Montag, 5. Januar 2015

Rezension: Atemnot

von Carola Clasen, erschienen bei KBV.


Taschenbuch
180 Seiten
ISBN: 978-3-95441-162-7

 Beschreibung
Der Fall, den Sonja Senger, die „Neue“ im Kriminalkommissariat in Trier, auf den Tisch bekommt, ist alles andere als ein gefundenes Fressen für die frustrierte Kommissarin. Mehrere durchreisende Herren sind in der vergangenen Zeit in der alten Moselmetropole nach einem Kneipenbesuch oder einem Stadtbummel spurlos verschwunden. Außer ihrem athletischen Äußeren hatten diese Männer nicht viel gemeinsam.
Lustlos macht sich Sonja Senger an die Nachforschungen. An ihrer Seite der junge und ehrgeizige Kollege Alex und zuhause der Lebensgefährte Jerome, der – ganz Archäologe – in Trier sein Glück gefunden zu haben scheint.
Die Suche nach den Vermissten gerät zusehends ins Stocken, und es scheint so, als seien die Männer für immer untergetaucht, da lernt Sonja bei einer Vernissage die Bildhauerin Muriel kennen, die in ihrem Atelier in der stillen Abgeschiedenheit des Bitburger Gutlands beeindruckende Plastiken erschafft. Sonja wittert ein Geheimnis hinter der Maske der schönen Künstlerin.

Rezension

Muriel ist eine wunderschöne Frau mit einer Ausstrahlung, der kaum ein
Mann widerstehen kann. Sie hat sich als Bildhauerin in der Abgeschiedenheit
niedergelassen und erschafft dort Skulpturen - außergewöhnliche Skulpturen.

Die Hauptkommissarin Sonja Senger bekommt 'schon wieder' einen Vermisstenfall
auf den Tisch. Eigentlich hatte sie sich nach Trier versetzen lassen um es ruhiger
angehen zu können. Aber neben ihrem ehrgeizigem Chef und den jungen Kollegen
fühlt sie sich alt, langsam, verbraucht. Ihre Art zu Arbeiten versteht einfach
keiner der neuen Kollegen.

Und dann ist da noch ihr Lebensgefährte Jerome, der sich als Archäologe in Trier
zwar rundherum wohl fühlt, den sie aber auch oft mit Samthandschuhen behandeln
muss und der sie mit seinem "Laissez faire" des Öfteren nur noch aufregt.

Als die beiden bei einer Vernissage Muriel kennenlernen, setzt sich
in Sonja ein Gedanke fest, der sie einfach nicht mehr los lässt
und so beginnt sie mit ihren Ermittlungen auf ihre ganz eigene Art... 

Fazit
Ein guter Krimi der etwas anderen Art!

Ja man weiß von Anfang an, wer der Täter ist - nur nicht genau, wie die
Taten ablaufen, aber das tut der Spannung überhaupt keinen Abbruch.

Spannend, etwas skurril mit gut gezeichneten Charakteren und einigen 
geschichtlichen Begebenheiten der Gegend in einem flüssigem Schreibstil
geschrieben, runden das Ganze zu einem gelungenem Krimi ab.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung für Leute, die nicht auf Brutalität
Blut und Explosionen warten!

Viele Grüße von der Numi

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