Mittwoch, 24. Juni 2015

Rezension: Der Seidenspinner

von Robert Galbraith, alias Joanne K. Rohling erschienen bei blanvalet.


Erschienen am 24. November 2014
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
672 Seiten
 ISBN: 978-3-7645-0515-8

Inhalt laut Verlag
Als der Romanautor Owen Quine spurlos verschwindet, bittet seine Frau den privaten
Ermittler Cormoran Strike um Hilfe. Es ist nicht das erste Mal, dass Quine für einige
Tage abgetaucht ist, und sie möchte, dass Strike ihn findet und nach Hause zurückbringt.
Doch schon zu Beginn seiner Ermittlungen wird Strike klar, dass mehr hinter Quines
Verschwinden steckt, als seine Frau ahnt. Der Schriftsteller hat soeben ein Manuskript
vollendet, das scharfzüngige Porträts beinahe jeder Person aus seinem Bekanntenkreis
enthält. Sollte das Buch veröffentlicht werden, würde es Leben zerstören – zahlreiche
Menschen hätten also allen Grund, Quine zum Schweigen zu bringen.

Als Quine tatsächlich tot aufgefunden wird, brutal ermordet unter bizarren
Umständen,
beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um das wahre Motiv des skrupellosen Mörders
aufzudecken – eines Mörders, wie Strike ihm noch nie zuvor begegnet ist …

Rezension
Cormoran Strike - Privatdetektiv seines Zeichens - hat seit seinem letzten Falle
(Der Ruf des Kuckucks) richtig zu tun. Endlich ist der Terminkalender gut gefüllt 
und finanziell sieht seine Situation zwar noch nicht rosig, aber auch nicht mehr
ganz so schwarz aus, wie es vorher der Fall war.

Als Leonora Quine in seinem Büro erscheint und ihn bittet, ihren Mann, den 
Schriftsteller Owen Quine zu suchen, hat er von Anfang an ein beklemmendes 
Gefühl. Owen verschwindet wohl des Öfteren für ein paar Tage, aber nie so lange.
Was das Ganze noch bedenklicher macht - Owen hatte vor seinem Verschwinden sein 
neuestes Buch beendet und dieses fertige Manuskript, sorgt bei allen, die es in die 
Hände bekommen, für Entsetzen, Wut und Angst, das es tatsächlich veröffentlicht
werden könnte.

Strike macht sich auf die Suche und findet dabei mehr, als ihm lieb ist. Dabei
steht ihm wieder Robin, seine Assistentin, zur Seite.

Fazit
Auf das Wiedersehen mit Cormoran Strike und Robin Ellacott hatte ich mich schon
gefreut und wurde nicht enttäuscht. Dieses Mal konnte ich das Buch regelrecht
genießen, obwohl oder vielleicht sogar weil es, wie auch der erste Teil, sehr 
detailreich geschrieben ist.

Ich denke, genau das macht die Bücher um das Detektivteam aus. Es handelt
sich nicht um einen Krimi, in dem es actiongeladen, spannend und hektisch
zugeht, sondern um einen Roman der zum Lesen-genießen einlädt.

Ja, es geht um einen Mord und die Aufklärung desselben, aber das alles in
Ruhe mit feinen Details, in dem Genuss, das sich langsam ein richtig
gutes Team zwischen den beiden Hauptprotagonisten bildet, den Feinheiten
der zwischenmenschlichen Beziehungen, die verschiedenen Beweggründe,
die sich aus vergangenem und gegenwärtigem ergeben. 

Das Buch ist einfach ein schönes Gesamtpaket: Genussvolles Lesen
einer geistreichen, interessanten Krimi-Geschichte.

Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

Viele Grüße von der Numi  

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