Samstag, 28. November 2015

Rezension: Engelsblut

von Michael Kibler, erschienen bei Piper.
  

 Erschienen am 10.06.2014
 Kartoniert
 352 Seiten
 ISBN: 978-3-492-30492-4

Inhalt laut Verlag
Eine Schwangere, die sich vor den Zug wirft, und der bestialische Mord an einem
gut situierten Ehepaar – für Margot Hesgart und Steffen Horndeich von der Mord-
kommission Darmstadt beginnt die Woche reichlich blutig. Doch die Ermittlungen
führen zunächst ins Leere – und es häufen sich die Ungereimtheiten. Ist das Ehepaar
wirklich einem Raubmord zum Opfer gefallen? Und ist der Freitod auf den Gleisen
womöglich ein vertuschter Mord?

Rezension
Eine junge Frau sitzt einfach auf den Gleisen und wird zwar vom Lokführer gesehen,
aber er kann nicht mehr rechtszeitig bremsen und das Schicksal nimmt seinen Lauf.
Kurz danach wird ein Ehepaar erstochen in ihrem Zuhause aufgefunden.

Das ist mal ein blutiger Wochenanfang für Margot Hesgart und Steffen Horndeich von
der Mordkommission Darmstadt. Von einer 'heißen Spur' kann zunächst keine Rede
sein. Wer sollte dem netten und beliebten Ehepaar so etwas antun? Die Ermittlungen
gehen in alle Richtungen um ein Motiv für die Morde zu finden.

Das lenkt Margot wenigstens von ihren privaten Sorgen ab. Ihr Mann arbeitet immer
noch mit Inbrunst an seinem 'tollen' Projekt in Amerika, seine Tochter geht ihre eigenen
Wege und Margot fühlt sich einfach verlassen und allein. Im Gegensatz zu Steffen
Horndeich, der sein junges Familienglück in jeder freien Minute genießt und dessen
einziges Problem ein wenig Schlafmangel ist ;0)

Fazit
'Engelsblut' ist das sechste Buch aus der Hesgart/Horndeich-Reihe - für mich erst das
Erste. Der Quereinstieg war allerdings absolut problemlos.

Der Schreibstil von Herrn Kibler ist flüssig und leicht zu lesen. Die Protagonisten sind
sympathisch und authentisch mit ihren Sorgen und Problemen, aber auch mit ihrer Freude
- einfach mit allem Drum und Dran.

Der Fall selbst ist gut durchdacht und recherchiert und regt an, sich seine eigenen Gedanken
zu... dem Thema zu machen. Es geht hier nicht um unnötige Brutalität, sondern um die
Ermittlungen und die Aufklärung von Verbrechen.

Ein gut gemachter Krimi und ich könnte mir vorstellen, dass es nicht der Letzte aus dieser
Reihe für mich sein wird! :0)

Weitere Teile
Madonnenkinder
Zarengold
Rosengrab
Schattenwasser
Todesfahrt
Engelsblut
Opfergrube
Totensee (erscheint am 07.12.15)

Viele Grüße von der Numi

Freitag, 20. November 2015

Rezension: Einen Tod musst du sterben

von Susanne Mischke, erschienen bei Piper.

 

Erschienen am 15.09.2014
Kartoniert
352 Seiten
ISBN: 978-3-492-30329-3
Inhalt laut Verlag

Im Schwarzen Moor bei Hannover machen Jäger einen schrecklichen Fund: Inmitten
der düsteren Landschaft liegt die grausam zugerichtete Leiche eines Mannes. Dem
Toten wurde das Herz aus dem Leib gerissen. Kommissar Bodo Völxen stößt bei
seinen Ermittlungen schon bald an seine Grenzen. Denn erste Spuren führen zu einer
Gruppe von Tierschutzaktivisten, der auch seine Tochter Wanda angehört. Kann er
gegen seine eigene Tochter ermitteln? Und weshalb hält sich die Witwe des
Verstorbenen in ihren Aussagen so bedeckt?

Rezension
Die Leiche eines ausgeweideten Mannes wird gefunden - das Einzige, was fehlt, ist
sein Herz. Hatte er schon vorher keins? Soll es ein Ritual sein? Erst als Bodo Völxen
- Kommissar seines Zeichens - und sein Team die Identität des Toten herausfinden
ergeben sich Motive und das nicht zu knapp.

Ging es um Gier, Eifersucht, Hass oder ist der Tierschutz eventuell involviert oder
vielleicht sogar die Organmafia? Völxen hat keinen einfachen Fall vor sich und das
Schlimmste daran: Seine Tochter gehört zu den Tierschützern. Kann er seine eigene
Tochter als 'Verdächtige' behandeln? Und wenn, wird sie es ihm verzeihen können?
Und wird seine Frau jemals wieder mit ihm sprechen? :0)

Es gibt viel zu tun für Völxen und seine Mannschaft. Werden sie den wahren Täter
finden?...

Fazit
Dieses ist der fünfte Teil aus der Völxen-Reihe - für mich war es der Erste. Der
Quereinstieg war allerdings überhaupt kein Problem - im Gegenteil, man fühlt sich
direkt wohl mit den Ermittlern.

Hier gibt es keine 'Einzelkämpfer' - die Teamarbeit von Völxen, Oda, Jule und Fernando
klappt hervorragend, auch ohne dass sich ein Einzelner in den Vordergrund spielt. Die
Charaktere sind sympathisch, authentisch und man fühlt sich als Leser sofort willkommen
und findet sich problemlos in der Geschichte ein.

Die Ermittlungen stehen im Vordergrund. Es geht nicht um Brutalität und Gewalt, sondern
darum ein Verbrechen aufzuklären.

Der Schreibstil ist flüssig, der Hintergrund gut recherchiert, die Geschichte durchdacht und
spannend/interessant, die Lösung des Falles passt, aber natürlich wäre ich nicht darauf
gekommen :0)

Ein guter unterhaltsamer, interessanter Wohlfühl-Krimi, bei dem es sich bestimmt lohnt, die
Reihe anzufangen und dabei zu bleiben!

Reihenfolge:

Der Tote vom Maschsee
Tod an der Leine
Totenfeuer
Todesspur
Einen Tod musst du sterben

Viele Grüße von der Numi

Mittwoch, 18. November 2015

Nee, wat is dat schööööön :0)

Da schreibt mich doch die Tage die herzallerliebste Silke von
Muckibär & Schneckenkind an, ob ich nicht zuuufällig mal Lust
hätte, die neuen Plotterdateien von der kleinen Göhre auszuprobieren.

Und zwar Sprüche zum Thema 'Lesen'!

*hihi* - Was für ein Frage - *kicher* - zum Thema Lesen - *lach* -
Wer, ich? - *prust* - ja aber natüüüüürlich ;0D

Und dann kamen die Dateien - oh weh - eine schöner als die nächste -
aber dann viel mein Blick auf einen roten Eyecatcher und mein
Krimiherz fing an zu pochen *hehe*.

Ich hatte ja schon mal erwähnt, das in meinem Bett eine Art ....
'Verschwindezauber für Lesezeichen' hinterlegt ist - keine Ahnung,
wie das funktioniert, aber andauernd sind die Teile weg.

 Aber nu hab ich erst einmal Nachschub und ich find die soooo klasse!


Wenn das nicht mal das perfekte Lesezeichen für Krimileser ist!
Hachz - ik freu mir!!!


Und das wird nicht das Einzige bleiben, was ich aus diesen Dateien
plottere - da sind so viele tolle Sprüche dabei und auch andere
- weniger blutrünstige ;0) - Lesezeichen dabei... hachz.

Danke Silke, das Du an mich gedacht hast und danke Eva, das
ich dabei sein durfte. Es hat mich sooooo gefreut!!!

Viele Grüße von der sich freuenden Numi
:0D

Samstag, 14. November 2015

Rezension: Das barmherzige Fallbeil

von Fred Vargas, erschienen bei Limes.


Erschienen am 26. Oktober 2015
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
512 Seiten
ISBN: 978-3-8090-2659-4

Inhalt laut Verlag

Adamsberg ist zurück, und seine Ermittlungen führen ihn in die blutige Zeit der
Französischen Revolution und in die tödliche Kälte Islands ...
Innerhalb weniger Tage werden die Leichen einer Mathematiklehrerin und eines
reichen Schlossherrn in Paris entdeckt, die vermeintlich Selbstmord begangen
haben. Die brutale Szenerie alarmiert zwar die Polizei, doch es scheint keine
Verbindung zu geben. Bis Jean-Baptiste Adamsberg auf unauffällige Zeichnungen
an beiden Tatorten aufmerksam wird. Kurz darauf stellt sich heraus, dass die
Lehrerin vor ihrem Tod dem labilen Sohn des zweiten Toten geschrieben hat.
Der Brief führt Adamsberg auf die Spuren einer verhängnisvollen Reise nach
Island, die zehn Jahre zuvor stattfand – und von der zwei Personen nicht
zurückkamen. Sowie in die Untiefen einer Geheimgesellschaft, die sich
Robespierre und der Terrorherrschaft während der Französischen Revolution
verschrieben hat. Weitere Menschen sterben, und für Adamsberg beginnt ein
Wettrennen gegen die Zeit und einen ebenso wandelbaren wie unbarmherzigen
Mörder …

Rezension
Zum Inhalt des Buches möchte ich diesmal gar nichts anderes erzählen als das,
was der Verlag dazu angibt. Mir liegt eher am Herzen Euch die Bücher von Fred
Vargas - inclusive dieses neuen Romans ans Herz zu legen.

Ich muss vielleicht dazu sagen, dass Fred Vargas für mich mit die beste Autorin ist.
Ihr Schreibstil ist flüssig, ihre Protagonisten sind ... etwas skurril und so liebevoll
beschrieben und angelegt, das (fast) alle sofort den Weg in mein Herz gefunden
haben.

Kommissar Adamsberg, ein Wolkenschaufler, dem es schwerfällt über etwas im
eigentlichen Sinne nachzudenken. Obwohl er sich treiben lässt und manchmal
die Wolken umherschaufelt anstatt zu ermitteln, ist er ein hochkarätiger Ermittler,
dem nichts entgeht.

Sein Commandant Danglard, dem Weißwein nicht abgeneigt, dient allen als Quell
des Wissens - er vergisst einfach nichts.

Violette Rentancourt - groß, breit, ein Fels in jeder Brandung und doch mit der
Fähigkeit für andere Menschen so unauffällig zu sein, das sie fast unsichtbar wirkt.

Sogar der Kater der Brigade criminelle - früher Schneeflöckchen genannt, wegen
seiner weißen Farbe, heute allerdings nur noch als Kugel bekannt - der einfach
nicht fressen will, wenn niemand ihm Gesellschaft leistet.

Alle Charaktere sind skurril und so liebenswert, so fabelhaft ... einfach herrlich. Von
daher ist es wohl kein Wunder, das bei mir vieles Stehen und Liegen bleibt, wenn ein
neues Buch von Fred Vargas erscheint. (Ja - auch während ich vorgestern mein Tattoo
bekommen habe, lag das Buch auf meinen Beinen und ich habe gelesen :0)

Nichtsdestotrotz handelt es sich bei diesen Bücher um richtige Kriminalromane. In
diesem Teil werden zwei Tote aufgefunden, bei denen auf den ersten Blick alles auf
Selbstmord hindeutet. Dann entdeckt Adamsberg allerdings an beiden Tatorten eine
Zeichnung und hat damit eine Verbindung zwischen den beiden Toten und den Beweis,
dass es sich in beiden Fällen um Mord handelt.

Eine der wenigen Spuren führt  zurück in die Zeit der französischen Revolution - zu
Maximilien Robespierre. Für mich -Geschichtsmuffel- war das eine sehr interessante
Reise in die Vergangenheit.

Die andere Spur führt nach Island und zu einer Reisegruppe, die zu einer Wanderung
aufbrach, von denen zwei Mitglieder allerdings nie zurückkamen.

Der ganze Fall ist bis zum Ende spannend, logisch bis ins kleinste Detail durchdacht,
sehr interessant und obwohl man eigentlich alle Informationen hat und den Täter doch
eigentlich dingfest machen müsste - nein, es ist und bleibt spannend und undurchsichtig
bis zum Schluss :0)

Von mir bekommt ihr eine absolute Leseempfehlung und zwar für alle Bücher rund um
Kommissar Adamsberg.

Reihenfolge


Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord
Bei Einbruch der Nacht
Das Zeichen des Widders
Fliehe weit und schnell
Die schwarzen Wasser der Seine
Der vierzehnte Stein
Die dritte Jungfrau
Der verbotene Ort
Die Nacht des Zorns
Das barmherzige Fallbeil
 
Viele Grüße von der begeisterten Numi

Freitag, 13. November 2015

Rezension: 500 Paleo Rezepte

von Dana Carpender, erschienen bei Goldmann.


 Erschienen am 18. Mai 2015
 Taschenbuch, Broschur
 336 Seiten
 ISBN: 978-3-442-17524-6
 12,99 €


Inhalt laut Verlag

Endlich – die erste große Paleo-Rezeptsammlung ist da! 500 geniale und trendige
Gerichte, bei denen sich alles um gesunde Ernährung und die Verarbeitung von
naturbelassenen Produkten dreht. Bei der vielfältigen Auswahl an Vorspeisen,
Snacks, Fisch- und Fleischrezepten und Desserts findet jeder, was er braucht –
im Alltag oder für besondere Anlässe. Kochen Sie sich einfach Tag für Tag fit und
schlank, ohne viel Schnickschnack und Drumherum!

Rezension
Zunächst erfolgt eine kurze Einleitung über solche Themen wie:
Was bedeutet Paleo, welche Lebensmittel sind Paleo und welche nicht, welche 
Zutaten werden in den Rezepten verwendet etc.

Danach startet der umfangreiche Rezeptteil in folgender Einteilung:

Grundrezepte (z.B. Brühe, Kokosbutter)
Vorspeisen, Snacks und Fingerfood (Paprika-Mandeln, Chicken-Wings, Guacamole)
Eier (Spinat-Pilz-Omelett, Cremige Kokoseier, Eier in Senfsauce)
Müsli, Kekse und Pfannkuchen (Sonnenblumencracker, Eier-Wraps)
Beilagen (Meerrettichpuffer, Mogelreis mit Mandeln)
Salate als Beilage (Spargelsalat mit Avocado, Balsamico-Senfcreme)
Salate als Hauptgericht (Hühnersalat Florida, Entensalat mit Himbeeren)
Fisch und Meeresfrüchte (Golfschnapper, Überbackene Venusmuscheln)
Huhn und anderes Geflügel (z.B. Chicken Chutney, Marokkohuhn)
Rindfleisch (Spareribs mit Balsamico, Mexikotopf)
Schwein und Lamm (Danas Lieblingsspareribs, Lamm Stroganoff)
Suppen (z.B. Kürbissuppe mit Zitrone, Mexikanische Hühnersuppe)
Saucen und Gewürzmischungen (Steinzeitketchup, Salsa, Hähnchengewürz)
Desserts (z.B. Glasierte Walnüsse, Zimtkugeln mit Sonnenblumenkernen)
Getränke (Erdbeershake, Himbeerlimonade, Mojito)

Am Schluss gibt es dann zur einfacheren Orientierung
ein Rezeptverzeichnis nach der Einteilung,
ein Rezeptverzeichnis von A bis Z und
ein Register zu welchem Begriff man wo etwas findet.

Fazit
Heute gestalte ich mein Fazit mal etwas anders :0)

Für mich Negatives:
Es wird oft Stevia verwendet - da würde ich eher zum Honig greifen.
Alkohol kommt als Zutat vor - denn lasse ich ganz weg.
Oft kommt 'Coconut Aminos' zum Einsatz - das hab ich vor Ort noch nirgendwo
gesehen und im Internet bezahlt man bummelig ca. 10 Euro für 124ml. Da würde
ich mich auch eher nach einem Ersatz umschauen wollen.
Der Gebrauch einer Mikrowelle ... tja, wir haben unsere gerade entsorgt wegen
der Mikrowellen :0)
Die Mengenangaben sind teilweise... witzig: Ein Rezept für 6 Personen mit einer
halben roten, einer halben gelben und einer halben grünen Paprika... mmm... seh
ich eher nicht so - würde da einfach zwei Ganze nehmen und jut is!
Leider keine leckeren Fotos dabei - nicht ein einziges.

Für mich Positives
Der Preis des Buches (da ist das OK ohne Fotos).
500 Rezepte - und wenn nur 250 zu gebrauchen wären, sind das immer noch
viele, viele Anregungen!!!
Das, was ich bisher probiert habe, war lecker.

Bei dem Preis-/Leistungsverhältnis finde ich das Buch gut!

Viele Grüße von der Numi