Samstag, 14. November 2015

Rezension: Das barmherzige Fallbeil

von Fred Vargas, erschienen bei Limes.


Erschienen am 26. Oktober 2015
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
512 Seiten
ISBN: 978-3-8090-2659-4

Inhalt laut Verlag

Adamsberg ist zurück, und seine Ermittlungen führen ihn in die blutige Zeit der
Französischen Revolution und in die tödliche Kälte Islands ...
Innerhalb weniger Tage werden die Leichen einer Mathematiklehrerin und eines
reichen Schlossherrn in Paris entdeckt, die vermeintlich Selbstmord begangen
haben. Die brutale Szenerie alarmiert zwar die Polizei, doch es scheint keine
Verbindung zu geben. Bis Jean-Baptiste Adamsberg auf unauffällige Zeichnungen
an beiden Tatorten aufmerksam wird. Kurz darauf stellt sich heraus, dass die
Lehrerin vor ihrem Tod dem labilen Sohn des zweiten Toten geschrieben hat.
Der Brief führt Adamsberg auf die Spuren einer verhängnisvollen Reise nach
Island, die zehn Jahre zuvor stattfand – und von der zwei Personen nicht
zurückkamen. Sowie in die Untiefen einer Geheimgesellschaft, die sich
Robespierre und der Terrorherrschaft während der Französischen Revolution
verschrieben hat. Weitere Menschen sterben, und für Adamsberg beginnt ein
Wettrennen gegen die Zeit und einen ebenso wandelbaren wie unbarmherzigen
Mörder …

Rezension
Zum Inhalt des Buches möchte ich diesmal gar nichts anderes erzählen als das,
was der Verlag dazu angibt. Mir liegt eher am Herzen Euch die Bücher von Fred
Vargas - inclusive dieses neuen Romans ans Herz zu legen.

Ich muss vielleicht dazu sagen, dass Fred Vargas für mich mit die beste Autorin ist.
Ihr Schreibstil ist flüssig, ihre Protagonisten sind ... etwas skurril und so liebevoll
beschrieben und angelegt, das (fast) alle sofort den Weg in mein Herz gefunden
haben.

Kommissar Adamsberg, ein Wolkenschaufler, dem es schwerfällt über etwas im
eigentlichen Sinne nachzudenken. Obwohl er sich treiben lässt und manchmal
die Wolken umherschaufelt anstatt zu ermitteln, ist er ein hochkarätiger Ermittler,
dem nichts entgeht.

Sein Commandant Danglard, dem Weißwein nicht abgeneigt, dient allen als Quell
des Wissens - er vergisst einfach nichts.

Violette Rentancourt - groß, breit, ein Fels in jeder Brandung und doch mit der
Fähigkeit für andere Menschen so unauffällig zu sein, das sie fast unsichtbar wirkt.

Sogar der Kater der Brigade criminelle - früher Schneeflöckchen genannt, wegen
seiner weißen Farbe, heute allerdings nur noch als Kugel bekannt - der einfach
nicht fressen will, wenn niemand ihm Gesellschaft leistet.

Alle Charaktere sind skurril und so liebenswert, so fabelhaft ... einfach herrlich. Von
daher ist es wohl kein Wunder, das bei mir vieles Stehen und Liegen bleibt, wenn ein
neues Buch von Fred Vargas erscheint. (Ja - auch während ich vorgestern mein Tattoo
bekommen habe, lag das Buch auf meinen Beinen und ich habe gelesen :0)

Nichtsdestotrotz handelt es sich bei diesen Bücher um richtige Kriminalromane. In
diesem Teil werden zwei Tote aufgefunden, bei denen auf den ersten Blick alles auf
Selbstmord hindeutet. Dann entdeckt Adamsberg allerdings an beiden Tatorten eine
Zeichnung und hat damit eine Verbindung zwischen den beiden Toten und den Beweis,
dass es sich in beiden Fällen um Mord handelt.

Eine der wenigen Spuren führt  zurück in die Zeit der französischen Revolution - zu
Maximilien Robespierre. Für mich -Geschichtsmuffel- war das eine sehr interessante
Reise in die Vergangenheit.

Die andere Spur führt nach Island und zu einer Reisegruppe, die zu einer Wanderung
aufbrach, von denen zwei Mitglieder allerdings nie zurückkamen.

Der ganze Fall ist bis zum Ende spannend, logisch bis ins kleinste Detail durchdacht,
sehr interessant und obwohl man eigentlich alle Informationen hat und den Täter doch
eigentlich dingfest machen müsste - nein, es ist und bleibt spannend und undurchsichtig
bis zum Schluss :0)

Von mir bekommt ihr eine absolute Leseempfehlung und zwar für alle Bücher rund um
Kommissar Adamsberg.

Reihenfolge


Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord
Bei Einbruch der Nacht
Das Zeichen des Widders
Fliehe weit und schnell
Die schwarzen Wasser der Seine
Der vierzehnte Stein
Die dritte Jungfrau
Der verbotene Ort
Die Nacht des Zorns
Das barmherzige Fallbeil
 
Viele Grüße von der begeisterten Numi

Kommentare:

  1. Ich liebe Fred Vargas und Adamsberg und habe viel zu wenig Bücher von den Beiden!
    Danke für den Tip!

    Herzlichste Grüße und ein schönes Rest-Wochenende
    Martina

    AntwortenLöschen
  2. Mit dieser Rezension rennst Du bei mir gerade offene Türen ein. Mein Rezi-Exemplar ist gestern angekommen und nach meinem gerade zu Ende gelesenem Buch (welches mir nicht so gefallen hat) freue ich mich auf
    "Das barmherzige Fallbeil".
    Liebe Grüße, Inge

    AntwortenLöschen