Mittwoch, 2. September 2015

Rezension: Emma Roth und die fremde Hand

von Erika Urban, erschienen bei styria krimi.


Erschienen im Mai 2015
Broschur
176 Seiten
ISBN: 978-3-222-13503-3

Inhalt laut Verlag
Die Lokalpolitikerin Carla Wolf ist mit ihrer kleinen Tochter am Wiener Brunnenmarkt
unterwegs – und plötzlich hat sie im Gedränge ein fremdes Kind an der Hand. Marie
aber ist spurlos verschwunden.
Die Wiener Kommissarin Emma Roth und ihr Team fahnden unter Hochdruck nach
dem Mädchen. In der sommerlichen Hitze der Stadt beginnt ein Wettlauf gegen die
Zeit und Querverbindungen zu früheren Kindesentführungen in Südfrankreich lassen
Schlimmes befürchten. Emma Roth ist von dem Fall nicht nur beruflich betroffen – 
die Grenzen zwischen der Arbeit und ihrer persönlichen Vergangenheit verschwimmen.
Zudem hält ein sadistischer Mörder Wien in Atem und die Polizei auf Trab. Als dieser
im Narrenturm eine abgetrennte Hand hinterlässt, scheint es plötzlich eine Verbindung
zwischen den beiden Fällen zu geben ... 

Rezension
Eigentlich haben Majorin Emma Roth und ihr Team genug mit der Ermittlung
im Fall des Handkillers zu tun - ein Psychopath der die abgetrennten Hände
seiner Opfer als Gruß für die Polizei hinterlässt. Als jedoch die kleine Marie 
auf einem Markt, direkt aus der Hand ihrer Mutter entführt wird, erhält Emma
diesen dringenden Fall noch zusätzlich.

Für Emma ist die Entführung ein riesengroßer Schock. Nicht wegen der 
Doppelbelastung. Nein, der Fall führt sie weit zurück in ihre eigene
Vergangenheit, mit der sie nun unausweichlich konfrontiert wird.

Spuren scheint es keine zu geben und die Zeit läuft. Wird es gelingen
das Mädchen rechtzeitig zu finden? Emma setzt alles daran
herauszufinden, was geschah und wer hinter der Entführung steckt!

Fazit
Was für eine Fahrt - etwas kurz, aber dafür richtig knackig!

Mit Emma Roth trifft man hier auf eine eher ungewöhnliche Ermittlerin.
Die rothaarige Ü40erin mit den roten Haaren raucht, verbringt ihren Feierabend
am liebsten mit Bier und Schnaps in der Kneipe und nimmt sich auch gern
von dort einen One-Night-Stand mit nach Haus.

Und doch steht sie am nächsten Morgen ihre Frau (auch wenn die pharma-
zeutische Industrie etwas nachhelfen muss wegen des Brummschädels).

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, die Charaktere werden dem Leser Stück
für Stück nähergebracht und die Spannung steigt kontinuierlich bis zum
Schluss.

Ich hoffe, dass es kein Einzelbuch bleiben wird, sondern dass sich Emma-
Roth-Fälle zu einer Serie entwickeln - gern auch mit einigen Seiten mehr,
weil so das Buch viel zu schnell zu Ende war!

Viele Grüße von der Numi

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