Freitag, 27. Februar 2015

Rezension: Onkel Humbert guckt so komisch

von Brigitte Kanitz, erschienen bei blanvalet.


Erschienen am 21. Juli 2014
Taschenbuch, Broschur
320 Seiten
ISBN: 978-3-442-38191-3

Beschreibung des Verlags
Maja Glück würde sich an ihrem 30. Geburtstag am liebsten verkriechen, denn nichts läuft in ihrem Leben so wie geplant. Zu dumm, dass ihre Mutter eine Überraschungsparty organisiert hat … Um diese zu überstehen, trinkt Maja ordentlich einen über den Durst – und stolpert so unglücklich über einen Gartenzwerg, dass sie erst im Krankenhaus wieder zu sich kommt. Doch etwas ist anders: Plötzlich hört sie Stimmen, die ihr die unglaublichsten Dinge erzählen. Als sie schon meint, verrückt zu werden, klärt ihr Onkel Humbert sie auf: Maja hat den Fluch der Familie geerbt. Sie kann Gedanken lesen … 

 Rezension
Maja heißt zwar Glück, aber deswegen hat sie noch lange nicht viel vom Selbigen.
Eigentlich ist sie eher so etwas, wie eine leicht verkrachte Existenz - im Gegensatz
zu ihrer hübschen, netten, erfolgreichen, gutaussehenden (blöden) Schwester.
Und zu allem Überfluss wohnt sie - nachdem ihr Freund fremdgegangen ist und sie ihre
kleine Wohnung nicht mehr halten konnte - zu ihrem dreizigsten Geburtstag wieder
daheim bei ihren Eltern in ihrem alten Kinderzimmer - tja, herzlichen Glückwunsch.

Doch dann ändert sich ihr Leben schlagartig ... bzw. aufschlagartig, als sie bei ihre
'tollen' Geburtstagsüberraschungsparty über einen Gartenzwerg stolpert und mit
ihrem Kopf auf eine Tischkante aufschlägt.

Als sie im Krankenhaus erwacht hat sie das Gefühl verrückt zu werden, denn
plötzlich hört sie Stimmen. Bis Onkel Humbert - der Verrückte in der Familie -
sie endlich aufklärt: sie hat den Fluch der Familie abbekommen. Sie kann Gedanken
lesen - ob sie will oder nicht. Und nun erfährt Maja aus erster Hand, warum
Onkel Humbert manchmal so komisch guckt ;0)

Fazit
Eine überaus kurzweilige, spritzige, humorvolle Geschichte mit witzigen Dialogen,
sowohl verbal als auch non-verbal - ja Onkel Humbert und Maja verstehen sich
tatsächlich 'ganz ohne Worte'

Die Charaktere sind leicht bis weniger leicht skurril und die jeweiligen Gedanken 
erst mal - lach - ja ich würde sagen: dieses Buch lädt zum Dauergrinsen ein.

Mir hat es auf jeden Fall ein paar vergnügliche Stunden beschert und die 
Gewissheit, dass ich definitiv keine Gedanken lesen können möchte. Nein,
ich schwebe lieber weiterhin in gnädiger Unwissenheit ;0)

Viele Grüße von der Numi 

Dienstag, 24. Februar 2015

Rezension: Das Lied von Eis und Feuer

Band 2: Das Erbe von Winterfell, erschienen bei blanvalet.


Erschienen am 14. März 2011
Paperback, Klappenbroschur
544 Seiten
 ISBN: 978-3-442-26781-1

Info des Verlags
Eddard Stark, der Lord von Winterfell, ist dem Ruf seines Königs und alten Freundes
Robert Baratheon gefolgt und hat seine kalte Heimat im hohen Norden verlassen, um
als Hand – als Roberts Berater und Stellvertreter – zu dienen. Eddard ist ein 
geradliniger, tapferer und aufrechter Mann, der sich jeder Gefahr mit dem Schwert
entgegenstellen würde – doch die Ränke der Mächtigen bei Hof sind nichts, was man
mit einem Schwert bekämpfen kann.
Auch dann nicht, wenn man die Hand des Königs ist ...  

Rezension
-Vorsicht Spoiler -aber ich bemühe mich nicht zu viel zu verraten
Eddard Stark dient nun als rechte Hand des Königs Robert Baratheon in Königsmund.
Aber weder er noch seine Tochter Arya sind an diesem Ort glücklich. Aufrichtig und
ehrenhaft, wie Eddard nun einmal ist, findet er sich mit den Intrigen und dem Ränke 
schmieden am Hofe nur sehr schlecht zurecht. Anders als seine Tochter Sansa, die
nur noch davon träumt, ihren Prinz Joffrey zu heiraten...

Auch Viserys Targaryen, der seine Schwester Daenerys an Khal Drogo 'verkauft'
hat, träumt seinen Traum. Endlich will er das, was ihm zusteht. Seine goldene Krone 
und die Herrschaft über die sieben Königslande übernehmen. Es fehlt ihm 'nur' noch
seine Armee, die er sich vom Khal erhofft.

Fazit
Ich hatte Euch ja schon beim ersten Band 'Die Herren von Winterfell' von meiner
Begeisterung erzählt. Meine Meinung hat sich nicht geändert. Die Geschichte ist
einzigartig und absolut lesenswert - egal, welches Genre man bevorzugt.

Die Protagonisten sind einfach großartig und facettenreich gezeichnet. Sämtliche
Charaktereigenschaften sind dabei - bösartig, naiv, intelligent, listig bzw. hinter-
listig, tapfer, heldenhaft etc., sodass jeder auf seinen Geschmack kommen dürfte.

Es geht um Gier, Macht, Krieg, Inzucht, Manipulation, aber auch um 
Verständnis, Liebe und Leid.

Was für mich recht überraschend war:
In diesem Band trennt sich der Autor das erste Mal von einigen Charaktere, bei
denen ich mir eigentlich sicher war, das sie bis zum Ende der Geschichte dabei
bleiben werden. Bei zumindest Einem fiel mir der Abschied  nicht schwer (das war
eh ein Ekelpaket ;0), aber bei Anderen musste ich schon schlucken.

Also von mir: Eine lupenreine Lese-Empfehlung!!!

Viele Grüße von der absolut begeisterten Numi

Ich finde...

Mathematik ist manchmal ein Buch mit sieben Siegeln.

Am Anfang des Monats hat man 35 Bücher auf dem SuB (Stapel ungelesener
Bücher) liegen, im Laufe des Monats liest man 9 davon und am Ende des
Monats liegen 38 Bücher auf dem SuB.... Ist doch irgendwie unerklärbar, oder?!

Das liegt wahrscheinlich an den 7 Siegeln!
;0)



Viele Grüße von der Numi

Sonntag, 22. Februar 2015

Rezension: Das Dorf der Mörder

von Elisabeth Herrmann, erschienen im Goldmann-Verlag.


Erschienen am 11. August 2014
Taschenbuch, Klappenbroschur
480 Seiten
ISBN: 978-3-442-48114-9

 Beschreibung des Verlags
An einem warmen Frühlingstag im Mai ereignet sich ein unfassbarer Mord im Berliner 
Tierpark. Als Sanela Beara, eine junge Streifenpolizistin, am Schauplatz eintrifft, herrscht
Aufruhr. Nur wenige Tage später wird der Öffentlichkeit die geständige Mörderin Charlie
Rubin präsentiert, doch Beara hat Zweifel. Auch der Psychologe Jeremy Saaler, der an 
einem Gutachten über Charlies Zurechnungsfähigkeit beteiligt ist, will nicht an Rubins 
Schuld glauben. Beide hegen den Verdacht, dass der Mord mit Charlies Kindheit in 
einem kleinen Dorf in Brandenburg verknüpft ist. Eine düstere Fährte führt sie nach
Wendisch Bruch – ins Visier eines Gegners, der die Totenruhe im Dorf um
jeden Preis bewahren will ...
 
Rezension 
Eine Leiche wird im Gehege der Pekari-Schweine im Berliner Tierpark entdeckt.
Der Tote wurde den Schweinen 'zum Fraß vorgeworfen'. Schnell wird die Täterin
gefunden - Charlie Rubin -, die nach ihrem Geständnis kein einziges Wort mehr
von sich gibt. Erst als Professor Brock mit einem Gutachten über die junge Frau
beauftragt wird, scheint sein Assistent Jeremy Saaler zu ihr durchdringen zu können.

Weder die Streifenpolizistin Sanela Beara, noch Jeremy glauben an die einwandfreie
Schuld Charlies. Könnte sie die grausame Tat wirklich begangen haben? Und wenn,
wäre es ihr im Alleingang gelungen? Oder hatte sie eventuell Hilfe von jemandem?
Wie kam es überhaupt zu der Tat? Alle Fäden scheinen zurück in das Dorf zu führen,
in dem Charlie bei ihrer Familie aufwuchs. Aber was geschah in dem heute fas
verlassenem Dorf? Kann es sein, das die damaligen Geschehnisse
bis heute nicht vergessen wurden? Und nicht verziehen?

Fazit
 Ein spannender, teilweise bedrückender Roman, der das menschliche Verhalten
recht schonungslos aufdeckt. Schritt für Schritt nähert man sich dem Motiv.
Dem Grund, warum alles so kam, wie es kam.

Immer wieder stellt man sich die Frage: Wie konnte es..., Warum hat niemand...
Was hättest du... und man hofft inniglich, das nie jemals...

Ein gutes Buch, das einen immer weiter in seinen Bann schlägt. Ein Buch, das
man höchst ungern aus der Hand legt, weil man unbedingt wissen möchte, wie
es weitergeht. Spannend und flüssig geschrieben. Meine beiden Daumen sind oben!

Viele Grüße von der Numi