Samstag, 29. August 2015

Rezension: Der gute Mensch von Düsteroda

von Andreas Kolb, erschienen bei Sutton-Krimi.


 Erschienen am 18.02.2015
Broschur
200 Seiten
ISBN: 978-3-95400-453-9

Inhalt laut Verlag
Samuel Pistorius dient der beschaulichen Thüringer Kirchengemeinde Düsteroda
seit zehn Jahren als Pfarrer. Hingebungsvoll kümmert er sich um seine Schäfchen
 – selbst wenn er ihre Verlogenheit manchmal kaum erträgt.
Auch als einer der schlimmsten Sünder, der Geschäftsmann Günther Blech, 
angeschossen vor einen Lkw rennt, sieht Kommissar Brückner in Pistorius nur den
guten Hirten. Welche Abgründe verbergen sich da in der Thüringer Idylle?

Rezension
Düsteroda - ein beschaulicher Ort in Thüringen. Die Grillen zirpen, die
Vögel zwitschern und doch tun sich beim näheren Hinsehen Abgründe auf.

Zum Beispiel Günter Blech, ein verheirateter gutsituierter Geschäftsmann,
und auf den ersten Blick scheint alles perfekt zu sein. Und doch ist er ein
regelmäßiger Besucher des Freudenhauses in Eisenach und was noch viel
schlimmer ist: er hat vor ein großes Grundstück in Altdüsteroda zu verkaufen
und das an einen Fremden!

Es gibt Dinge, die können weder Pfarrer Samuel Pistorius noch der Ausschuss
für Kirchendekoration durchgehen lassen und dieses Fehlverhalten gehört
definitiv dazu. Solch ein Desaster wird mit dem Jagdgewehr geklärt und 
zwar endgültig - zum Wohl von Düsteroda.

Nur leider geht dieses Mal eine Kleinigkeit schief und die Polizei - in Gestalt
des Weicheis Brückner - tritt auf den Plan. Und dann tauchen auch noch ein
paar ehemalige... 'Bekannte' von Pistorius auf. Bekommt der Herr Pfarrer
die Situation in den Griff oder geht nun alles den Bach runter? ....

Fazit
Ganz ehrlich? Nach den ersten zwei Sätzen musste ich noch mal die 
 Beschreibung des Buches durchlesen. Ging es nicht hier um einen 
Pfarrer aus Thüringen und sein kleines Dörfchen?

"Nimmt also am Sonntag wieder so eine beschissene Trauergesellschaft
vor mir Platz. Unsicher, weinend, aber mit einem stolzen Blick in der
Fresse, als gehörte ihnen die Kirche in einer besonderen Weise, bloß
weil der Name ihres frisch verstorbenen Onkels am Ende vorgelesen
wurde."

Okaaaaay, da hatte ich jetzt doch etwas anderes erwartet, aber warum
nicht? Einfach mal weiter lesen und überraschen lassen!

Gut, das ich das gemacht hab, denn was habe ich zwischendurch
gelacht. Die Ausdrucksweise ist vielleicht an einigen Stellen sehr...
unorthodox, aber selbst sie passt herrlich ins Bild des Pfarrers mit
einer... speziellen Vergangenheit und einer außerordentlichen
Aufgabe. Dazu der Polizist, der bisher nicht gläubig war, und
schon hat man ein ausgefallenes ... Team, dass versucht die
... bestehende Situation auf ihre... Art zu ... lösen.

Ich bin nicht bibelfest und eventuell sollten bitterernst-Gläubige
einen Bogen um dieses Buch machen, aber für alle anderen:
viel Spaß bei diesem bösen, ironisch-sarkastischen Krimi!!!

Viele Grüße von der Numi 

1 Kommentar:

  1. Hörst sich sehr gut an - manchmal brauch ich Ironie und Sarkasmus.
    Liebe Grüße und Danke für die Rezi, Inge

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