacken im Gehölz... und dieses Wimmern... eine Katze? Ein kleines Kind?  Und tatsächlich findet sie, tief zwischen den Rhododendren, eine Babyschale mit einem - noch lebenden Säugling und sie hört jemanden wegrennen, doch das Baby ist wichtiger. Es weint... es krampft und Gesine lässt alles stehen und liegen und bringt das Kleine zum nächsten Krankenhaus. Rettung in letzter Sekunde - hoffentlich...

Aber wer setzt ein Baby auf dem Friedhof aus - mitten im November? Wer ist die Tote, die vor dem Friedhof gefunden wird? Eine Tote, an der Gesine vorbei gerast war, ohne sie zu bemerken. Und warum steht plötzlich ihr Exmann vor ihr? Hat er etwas mit den Geschehnissen zu tun? Was passiert auf einmal um sie herum? Gesine findet sich unversehens in einer Geschichte wieder, die nicht nur sie in Gefahr bringt...

Fazit
Der erste Teil um Gesine Cordes 'Kaninchenherz' hatte mir gut gefallen, von daher hatte ich mich auf Teil Zwei schon gefreut. Und das war nicht verkehrt :0)

Der Schreibstil von Frau Wieners ist und bleibt flüssig, griffig, sehr gut zu Lesen. Die Stimmung und die Atmosphäre, die sie in ihren Büchern schafft, hüllen den Leser ein. Gesines Leben hat sich, seit dem Tod ihres Sohnes, verändert - sie selber hat sich verändert. Zurückgezogen von allem lebte sie, einsam und allein, in einem Wohnwagen und grenzte sich selber aus. Doch hier - im zweiten Teil - merkt man, dass sie sich langsam öffnet und eventuell doch einen Weg zurück ins Leben findet.

Der Krimi kommt eher ruhiger daher und ist trotzdem spannend. Die Figuren entwickeln sich, was mir an Serien besonders gut gefällt. Zum Schluss hin finde ich die Geschichte zwar etwas zu... wie soll ich sagen... einen Hauch zu dick aufgetragen. Da hätte mir persönlich etwas weniger besser gefallen, aber nichtsdestoweniger freue ich mich schon sehr auf den nächsten Teil und ich bin gespannt, wie es mit Gesine weitergeht!

Viele Grüße von der Numi

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Rezension: Castle

die komplette achte und finale Staffel




Erschienen am 10.11.2016

FSK: ab 16
Laufzeit: über 902 Minuten

Bildformat: 16:9/ 1,78:1
Sprache: Deutsch, Italienisch, Französisch, Spanisch:  Dolby Digital 2.0, Englisch Dolby Digital 5.1

Untertitel: Englisch für Hörgeschädigte, Deutsch, Französisch, Niederländisch, Spanisch, Dänisch, Finnsch, Norwegisch, Schwedisch

Anzahl Discs: 6
© ABC Studios and CBS Studios, Inc. 

 

Inhalt
Neue Türen öffnen sich für das wohl beliebteste Fernsehpaar, als Beckett endlich zum Captain befördert wird und Castle den Sprung vom Autor zum Professionellen Privatermittler schafft. Erleben Sie in der achten und finalen Staffel von Castle fesselnde Momente voller Leidenschaft, hochspannendem Nervenkitzel und elektrisierender Romantik. Ein mysteriöser Anruf zwingt Beckett zur Flucht und setzt eine Welle von dramatischen Ereignissen in Gang. Es wird sogar noch spannender – und ein bisschen verrückt -, als Castles Tochter Alexis ihrem Vater dabei hilft, seinen bisher schwersten Fall zu lösen. Neue Gesichter sowie vertraute Charaktere unterstützen die Ermittler in einem Jahr voller erschütternder Wendungen. Begleiten Sie Castle und Beckett auf ihrem Weg und tauchen Sie noch tiefer ein in ihre Welt mit dem exklusiven Bonusmaterial, das nur auf DVD erhältlich ist.
 


Rezension
Nun ist es tatsächlich soweit: Captain Kate Beckett (Stana Katic) ist im Einsatz, Richard Castle (Nathan Fillion) hat sich als Privatermittler niedergelassen und seine Tochter Alexis (Molly C. Quinn) unterstützt ihn tatkräftig bei seiner Arbeit. Naja... vielleicht könnte man auch sagen, dass Alexis seine Arbeit ein wenig übernimmt und er sich weiterhin in die Fälle von Kate einmischt ... aber alles halt liebevoll, possierlich, phantasievoll und nett, wie es nun einmal seine Art ist :0)
 
 
 
Obwohl Kates Anweisung eigentlich anders lautet, lassen sich Ryan (Seamus Dever) und Esposito (Jon Huertas) nur zu gern ein wenig von Castle unterstützen - schließlich hat sich dieses Team ja auch über Jahre bewährt und Castles Beziehungen öffnen bei den Ermittlungen immerhin die ein oder andere Tür.
 
 

Und so geht es weiter mit spannenden, interessanten und witzigen Fällen in gewohnter Manier!

Fazit
Auch in der achten Staffel geht es, wie üblich, weiter. Witzig, charmant, einfallsreich, spannend. 

21 Folgen lang hatte ich sogar unterschwellig die Hoffnung, dass der Aufdruck auf dem Cover 'finale Staffel' eventuell nur ein Versehen war, weil eigentlich nichts darauf hindeutete, dass es enden würde.... Ganz ehrlich: ich habe noch nie ein so kurzes, knackiges Staffelende erlebt. Nicht schlecht... eher erstaunlich.... man ist halt einen längeren Abschied gewohnt.... aber so hat man vielleicht mehr davon... also von der Serie an sich... das Ende ist dann... vielleicht schmerzloser...
Ihr seht: ich bin mir da selber noch nicht ganz sicher ;0)

Was bleibt ist auf jeden Fall eine tolle Serie, die Spaß gebracht hat. Es war ein Vergnügen sie anzusehen und sie hat definitiv einen Platz in meiner Sammlung - kann ich Euch nur empfehlen von Anfang an bis zum Ende!

Viele Grüße von der Numi

Samstag, 3. Dezember 2016

Rezension: Der blaue Stern

von Ulrike Busch, erschienen im Klarant Verlag.

 
Erschienen am 16. November 2016
eBook
242 Seiten
EAN 9783955735272 

Beschreibung laut Verlag
Düstere Wolken ziehen auf über dem friesischen Neuharlingersiel: Niemand in dem beschaulichen Fischerdorf ahnt, wer die neu Hinzugezogene wirklich ist. Geflüchtet in ein Zeugenschutzprogramm, versucht die Goldschmiedin Inka Brook, hier ein neues Leben zu beginnen. Schuldlos war sie aufgrund der kriminellen Machenschaften ihres Freundes in das Visier der Mafia geraten. Alles dreht sich um den Blauen Stern, einen Diamanten von unschätzbarem Wert... Die neue Identität soll Inka schützen. Überraschende Hilfe erhält sie von einer jungen ostfriesischen Journalistin, die keine Angst kennt und in dem Fall recherchiert. Doch die Mafia legt sich einen perfiden Plan zurecht und schreckt vor keinem Mittel zurück. Schon bald ist es vorbei mit der friesischen Idylle in Neuharlingersiel...




Rezension
Durch einen Zufall findet die Goldschmiedin Inka Brook heraus, das ihr Lebensgefährte krumme Geschäfte mit irgendwelchen Kriminellen betreibt. Schockiert und enttäuscht zeigt sie ihn an. Bei den Bösewichtern handelt es sich allerdings um eine organisierte Mafia. Daniel sitzt nun zwar im Gefängnis, aber die Ermittler vermissen 2 Millionen Euro und einen Diamanten, von unschätzbarem Wert. Und nicht nur die Polizei würde gerne fündig werden - auch die Gegenseite hätte 'ihre' Sachen gern zurück.
 
Plötzlich steht Inka Brook unter Verdacht von allen Seiten. Und so findet sie sich unerwartet in einem Zeugenschutzprogramm wieder - ihr altes Leben soll von einer Sekunde zur anderen nicht mehr existieren. Ein neuer Name, eine neue Vergangenheit, ein neuer Job - ein komplett neues Leben - wie soll es nun weitergehen? 

Eine jungen ostfriesischen Journalistin, die sich für den Fall interessiert, findet heraus, wo Inka steckt und nimmt Kontakt zu ihr auf. Aber ist sie die Einzige, der das gelingt? Schließlich geht es um einen unwahrscheinlich wertvollen Diamanten und um... ein wenig Kleingeld...
 
Fazit
Ein neues Buch von Ulrike Busch? Da bin ich natürlich dabei! Schließlich haben mir die beiden Bücher um die Kripo Wattenmeer sehr gut gefallen. Dieses Buch gehört zwar nicht zu der Reihe, aber das heißt ja nix, nech?!

Und was soll ich sagen? Nein, es heißt nichts. Auch ein Einzelband kann richtig gut sein!

Der Schreibstil ist einfach klasse, leicht und flüssig zu Lesen. Die Geschichte um Inka Brook ist spannend - obwohl manchmal hätte ich das Mädel gerne mal ein wenig durchgeschüttelt. Nach dem Motto: Aaaaaarrrrggghhhh - mach das NICHT, das kann nur schiefgehen! Also ein spannendes Buch mit Schütteltendenz :0)

Die Charaktere sind also lebensnah beschrieben. Die Menschen und ihre Umgebung entstehen vor dem geistigen Auge des Lesers und es ist gar nicht so einfach, das Buch zwischendurch aus der Hand zu legen. Schließlich möchte man ja wissen, wie die Geschichte ausgeht!

Ich bin gespannt auf das nächste Buch von Frau Busch. Egal ob Einzelband oder Kripo Wattenmeer - das Lesen bereitet Vergnügen.

Viele Grüße von der Numi

Sonntag, 20. November 2016

Rezension: Fringe

Staffel 1 - 5 oder halt direkt die komplette Serie :0)


Warner Home Video
FSK: ab 16
Laufzeit: über 74 Std.

Inhalt Staffel 1...
Aus der Feder von J.J. Abrams, Roberto Oci und Alex Kurtzman stammt diese Serie, in der die FBI-Agentin Olivia Dunham auf mysteriöse Fälle angesetzt wird. Nach der Landung einer Maschine auf dem internationalen Flughafen in Boston sind die gesamte Besatzung und alle Passagiere tot. Olivia wird zum Flughafen gerufen und mit der Untersuchung der Todesfälle beauftragt. Als sie die Maschine betritt, entdeckt sie, dass alle Menschen an Bord auf grausame Art und Weise entstellt sind. Olivias Partner und heimlicher Geliebter John Scott wird bei der Aufklärung des Falles selbst zum Opfer dieser Entstellung. Sie sucht verzweifelt nach Hilfe und stößt dabei auf den Wissenschaftler Dr. Bishop, der seit fast 20 Jahren in einer geschlossenen Psychiatrie sitzt. Olivia muss feststellen, dass sie nur durch Bishops Sohn Peter an den verwirrten Doktor herankommt. Schon bald findet das Ermittler-Team heraus, dass dieser fatale Flug und Johns Entstellung nur der Anfang einer noch größeren Tragödie ist.

Rezension
Alles beginnt mit einem Flugzeugabsturz bei dem es keine Überlebenden gibt. Im Gegenteil - die Toten sind allesamt regelrecht entstellt. Die FBI-Agentin Olivia Dunham übernimmt die Ermittlungen und so startet ihre Mitarbeit in der Fringe Devision unter der Leitung von Agent Phillip Broyles - der Abteilung für ... Grenzwissenschaften.


Schon bald stellt sich heraus, das für die kommenden Fälle ein bestimmter Mann unentbehrlich ist - Dr. Walter Bishop - ein Wissenschaftler der bereits über 17 Jahre in einer Nervenheilanstalt einsitzt. Um an ihn heranzukommen muss Olivia seinen Sohn Peter überreden, seinen Vater aus der Anstalt herauszuholen und die Vormundschaft für ihn zu übernehmen. Nicht ganz einfach das Ganze, aber ... machbar.


Zusammen mit FBI-Agentin Astrid Farnsworth, die sich hauptsächlich um Walter kümmert, bilden die Vier das Stammteam der Fringe Devision. Und es bleibt nicht einfach nur bei mysteriösen, geheimnisvollen Fällen...



Fazit
Was für eine fantastische Serie. Zuerst dachte ich ja, es wäre so eine Art Abklatsch der X-Akten - zumindest bei den ersten Folgen. Also mysteriöse Fälle, deren Ursprung man nicht wirklich ermitteln kann, die im Endeffekt zu keiner richtigen Lösung führen. Aber weiiiiiit gefehlt.

Fringe ist wirklich eine gutdurchdachte Mysterie/Science-Fiction-Serie mit einigen Krimi-/Thriller-Elementen, einem Hauch Grusel, viel Spannung, gewürzt mit einwandfreiem Humor und das Ganze hört sich auch noch wissenschaftlich einwandfrei an... zumindest, wenn man Walter und Peter Bishop zuhört.

Man muss allerdings schon aufmerksam dabeibleiben, ansonsten überrollen einen die Ereignisse. Die Macher haben sich wirklich etwas einfallen lassen. Fantasievoll, abwechslungsreich, kreativ, intelligent, geistreich... also einfach klasse!

Zum Teil liegt meine Begeisterung natürlich auch an John Noble - für mich einer der beiden besten Schauspieler, die es zurzeit gibt. Ich hatte ihn vorher nur einmal als Denethor, Truchsess von Gondor, beim Herrn der Ringe bemerkt. Dort fand ich ihn recht ... fies. Hier bei Fringe zieht er sämtliche Register.


Manchmal könnte man ihn in den Arm nehmen und kräftig durchknuddeln und ein anderes Mal ist man versucht ihm auf die Schuhe zu spucken und sich eiskalt von ihm abzuwenden voller Abscheu. Für mich ein brillanter Schauspieler, der mich absolut begeistert.

Lange Rede, kurzer Sinn. Für mich ist Fringe eine absolut tolle Serie, die ich nun schon zum zweiten Mal komplett durchgeschaut habe und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein. Ihr habt also mein absolute Anguckempfehlung!

Viele Grüße von der Numi

Samstag, 19. November 2016

Rezension: Die Schattenbucht

von Eric Berg, erschienen bei Limes.


Erschienen am 22.02.2016
Paperback, Klappenbroschur
416 Seiten
ISBN: 978-3-8090-2642-6
 
Beschreibung laut Verlag
Ohne ersichtlichen Grund und ohne emotionale Regung springt Marlene Adamski vom Balkon ihres Hauses in die Tiefe. Sie überlebt, spricht seither jedoch kein Wort mehr. Psychologin Ina Bartholdy findet keine Erklärung für das Verhalten der 62-jährigen Bäckersfrau, doch der Fall lässt sie nicht los. Sie fährt ins mecklenburgische Prerow, um nach ihrer Patientin zu sehen.

Marlene wird scheinbar liebevoll umsorgt. Doch das Verhalten ihres Ehemanns macht Ina stutzig. Keine Sekunde lässt er sie mit Marlene allein, will offensichtlich verhindern, dass sie mit Ina spricht. Was hat dieser Mann zu verbergen? Und was hat er mit den merkwürdigen Vorfällen zu tun, die sich in Prerow häufen?

Rezension
Ihre neue Patientin gibt der Psychologin Ina Bartholdy Rätsel auf. Die 62-jährige Frau saß bei Kaffee und Kuchen auf ihrem Balkon, stand auf und sprang um sich das Leben zu nehmen - ohne Abschiedsbrief, ohne Erklärung, ohne einen erkennbaren Grund. Und auch jetzt schweigt sie sich aus. Wie kam es dazu? Warum wollte die Frau sterben?

Ina beschließt die Frau - auch nach ihrem stationären Aufenthalt - weiterzubehandeln und diese scheint auch nicht abgeneigt. Doch ihr Mann hält davon überhaupt nichts. Ständig umschwirrt er die beiden Frauen, mischt sich ein, versucht Ina davon abzuhalten mit seiner Frau zu sprechen. Ina ist irritiert. Was steckt dahinter? Oder bildet sie sich das Ganze nur ein? Genauso, wie sie sich einbildet, dass ein Auto sie verfolgt. Immer wieder taucht der gleiche Wagen in ihrer Nähe auf. Aber das kann doch gar nicht sein. Wer sollte...? Könnte das mit ihrer neuen Patientin zusammenhängen? Nein... oder?

Fazit
Vorab: Das Buch hat mir gefallen, allerdings war es für mich kein typischer Krimi (Verbrechen, Ermittlung, Überführen und Verhaften des Täters) sondern eher eine Studie des menschlichen Verhaltens in Ausnahmesituationen.

Wie weit geht ein Mensch um aus einer - für ihn gefühlten ausweglosen - Situation zu entkommen? Erreicht man irgendwann eine Grenze, die man selber tatsächlich nicht überschreiten kann? Und wenn man den Weg gegangen ist, wie geht man anschließend damit um? Kann man das Getane verdrängen? Kann man damit leben oder zerbricht man irgendwann an seinem Gewissen?

Der Schreibstil ist auf jeden Fall sehr flüssig, die Geschichte ist spannend und interessant, wobei die Spannung immer wieder mit Informationen über die Psyche des Menschen aufgelöst wird. Erzählt wird einmal die Geschichte im Heute und zum anderen die Geschehnisse der letzten 14 Monate.

So setzt sich Stück für Stück, wie bei einem Puzzle, das Bild zusammen. Langsam, aber sicher erklärt sich, wieso, wer und warum. Gut gemacht - vielleicht an ein-zwei Stellen leicht überzeichnete Charaktere, aber ungeachtet dessen ein Buch, das den Leser zu fesseln vermag.

Ich bin gespannt, was Herr Berg sich weiterhin einfallen lässt!

Viele Grüße von der Numi

Samstag, 12. November 2016

Rezension: Hilo. Der Junge, der auf die Erde krachte

von Judd Winick, erschienen bei Popcom.


Erschienen am 13. Oktober 2016
Vollfarbiges Hardcover
200 Seiten
ab 10 Jahren +
ISBN 978-3-8420-3081-7
 
Beschreibung laut Popcom
Mit nichts als einer silbernen Unterhose bekleidet, kracht Hilo eines Tages auf unseren Planeten und hinterlässt einen riesigen Krater. Er weiß nicht, woher er kommt und wie er auf die Erde kam. Zum Glück trifft er D.J., der sich redlich Mühe gibt, Hilo mit den Gepflogenheiten der Menschen vertraut zu machen. Anfangs verläuft alles zwar reichlich chaotisch, aber friedlich. Doch dann entdecken sie Hilos Geheimnis und stürzen in das größte Abenteuer aller Zeiten!

Rezension
D.J. - also eigentlich Daniel Jackson Lim - kann nichts wirklich gut. Nicht so, wie seine vier Geschwister, die alle irgendetwas unglaublich gut können. D.J. ist in allem eher... okay. Obwohl eine Sache, die konnte er mal richtig gut und zwar mit Gina befreundet zu sein. Darin war er so richtig, richtig gut. Aber dann zog Gina mit ihren Eltern fort uns seitdem...

Doch dann kracht eines Tages etwas vor seinen Augen auf die Erde - BUMM. Ein Junge in einer silbernen Unterhose liegt in dem Krater und kann sich leider an Nichts mehr erinnern. Als er erst einmal Gras probiert - das schmeckt übrigens grässlich - weiß D.J., dass er sich um ihn kümmern muss. Und damit stürzen die Beiden in eine abenteuerreiche Zeit!

Fazit
Ob ich Lust hätte ein Comicbuch zu lesen... tze ... ich... in meinem Alter...

Okay früher... ja früher hab ich jedes Comic gelesen, das ich in die Finger bekommen habe - Batman, Superman, Marvel-Comics, Mickey Mouse, Donald Duck, Fix und Foxi - wurscht. Nichts war vor mir sicher. Selbst als ich noch nicht lesen konnte, habe ich die Bilder genauestens studiert und meine Geschwister mussten mir vorlesen.

Ehrlich gesagt, sind Comics daran schuld, dass es das Erste war, was ich in der Schule gelernt habe: LESEN! Und auch heute noch greife ich im Wartezimmer - wenn ich mal mein Buch vergesse - lieber zu einem Comic als zu diesen ... Zeitschriften - ihr wißt schon...

Die Altersangabe ab 10 finde ich passend, ob für Jungen oder Mädchen, Mann oder Frau. Die Zeichnungen sind liebevoll gestaltet. Die Geschichte dreht sich um Freundschaft, Verbundenheit, und Treue und ist spannend und witzig erzählt. Aufgeteilt ist sie in neun Kapiteln und dementsprechend könnte man dann ja mal beim Lesen eine Pause einlegen.... dumdidum... muss man aber nicht :0)

Also: das war ein kurzweiliges Lesevergnügen mit Hilo, D.J. und Gina!
  

Übrigens: Judd Winick, 1970 geboren, hat für die Marvel- und DC-Serien „Der Grüne Pfeil“, „Die Grüne Laterne“, „Catwoman“, „Exiles“ oder „Batman“ zahlreiche Hefte kreiert.

Viele Grüße von der Numi