Samstag, 17. Januar 2015

Rezension: Hochzeitsgocken

von Margit Kruse, erschienen im Gmeiner-Verlag.

Erschienen im Juli 2014
Paperback
282 Seiten
ISBN 978-3-8392-1601-9

Beschreibung vom Verlag
Margareta Sommerfeld ist genervt: Sie hat sich von ihrer Mutter zu einer Kaffeefahrt
überreden  lassen. Nun sitzt sie in dem mit euphorisierten Rentnern gefüllten Bus und
senkt den Altersdurchschnitt. Aber sie ist nicht allein: Der Schönling Simon von
Brehden passt auch nicht so recht in die lustige Reisegesellschaft. Margareta ist
sichtlich angetan von ihm, doch bevor sie sich näherkommen können, entdeckt sie
seinen Leichnam im Heizungskeller seiner Villa …

Rezension
 Da hat sich Margarete doch tatsächlich von ihrer Mutter dazu überreden lassen
mit ihr an einem Tagesausflug teilzunehmen - schließlich hätte sie ja dort vielleicht
die Chance, den Mann fürs Leben kennenzulernen. Nun - im Bus sitzend - umgeben
von lauter Rentnerinnen und Rentnern, die sich ausgelassen auf den Tag freuen, 
kommen Margarete jedoch ernsthafte Zweifel!

Der einzige Mann in ihrem Alter, der die anwesende Damenwelt auf das Köstlichste
zu amüsieren vermag, ist Simon von Brehden. Ein Dressman, eine Schönheit
ohne Makel, ein Traumtyp mit einer Baritonstimme, die die Frauenherzen 
dahinschmelzen lässt!!! Aber Moment mal.... Simon von Brehden???

Wenn das mal nicht Harald Kleinschmittger ist, ihr ehemaliger Klassenkamerad
und damals DIE Lachnummer schlechthin. Von wegen von Brehden! Wie
hat er es nur geschafft, sich dermaßen zu verändern? Unglaublich!

Als Margarete Harald am folgenden Tag zur Rede stellt, ist sie überrascht,
wie sehr er sich tatsächlich verändert hat. Er ist nicht nur gutaussehend,
sondern auch sympathisch und so etwas von sexy. Nur schade, dass sie ihn
bei Ihrem zweiten Date tot auffindet - aufgebahrt im Heizungskeller.

So geht es aber nicht. Da bringt jemand ihren eventuellen Traummann
um, bevor sie überhaupt von ihm träumen kann? Margarete macht sich 
also daran - unter Mithilfe ihrer Mutter Waltraud, den Täter zu finden!

Fazit
Ein richtig gutes Buch. Ich, als gebürtige Ruhrgebietlerin, fühlte mich sofort
zuhause - in Gelsenkirchen, Essen, Geldern - einfach im gesamten Buch.
Die Figuren sind so gezeichnet, das ich meine Heimat sofort wiedererkannt
habe und mich pudelwohl fühlte.

Dies hier ist der dritte Teil um Margarete - für mich der Erste, allerdings fiel
der Quereinstieg überaus leicht. Ein humorvoll, spannender Krimi
 mit Lokalkolorit, bei dem mir das Lesen Spaß bereitet hat!

Viele Grüße von der Numi

1 Kommentar:

  1. Mir erging es nicht anders: "Hochzeitsglocken" war für mich überhaupt das erste Buch von Margit Kruse, die ich in der Zwischenzeit auf einer Lesung auch schon persönlich kennengelernt habe. Denn auch ich bin ein Kind des Ruhrgebiets und war einfach begeistert.

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