Montag, 30. Juni 2014

Rezension: Schnittkonstruktion in der Mode - Herrenkleidung

von Teresa Gilewska, erschienen im stiebner Verlag.

Inhalt
Mit diesem Band widmet sich die Erfolgsautorin Teresa Gilewska dem Schneidern von Herrenmode in all ihren Facetten: Nach einer Einführung in die Grundlagen der Vermessung, geht es an die Umsetzung wesentlicherTeile männlicher Bekleidung. Beginnend bei ärmellosen Westen mit unterschiedlichen Details, wird die Anfertigung verschiedener Ärmelformen erläutert, ehe das Schneidern von Hemden über Krawatten bishin zu Jackets und Hosen beleuchtet wird. Mit zahlreichen Illustrationen versehen, lassen die Anleitungen genug kreativen Spielraum und sind so eine praktische Unterstützung für die Umsetzung eigener Entwürfe.

Rezension
Zu Beginn wird erklärt, in welche vertikalen und horizontalen Segmente
man den männlichen Körper einteilt um danach darauf einzugehen,
wie man welche Maße nehmen muss - das ist etwas anders als bei Frauen.
Anschließend erstellt man aus den Maßen einen Grundschnitt mit 
entsprechenden Anpassungen, Zugaben oder z.B. Abnähern
Nun kommen die einzelnen Kleidungstücke:
Westen: z.B die klassische Weste.
Zuerst wird die Schnittkonstruktion genau erklärt incl. der Positionierung
der Taschen, das Schnittmuster des Vorderteils, des Rückenteils und
des Futters und Besatzes. Danach geht es um die Paspeltasche, die hintere
Taschenpartie und die Rückenspange. Auf weiteren vier Seiten wird nun
erklärt, wie die Weste genäht wird (Tasche, Futter, Oberstoff, Zusammen-
nähen von Futter und Oberstoff, steppen der Kanten, Wenden des Stoffes,
nähen der Seitenteile und der Rückenspange)
Insgesamt umfaßt die Erklärung der klassischen Weste 10 Seiten,
also alles recht ausführlich und genau erklärt !

Es folgt die grade Weste, die mit Schalkragen, die Zweireihige,
die mit angesetztem Kragen, die mit senkrechten Teilungsnähten,
und die Frackweste - das ganze Westenkapitel umfaßt ca. 50 Seiten.
Ärmel: Auch hier wieder von der Schnittkonstruktion zum fertigen Schnitt.
Für Raglanärmel mit Schulternaht und mit Mittelnaht, für Zungenraglan-
ärmel, für Zweiteilige, mit Schlitz und Futter.

Hemden: mit Stehkragen, leger oder klassisch, Polohemd,
mit Manschette und Patte.
Dazu passend das Nähen und Binden von Krawatten und Fliegen.

Jacken und Mäntel: Natürlich das Sakko, klassisch, mit Schlitz in
der hinteren Mitte, mit zwei Schlitzen an den Seitenteilen, mit
seitlichen Passen und ein Zweireihiges. Aber auch eine Bikerjacke,
ein Parka, ein Trenchcoat und ein klassischer Mantel sind dabei.

Hosen: Die Bundfaltenhose, die Jeanshose und die Hose für die sehr
kräftige Statur. Der Hosenbund, -saum und das -futter werden erklärt.

Zum Schluß gibt es noch eine kurze Übersicht über die verschiedenen
Nähte und ein Glossar mit einer kurzen Erklärung einzelner Begriffe
(z.B. Aufschlag, Godet, Schlaufe, Zwickel).

Fazit:
Ich würde sagen: ein recht umfangreiches Buch, wenn man sich an
das Nähen für die Herren 'heran wagen' möchte. Wenn man sich
einmal durch das Buch durchgenäht hat sollte ER erst einmal eine
guuute Grundausstattung zusammen haben !!!

Die einzelnen Schritte sind auf jeden Fall ausführlich beschrieben und auch
bebildert. Jetzt weiß ich nur nicht, ob ich es meinem Göga zeigen soll
und ihn eventuell auf krumme Ideen bringe oder ob ich es lieber
heimlich im Bücherregal verschwinden lassen soll und weiter nur
für mich nähe *kicher*.

Viele Grüße von der Numi

Sonntag, 29. Juni 2014

Rezension: Die Engelmacherin

von Camilla Läckberg, erschienen im List-Verlag.


Inhalt
Im alten Schulhaus auf der Insel Valö wird ein Mordanschlag auf die junge Ebba Stark verübt. Kommissar Patrik Hedström vernimmt die verstörte Frau, die gerade erst nach Fjällbacka zurückgekehrt war, um den tragischen Tod ihres kleinen Sohnes besser zu verkraften. Schriftstellerin Erica Falck, Patriks Frau, vermutet einen Zusammenhang zwischen dem Anschlag auf Ebba und der Geschichte ihrer Eltern. Die Elvanders verschwanden Ostern 1974 ohne jede Spur. Sollte dieser ungeklärte Fall der Grund für den Mordversuch gewesen sein?

Rezension
Ebba und ihr Mann Marten müssen den Tod ihres Sohnes verkraften.
In der Hoffnung, das Ihnen eine Rückkehr zu alten Zeiten dabei
helfen könnte, renovieren sie auf einer kleinen Insel das Haus, in dem
Ebba ihr erstes Lebensjahr verbracht hat.

In diesem Haus leitete Ihr Vater ein Jungeninternat. Die Osterferien verbrachten
damals die meisten Schüler daheim und die, die vor Ort blieben, nutzten
den Ostersonntag für einen Angelausflug. Als die Polizei auf Grund eines anonymen
Anrufes zur Insel fährt, finden sie Ebba - ein einjähriges Mädchen - ganz allein vor.
Der Rest der Familie ist und bleibt seitdem spurlos verschwunden.

Als ein Mordanschlag auf Ebba und ihren Mann verübt wird, beginnt
Kommissar Patrik Hedström und sein Team mit den Ermittlung.
Patriks Frau, die Schriftstellerin Erica Falk, hat schon lange vor, ein Buch
über die Geschichte von Ebba´s Familie zu schreiben. Sie kann also
einiges zu den Ermittlungen beitragen, falls die alte Geschichte etwas
mit den heutigen Vorkommnissen zu tun hat.....

Fazit
Ich möchte bei dieser Rezension nicht zuviel verraten und bin
daher eher geizig mit Information, ABER dieses Buch ist
sehr gut geschrieben. Man kommt dem Kern der Geschichte im
Laufe der Seiten immer näher und näher oder doch nicht ?

Wie hängt die Geschichte mit der Engelmacherin zusammen?
Was hat es mit einem Politiker der rechten Szene, einem verunglücktem
Extremsportler, einem verarmten Adeligen, einem Juden und einem
rücksichtlosen Geldverleiher auf sich?

Warum trachtet jemand Ebba nach dem Leben ? Oder gilt der
Anschlag eher ihrem Mann ? Sollen sie vielleicht einfach nur
von der Insel vertrieben werden?

Das Buch ist wirklich richtig gut gemacht und sehr spannend
ohne ekelig zu werden. Die letzten 50-60 Seiten
sollte man nach Möglichkeit in einem Rutsch lesen. Auf etwas
anderes kann man sie da eh nicht mehr konzentrieren :0)

Also Daumen hoch für den achten Fall von Kommissar Hedberg und
seinem Team incl. Frau, die sich eh nur schlecht von etwas abhalten läßt.
Für mich war es der erste Fall - in den man sich aber mühelos
einfindet - und es wird wohl nicht der Letzte bleiben !!!

Viele Grüße von der Numi

Rezension: Shape Shape

von Natsuno Hiraiwa erschienen im Stiebner Verlag.

Schnittmuster und Nähanleitungen

Natsuno Hiraiwa teilt in diesem Band ihr Gespür für klare Linien und zurückhaltender Extravaganz mit Nähanfängern sowie Fortgeschrittenen und zeigt anschaulich auf, wie individuelle Kleidungsstücke entstehen, die in mehreren Varianten getragen werden können. So verändern flexible Kragen jedes Oberteil in Sekunden und aus einer Bluse kann kurzerhand eine Stola werden. Die beigefügten Schnittmuster in Originalgröße sorgen in Kombination mit detaillierten Nähanleitungen in jedem Fall gleich für die richtige Motivation, noch heute ein ganz individuelles und multiples Kleidungsstück zu fertigen.

 Rezension
Zunächst werden insgesamt 19 Kleidungsstücke und Accessoires
vorgestellt (Blusen, Röcke, Schals, Taschen etc.) und teilweise
verschieden Tragevarianten der einzelnen Stücke.

Danach gibt es für jedes Teil eine Nähanleitung und technische 
Hinweise, z.B. wie eine Kapp- oder eine Französische Naht genäht
oder wie Schrägband verarbeitet wird.

Am Schluß stecken in einem Umschlag die Schnittmusterbögen.

Wer diesen asiatischen Look mag, findet hier bestimmt einige 
schöne Teile. Ich finde z.B auch die Hose auf dem Titelblatt toll,
auch in Kombination mit dem Shirt und dem Schal ... hachz.

Das einzige, was für mich nicht wirklich passt, sind die
Größenangaben. Als Beispiel - Größe L:
Brustumfang: 91 cm
Taillenumfang: 75 cm
Hüftumfang: 98 cm

Jo - diese Maße hatte ich auch mal....muss kurz nach der
Grundschule gewesen sein *kicher*.

Fazit
Eine schöne Schnittmustersammlung für schlanke Frauen!

Viele Grüße von der Hummelnumi
;0)

Rezension: Inspector Swanson ...

und der Fluch des Hope-Diamanten
von Robert C. Marley erschienen im Dryas Verlag.


 Inhalt
London 1893, Gordon Wigfield, ein ehrbarer Goldschmied und Damenfreund wurde in seiner Werkstatt auf bestialische Weise ermordet. Chief Inspector Donald Sutherland Swanson nimmt die Ermittlungen auf. Doch es bleibt nicht bei einer Leiche. Die Nachforschungen führen Swanson schließlich in die höchsten Kreise der Gesellschaft. Welche Rolle spielen Oscar Wilde und sein Geliebter Lord Douglas? Und was weiß Arthur Conan Doyle? Die Karten werden neu gemischt als sich herausstellt, dass der in den Kellern des Londoner Bankhauses Parr am Cavendish Square aufbewahrte „Blaue Hope-Diamant“ eine Imitation ist... 

Rezension
Inspector Swanson wird an den Tatort eines Mordes gerufen. Der 
Werkstattleiter eines Juwelengeschäftes wurde ermordet aufgefunden. Gestohlen
 wurde nur eine Kleinigkeit und bevor sich eine heiße Spur findet, wird 
bereits der nächste Juwelenfachmann tot aufgefunden.

Um was geht es? Hat einer der Angestellten etwas damit zu tun? 
Oder vielleicht die junge Frau, die mit dem ersten Opfer verlobt gewesen 
sein will - (wie auch einige andere Damen) ? Hat Oscar Wilde etwas
damit zu tun, der immer wieder auftaucht? Oder geht es eventuell
um ein altes Verbrechen, bei dem der in der Werkstatt liegende 
Hope-Diamant nicht gestohlen wurde ?

Fazit
Zunächst einmal: Ein tolles Buch !

Zurück versetzt in die alten Zeiten, ohne Handys und ausgefeilte
Techniken. Die Möglichkeit eventuell Fingerabdrücke vergleichen
zu können, wird grade erst entdeckt. Die Ermittler sind mit der Kutsche
unterwegs und auch die Forensik steckt noch in den Kinderschuhen.

Was aber nicht bedeutet, das Inspector Swanson und sein Team
nicht erstklassig zu Werke gehen. Sir Arthur Conan Doyle, der
Nachbar eines der Opfer, probiert zwischendurch sogar die
Methoden seiner Figur Sherlock Holmes aus und kann
so etwas zu den Ermittlungen beitragen.

Viele Figuren aus dem Buch haben tatsächlich existiert. 
Chief Inspector Donald Sutherland Swanson war zum Beispiel
ein Ermittler in den Jack-the-Ripper-Fällen. Von Wilde und Sir
Conan Doyle hat wohl jede schon gehört und selbst Agatha
Christie huscht einmal kurz vorbei.

Auch der Hope-Diamant existiert wirklich (45,52 Karat).
Er soll durch die Gottheit Vishnu verflucht worden sein,
als man sie aus einer seiner Statuen stahl..... 

Für mich - ein tolles Buch !!!
Viele liebe Grüße von der Numi

Rezension: Das vergessene Mädchen

von Wolfgang Burger, erschienen im Piper-Verlag.


Inhalt
Auf einer Klassenfahrt verschwindet Lea spurlos. Erst kürzlich wurde ein Mädchen entführt und umgebracht, der Täter ist noch immer auf freiem Fuß. Steckt hinter Leas Verschwinden der ältere Mann, mit dem sie eine Affäre hatte? Was ist mit dem unglücklich verliebten Mitschüler, der wie vom Erdboden verschluckt ist? Dann überschlagen sich die Ereignisse: Ein Mitarbeiter von Kripochef Gerlach wird angeschossen. Der verliebte Mitschüler liegt bewusstlos auf der Intensivstation. Und von Lea keine Spur …

Rezension
Zwei zehnte Klassen starten einen Bildungsausflug nach Straßburg.
Eigentlich eine tolle Sache.... Bei der Abfahrt fällt in dem Durcheinander
(andauernd setzt sich jemand um, der ein oder andere geht noch eine
Zigarette rauchen oder zur Toilette) niemanden auf, das Lea (eine nicht
grade beliebte Schülerin) fehlt.

Erst auf dem halben Weg nach Heidelberg fällt es auf, aber da Lea kurz vor
 ihrem 18ten Geburtstag steht, entschließen sich die Lehrer nur Ihre Eltern
bei der Ankunft anzurufen. Als am nächsten Tag allerdings eine
weibliche Leiche in Straßburg gefunden wird, informiert Leas 
Lehrerin Alexander Gerlach, den Chef der Kriminalpolizei.

Obwohl Leas Vater - Alkoholiker, der sich vor der Abreise mal wieder
lautstark mit Lea stritt und merkwürdiger Weise Blut an seinem Hemd 
hat - anscheinend kein Interesse an Leas Verbleib hat,
beginnt Gerlach mit den Ermittlungen.

Was erst so einfach aussah....
Woher hat Lea das Geld für Ihre teure Designerkleidung?
Wem und warum hat Lea in Straßburg einen Umschlag 
überreicht? Wer ist der Mann, der mit Lea auf dem auftauchenden
... Hardcore-Video ... 'zusammen' zu sehen ist ?

Dann wird auch noch ein Mitschüler, der sich (unglücklich verliebt in
Lea) auf die Suche nach ihr gemacht hatte, in letzter Sekunde aus
dem Wasser gezogen. Selbstmordversuch? Oder hat da
jemand nachgeholfen ?

Fazit
Vor kurzem hatte ich Euch den zehnten Fall von Gerlach vorgestellt.
Dieses hier ist der Neunte und meine Meinung hat sich nicht geändert.

Ein gut gemachter Krimi, der immer wieder die Richtung wechselt
und man bis zum Schluß nicht weiß, wie es enden wird.

Ein Krimi, der - ohne Explosionen, herumfliegenden 
Körperteilen und viel Blut - genau das macht, was er soll:
den Leser mitziehen !!!

Viele Grüße von der Numi

Rezension: Lakeballs

Ein Golf-Krimi von Bent Ohle, erschienen im LV-Buch Verlag.


Inhalt
Die verschlafene Idylle eines kleinen Provinzstädtchens wird jäh erschüttert, als im hiesigen Golfclub eine zerstückelte Leiche gefunden wird. Wimmer, der neue, aus Berlin zwangsversetzte Kommissar, muss sich gleich an seinem ersten Tag eines delikaten Mordfalles annehmen. Und mit seiner Ankunft prallen unweigerlich zwei Welten aufeinander. Der Großstadtbulle mit seinem roten Irokesenschnitt fällt in dem scheinbar konservativen, ländlichfriedlichen Golfermilieu so auf, wie der sprichwörtliche bunte Hund. Doch mit seinen Ermittlungen deckt er immer mehr Lügen, intime Geheimnisse und dunkle Machenschaften auf. Und was hat es mit dem mysteriösen Tod von Wimmers Vormieter auf sich? Der Kommissar wird ganz und gar in diesen Mordfall hineingezogen, nicht zuletzt, weil die Witwe des Toten einen großen Reiz auf ihn ausübt. Aber macht die Tatsache, dass man die abgetrennten Hoden im See auf dem Golfplatz gefunden hat, sie nicht auch zur Verdächtigen?

Rezension
Kommissar Wimmer fällt an seinem neuen Einsatzort auf, wie ein bunter Hund 
bzw. wie ein Polizist mit einem knallroten Irokesenschnitt . Als jedoch ein
Leiche in Einzelteilen auf dem Golfplatz gefunden wird, sind seine Kollegen
heilfroh, einen Fachmann aus Berlin an Bord zu haben.

Verdächtig sind eigentlich alle Leute aus dem Golfclub - vor allem seine
Frau, die vor 20 Jahren aufgehört hat, die Affären ihres Mannes mitzuzählen.
Da die ... Balls des Opfers zwischen den verschlagenen Golfbällen im Teich
gefunden werden, rutscht die Dame zwar immer wieder auf Platz eins der Liste,
aber auch andere sind ganz vorn mit dabei.

Mit wem hatte das Opfer ein Verhältnis ? ... Oder eher mit wem nicht ?
Und was hat es mit dem Tod seines Schwiegervaters auf sich ?
Und mit dem Bau des neuen Outletcenters und warum steht das
eingeplante Baugebiet plötzlich nicht mehr unter Naturschutz ?

Kommissar Wimmer - eigentlich Luther, aber lieber Lotte genannt, macht
sich mit seinen neuen Kollegen an die Ermittlungen !

Fazit
Ein richtig, richtig toller Krimi den man in einem Rutsch
durchlesen kann und sich dann ärgert, das es vorbei ist.

Die Charaktere sind gut gezeichnet und wachsen einem ganz
schnell ans Herz. Der Fall ist gut durchdacht und fügt
sich klasse zusammen. Und das Grinsen kann man sich beim
lesen einfach nicht verkneifen ! Ein 'Holy crap' und ein 'leuchtet ein'
für den ersten Fall von Lotte, Lassie und Pferdemann, auf
das noch einige davon folgen !!!

Viele Grüße von der Numi

Rezension: Die dunkle Villa

von Wolfgang Burger, erschienen im Piper-Verlag.


Inhalt
Als Kriminaloberrat Alexander Gerlach nach einem Sturz vom Rad wieder das Bewusstsein erlangt, erinnert er sich nur schemenhaft daran, von einem Mann gestoßen worden zu sein. War es Fred Hergarden, der sich selbst vor Tagen des Mordes an seiner Frau Vicky, einer jungen Schauspielerin, bezichtigt hatte? Deren Tod liegt jedoch bereits Jahrzehnte zurück, und damals deutete nichts auf einen Mord hin. Ist etwas dran an Hergardens spätem Geständnis? Welche Rolle spielte sein damaliger Freund Marcel Graf in der Geschichte, der heute ein berühmter Fernsehstar ist, und besteht tatsächlich ein Zusammenhang mit Gerlachs Unfall?

Rezension
Alexander Gerlach erwacht auf der Couch eines Ehepaares, die ihn vor
Ihrem Haus liegend gefunden hatten. Er ist wohl - ohne Helm - vom Rad
gestürzt  und war  für kurze Zeit bewußtlos. Leider kann er sich - beim 
besten Willen - an die letzten 20 Minuten vor seinem Sturz einfach 
nicht mehr erinnern. Dank einer dicke Gehirnerschütterung wird er 
für einige Tage zum Ausruhen und Erholen 'verurteilt'.

Wie kam es bloß zu dem Sturz? War da nicht jemand bei ihm?
Und hatte nicht kurz vorher jemand gestanden, den Mord an
seiner Frau begangen zu haben? Aber wer war das?

 Nur langsam und in Bruchstücken kehrt seine Erinnerung zurück. Ein 
Mann namens Fred Hergarden war in seinem Büro und bezichtigte sich selbst
seine Frau vor fast 30 Jahren umgebracht zu haben. Aber kann das sein ?
Als seine Frau starb, war er selbst im Ausland unterwegs .... oder?

Die alten Ermittlungsakten werfen noch mehr Fragen auf...
Die damaligen Ermittler (Frau Hergarden starb angeblich nach 
einem Unfall), schieden kurz nach dem Abschluß der Ermittlung 
aus dem Polizeidienst aus. Der Eine kaufte sich einen Ferrari und 
verunglückte kurz darauf tödlich, der Andere arbeitet als Bodyguard 
für den TV-Star Marcel Graf, der - zusammen mit seiner Frau - 
mit den Hergardens befreundet war und in dessen Haus sie wohnten.

Zu viele Zufälle, zu viele Ungereimtheiten ....
Gerlach steigt in die Ermittlungen ein.

Fazit
Ein richtig gut gemachter Krimi, mit einer in sich schlüssigen Geschichte. 
Obwohl es bereits der zehnte Fall für Gerlach ist, aber erst
mein Erster, kommt man problemslos zurecht. Die einzelnen
Charakter sind sehr gut beschrieben und es macht Spaß das Buch
zu lesen. Und das Beste ? Ich habe noch einen Fall von Gerlach hier :0)
Da freu ich mich schon drauf !

Viele Grüße von der Numi

Rezension: Moin

von Richard Fasten, erschienen im Ullstein-Verlag.


Inhalt
Hinterm Deiche liegt ne Leiche
Provinz-Polizist Boris Kröger hat es nicht leicht. Kaum geschieht im beschaulichen Altwarp am Oderhaff mal ein Mord, schon steht das Dorf Kopf! Von wegen Sonne, Strand und glasklare Beweisketten: In Altwarp herrscht Anarchie! Oma Machentut terrorisiert mit ihrem Rollator die Straßen, der einzige Fischer im Dorf stammt aus den Bergen Anatoliens, eine Krimi-Autorin sucht Inspiration und stachelt die Dorfbewohner auf. Dabei hat Boris mit dem Mord an seinem ehemaligen Schulkameraden genug zu tun. Hier an der Fast-Ostseeküste ist die Welt wirklich nicht mehr in Ordnung. Aber die stolzen »Hinterküstler« haben noch immer jedem Wetter getrotzt!
 Rezension
 Altwarp ist eine kleine Gemeinde, in der jeder jeden kennt (ob er will oder
 nicht). Der einzig aktive Polizist ist Polizeimeister Boris Kröger – der 
Kollege bereitet  sich eher schon mal auf seinen Ruhestand vor, indem er sein 
Haus baut und dienstlich nicht mehr zur Verfügung steht. Die Verbrechen des 
Ortes bestehen eigentlich eher daraus, dass nachts Autospiegel von mehreren
 Fahrzeugen abgebrochen werden.

Bis Krögers bester Freund Tarek (aus Anatolien und der einzige Fischer am Ort,
 weissu) versucht, ihn von seiner Seekrankheit zu heilen mit einem schönen Ausflug 
auf seinem Kutter. Währen Kröger ausgiebig über der Reling hängt, werden sie 
plötzlich von einer Yacht gerammt – deren Besatzung nur aus ein paar 
Ratten besteht. Aber wo ist der Bootsführer?

Kröger beginnt mit den Ermittlungen - also wegen der abgebrochenen Spiegel und
 natürlich auch wegen der ‚alleinstehenden‘ Yacht. Begleitet wird er dabei von der Kriminalschriftstellerin Doris Pan, die ihm aufs Auge gedrückt wurde. 
Sie möchte für Ihren neusten Roman recherchieren, wie 
Ermittlungen in einem idyllischen Dorf ablaufen.

Unterstützung – oder so was – bekommt er natürlich auch. 

Von Tarek weissu.

Von seiner Oma Machentut, die wirklich alles und immer machen tut oder 
auch andere machen tun lässt oder Tipps parat hat zum machen tun – 
(das tut schon uff machen beim lesen).

Von Hermann Kirchner – Oma Machentuts Freund, mit dem sie auch Rollator-Sex
 praktiziert (was immer das auch ist) und der zu allem und jedem ein passendes Zitat kennt.

Und auch der debile pfefferminzblattkauende Bürgermeister und 
Mandy Plüschke (mit dem schlimmen Cellulite-Beinen) 
sind dabei – jaja ob man will oder nicht :0)

Fazit
 Die Fälle sind wirklich nicht schlecht und nehmen gern auch mal eine Wendung
 mit der man überhaupt nicht gerechnet hat. Allerdings sollte man nicht mit
 einem ernstzunehmenden Kriminalroman rechnen – 
das hättet Ihr nun nicht erwartet nech?

Dafür aber mit einem kurzweiligen Vergnügen, das einen doch hier und 
da grinsen und sogar auflachen lässt – hat Spaß gemacht das Buch zu lesen !

Danke an Blog-Dein-Buch und an den Ullstein-Verlag für´s lesen lassen.
Hier bekommt Ihr das Buch !

Viele Grüße von der Numi 

Rezension: Morgen kommt ein neuer Himmel

von Lori Nelson Spielman, erschienen im Krüger-Verlag


Inhalt
Können Träume glücklich machen? Eine Mutter zeigt ihrer Tochter den Weg, 
ihre wahren Träume zu verwirklichen.
Ein berührender Roman über die eine Liebe, die uns ein Leben lang nicht verlässt.

Wer verscheucht die Monster aus unseren Albträumen?
Wer tröstet uns bei Liebeskummer?
Und wer kennt uns besser, als wir uns selber kennen?

Als Brett 14 Jahre alt war, hatte sie noch große Pläne für ihr Leben, festgehalten auf 
einer Liste mit Lebenszielen. Heute, mit 34 Jahren, ist die Liste vergessen und Brett 
mit dem zufrieden, was sie hat: einen Freund, einen Job, eine schicke Wohnung.
Doch als ihre Mutter Elizabeth stirbt, taucht die Liste wieder auf: Aus dem Mülleimer
 gefischt, hat ihre Mutter die Liste aufgehoben, und deren Erfüllung zur Bedingung
 gemacht, damit Brett ihr Erbe erhält – und zwar innerhalb von 12 Monaten.
Aber Brett ist nicht mehr das Mädchen von damals. Ein Baby bekommen? Das hat sie
 schon lange ad acta gelegt. Ein Pferd kaufen? In ihrer Wohnung sind nicht 
mal Haustiere erlaubt. Eine gute Beziehung zu ihrem Vater aufbauen? Ha – 
der ist seit sieben Jahren tot. Sich verlieben? Die einzig wahre, große Liebe 
gibt es doch nur im Film.
Um sie bei der Erfüllung ihrer Ziele zu unterstützen, hat ihre Mutter Brett
 mehrere Briefe hinterlassen. Wütend, enttäuscht und verletzt liest Brett den 
ersten Brief – und ist überwältigt von der liebevollen und fürsorglichen Nachricht
 ihrer Mutter, die gespürt hat, dass Brett in ihrem Leben nicht glücklich ist. 
Die Briefe ihrer Mutter rufen Brett dazu auf, ihre Träume nicht aufzugeben
 und ihr Leben in die Hand zu nehmen – denn nur sie selbst kann es ändern …
Kann Elizabeth ihrer Tochter dabei helfen, sich selbst wiederzufinden?

Rezension
Das Buch beginnt am Tag der Beerdigung. Der Verlust ihrer geliebten
Mutter ist für Brett nur sehr schwer zu verkraften. Als sie aber bei der
Testamentseröffnung auf einmal nicht - wie alle es erwartet hatten - die
Firma Ihrer Mutter und damit die Stellung einer Geschäftsführerin mit dem 
dazu gehörigem Vermögen erbt, beginnt alles ins Wanken zu geraten.

Sie hatte sich in der letzten Zeit durch Schulungen und Lehrgänge darauf
vorbereitet in die Fußstapfen Ihrer Mutter zu treten und nun erbt sie 'nur'
einen Brief Ihrer Mutter, indem sie Brett dazu auffordert Ihre Lebensziele
zu verwirklichen, die sie im Alter von 14 Jahren auf einem Wunschzettel
verewigt hatte. Aber ist es das, was sie sich wirklich wünscht?
Auch heute noch? Und was wünscht sie sich eigentlich selber?

Brett ist es von klein auf wichtig, es anderen recht zu machen.
Ihrem Vater, der sie immer auf Distanz gehalten hat, Ihren
Klassenkameradinnen, die sie lieber als Cheerleaderin, als in 
der Theatergruppe haben wollten, Ihrer Mutter, indem sie in die
Firma eingestiegen war, anstatt Lehrerin zu werden, Ihrem Freund,
dem sie die Wohnung samt Inhalt finanziert, anstatt eine
Familie zu gründen ...

Nun steht sie da: ohne Firma, ohne Job (die neue Eigentümerin
mußte Brett auf Anweisung der Mutter entlassen), mit einem Freund,
der wenig begeistert ist nicht auf das Millionenerbe zugreifen zu
können - nur mit einer Liste von 10 Punkten, die sie selbst erstellt
hat und die sie binnen eines Jahres abarbeiten soll.

Eine hartes Los.... oder ? Zur Seite steht Ihr nur der Anwalt, den
Ihre Mutter engagiert hat. Nach jedem erreichten Ziel, liest
er ihr einen dazu passenden Brief Ihrer Mutter vor... und
so wandelt sich Bretts Leben Schritt für Schritt ......

Fazit
Nach drei Seiten hatte ich Tränen in den Augen, nach 20 Seiten habe 
ich mit Brett um die Wette geheult und danach hab ich ihr zur Seite 
gestanden und mit innerlichen Anfeuerungsrufen unterstützt
und sie mit einem breiten Grinsen im Gesicht begleitet. 

Bestimmt ist das Buch nicht wirklich an allen Stellen realistisch.
Aber mal ehrlich: von der Realität hat man im wirklichen Leben genug.
Man weiß natürlich, das alles Gut enden wird und doch dreht 
es sich an der ein oder anderen Stelle in eine unerwartete Richtung.


Für mich ein richtig schööönes Buch, das man am liebsten in
einem Rutsch durchlesen möchte.

Hachz - beide Daumen hoch für dieses Buch.
Viele Grüße von der Numi

Rezension: London Calling

von Anja Marschall, erschienen im goldfinch Verlag.
  Inhalt
In der City of London, dem Herzen der internationalen Finanzwelt, wird die Leiche des dubiosen Finanzberaters Bradshaw gefunden. Die flippige Künstlerin Luna hat den Mann seit einiger Zeit verfolgt, weil das Geld, das sie ihm anvertraut hat, verschwunden ist. Scotland Yard vermutet schnell, dass eine Stalkerin den Banker erschossen hat – und kommt auf die Spur von Luna. Doch diese schwört ihrer Freundin Kate, dass sie unschuldig ist. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem wahren Mörder und stechen unversehens in ein Wespennest aus Korruption und Geldwäsche, Eitelkeiten und Gier.
Rezension
Plötzlich und unerwartet steht die leicht schräge Luna vor Kates
Tür und bittet sie um Hilfe, da es sein könnte, das die Polizei Luna
eventuell für die Mörderin ihres Finanzberaters hält. Der hat
Lunas komplettes Vermögen veruntreut und da sie davon wenig
begeistert war, hat sie lautstark verkündet,das sie ihn umbringt, 
wenn sie ihn erwischt...auch auf seinem Anrufbeantworter.

Somit steht Luna auf Platz Eins der Verdächtigen (alle anderen
Plätze sind nicht belegt). Während die Polizei sie in ganz
London sucht, versuchen Luna und Kate denjenigen zu finden,
der den Kerl wirklich umgebracht hat....

Fazit
Beim ersten Buch mit Kate und Luna wusste ich ja nicht genau,
was ich davon zu halten hatte (Das Erbe von Tanston Hall).
Bei diesem Buch bin ich mir aber nun sicher:
Ein kurzweiliges Lesevergnügen mit einem recht spannendem Krimi.
Einfach nicht alles hinterfragen oder einen ernsthaften Kriminalroman
 erwarten - sondern ab in den Liegestuhl und die Jagd beginnt :0)
Daumen hoch für London Calling.

Viele Grüße von der Numi

Rezension: Hirschkuss

von Jörg Steinleitner, erschienen im Piper Verlag.


Inhalt
Eine Bankerin auf Wellnessurlaub verschwindet beim Joggen spurlos. Polizeihauptmeisterin Anne Loop begibt sich fieberhaft auf die Suche, doch eigentlich hat sie ganz anderes im Kopf, denn sie ist frisch verliebt! Aber der Bergwald ist eine mörderische Idylle. Als kurze Zeit später ein Paar nach einem Spaziergang stirbt und dann auch noch eine explodierende Buche einen Menschen unter sich begräbt, schwant Anne Loop, dass die Todesfälle zusammenhängen wie die Zapfen eines Fichtenzweigs ...

Rezension
Eine griechische Bankerin, die sich auf ein Wellnesswochenende freute,
wird vom Hotel als vermisst gemeldet. Kurt Nonnenmacher, ein Ur-Bayer und
Leiter der kleinen Polizeiinspektion ist davon gar nicht begeistert, aber
nichtsdestotrotz starten Polizeihauptmeisterin Anne Loop und ihr Kollege
Sepp Kastern natürlich mit den Ermittlungen.

In der Wohnung der Bankerin finden sie eine große Menge Bargeld.
Kurze Zeit später wird ein Studentenpaar aufgefunden - gestorben
durch eine seltene Infektion. Als dann auch noch ein Baumfäller
beim Abholzen durch eine Explosion ums Leben kommt, stellt
sich die Frage, ob und wie die Fälle eventuell zusammenhängen....

Fazit
Bereits der vierte Fall für Anne Loop. Obwohl ich die anderen Fälle NOCH 
nicht kenne, kommt man sehr gut in die Geschichte hinein. 

Die Charaktere sind toll gezeichnet und praktisch ganz 
normale Menschen. Anne hat zwar eine optische Ähnlichkeit mit
Angelina Jolie, aber das war es auch schon. Ansonsten ist sie
alleinerziehende Mutter, die nicht die besten Erfahrungen mit
Männern hinter sich hat und entsprechende Probleme wälzt.

Einige sprechen im herrlichsten Dialekt - witzig, aber nicht
ins Alberne abschweifend. Der ein oder andere (auch politische) 
Kommentar kommt schön verkleidet daher und doch spürt 
man die leichte Bissigkeit dahinter.

Für mich: ein gut gemachter Krimi, der auch das
Schmunzeln erlaubt und bei dem das Lesen
richtig Spaß macht - Klasse!

Viele Grüße von der Numi

Rezension: Wolkenfisch oder Theas Sehnsucht

von Lisa Weichart erschienen im Stories & Friends Verlag.


Inhalt
„Die Liebe fragt nicht, sie ist sich selbst genug, und sie verteilt sich wie der Geruch einer frischen Pizza“, meint Thea. Sie liebt ihre Zwillinge, den italienischen Laden, in dem sie halbtags arbeitet, und ihren Nachbarn Tom, der auch ihren Kindern viel bedeutet. Trotzdem glaubt Thea, sie liebe Tom mehr als er sie. Ein quälender Verdacht, der Theas Sehnsucht nach Glück und Geborgenheit neue Nahrung gibt. Die Arbeit im Laden, die Kollegen und Kunden sind eine willkommene Ablenkung. Und dann ist da noch die Musik, die Thea neu für sich entdeckt.

Rezension
 Thea liebt ihre Zwillinge und ihre Arbeit in dem italienischen Feinkostladen.
Sie liebt Tom, aber liebt er sie auch ? Er verbringt zwar die Nachmittage
mit ihr und den Kindern, aber wenn die zu Bett gehen, verschwindet er
in seine Wohnung an den PC und taucht erst wieder auf, wenn Thea schon
schlafen gegangen ist....

Thea hat Sehnsucht !
Nach Geborgenheit, nach Zärtlichkeit. Nach etwas Aufmerksamkeit, nach 
dem Gefühl gemocht zu werden - ein nettes Wort von Irgendjemanden
reicht schon aus, um sie zu den Wolken fliegen zu lassen. 

Die Arbeit im Laden gibt ihr Halt. Sie schwimmt, wie ein Fisch, durch die 
Gänge. Sie taucht - während Sie die Regale auffüllt - auf und ab 
und träumt davon nach Italien zu reisen.

Im ihrem Schrank findet sie ihre alte Mandoline.Sie beginnt wieder zu spielen,
zu singen, findet Gleichgesinnte und ein Stein kommt ins Rollen ...

Fazit
Ganz ehrlich - auf den ersten Seiten dachte ich: das Buch
bekommst du nie zu Ende gelesen. Was ist das für ein Schreibstil?
Wer liest so etwas?

Dann war ich plötzlich drin - im Buch und in der Geschichte,
die leider viel zu kurz ist.

Wie sagt Hugh Grant in Notting Hill: Surreal, aber schön !
Damit meinte er wahrscheinlich auch dieses Buch :0)

Viele Grüße von der Numi

Rezension: Talisker Blues

von Mara Laue, erschienen im goldfinch Verlag.


Inhalt:
Kieran MacKinnon saß zwanzig Jahre im Gefängnis wegen Mordes an seiner Freundin. Völlig betrunken soll er sie eines Nachts am Strand erstochen  haben, die Beweise sprechen dafür, er kann sich an nichts erinnern.
Jetzt kehrt er zurück in seine Heimat auf die Insel Skye und versucht, sich ein neues Leben aufzubauen. Doch bald darauf wird wieder eine Frauenleiche gefunden. Und wie damals liegt eine Whiskyflasche mit Kierans Fingerabdrücken neben ihr …

Rezension
Im Alter von 18 Jahren wird Kieran zu 20 Jahren Haft wegen des Mordes
an seiner Freundin Allison verurteilt. Er kann sich zwar wegen eines
Vollrausches nicht an die Tat erinnern, aber die Beweise sind erdrückend.

Nun, nach seiner Entlassung, zieht es ihn zurück in seine alte Heimat.
Nachdem allerdings bekannt wird, wer er ist, stößt er fast überall
auf Ablehnung und zum Teil offene Feindseligkeit.

Nur sehr wenige geben im eine zweite Chance auf einen neuen Anfang.
Zum Beispiel Catie MacDonald - die er aus dem Wasser fischt 
und ihr dadurch das Leben rettet - steht im zur Seite.

Als allerdings erneut eine Frauenleiche gefunden wird, die genau
so zugerichtet wurde, wie Allison damals, weiß Kieran, das er
nicht der Täter war. Diesmal hatte er zur Tatzeit keinen Blackout,
allerdings leider auch kein Alibi.

Wie soll er seine Unschuld beweisen ? Hat er Allison 
wirklich getötet ? Was ist damals geschehen ?
Wer hat die zweite Frau umgebracht ? Und warum
auf die gleiche Art und Weise ?

Fazit
Das zweite Buch das ich von Mara Laue gelesen habe, gefällt mir
auch gut. (Das erste war Singleton Soul)

Die beiden Hauptcharaktere sind zwar wieder fast zu 'gut und schön',
 aber dafür kristallisiert sich der Zwiespalt von Kieran prima heraus -
zwar ohne Erinnerung an die Tat und doch voll von Schuldgefühlen.

Über Schottland und die Schotten erfährt man etwas mehr, 
allerdings wäre eine Übersetzung der gällischen Sprüche in Klammern 
schöner gewesen, als im Anhang des Buches

Ansonsten ein lesenswertes Buch.
Viele Grüße von der Numi

Rezension: Gute Laune

15 Übungen für zwischendurch von Madame Missou.


Inhalt
Wie zeigt sich Ihre schlechte Laune? Sind Sie leicht reizbar und lassen sich schnell auf einen unnötigen Streit ein? Fühlen Sie sich deprimiert, traurig und denken wehmütig an vergangene Zeiten? Oder können Sie einfach nichts anderes tun, als antriebslos und schlaff vor dem Computer zu sitzen? Welches Gesicht Ihre schlechte Laune auch haben mag – Madame Missou zeigt Ihnen anhand von 15 Übungen, wie Sie wieder zu Ihrem strahlenden Lächeln gelangen. Ob Sie nur fünf Minuten oder einen ganzen Tag Zeit haben, ob Sie alleine sind oder Ihr Partner in der Nähe ist – die passende Übung für Sie ist dabei.

Rezension
 Dies ist der zweite Ratgeber von Madame Missou, den ich nun gelesen habe. 
Und ehrlich gesagt, frage ich mich, warum es erst der Zweite war ?!?

Beim ersten ging es um das Thema 'Endlich Ordnung im Haushalt'.
Über ein halbes Jahr später halten mein Göga und ich uns immer noch 
an die Tips, die für uns passend waren und es klappt einfach prima
(wenig Aufwand und ein schönes Ergebnis) !

In dem 'Gute Laune' Ratgeber geht es darum, wie man seine gute Laune
zurück bekommt und auch halten kann. Die Tips umfassen ein 
großes Spektrum. Ob es um Lachyoga, einen neuen Stil, Musik,
Essen oder gar um die Lebensphilosophie im Ganzen geht - 
es ist für jeden was dabei.

Tips die man 'mal eben kurz' umsetzen kann oder auch das Vorstellen 
von Philosophien, die einem einen guten Einblick gewähren, 
um sich dann eventuell eingehender mit dem Thema zu beschäftigen.

Seit meiner Berentung hab ich mich viel mit den ganzen
Themen um das Glücklich- und Zufriedensein beschäftigt,
weil 'meine' MS sich nicht gut mit schlechter Laune, Stress
etc verträgt. Einiges, was ich für mich umgesetzt habe,
hab ich in dem Ratgeber wiedergefunden.

Also aus eigener Erfahrung: da sind richtig gute Tips dabei !

Das man ihn in 45 Minuten gelesen hat, kommt ungefähr
hin, aber wielange man sich dann anschließend mit
dem Thema und der Umsetzung beschäftigt, ist wieder
was anderes - aber es lohnt sich ;0)

Viele Grüße von der Numi

Rezension: Das Erbe von Tanston Hall

von Anja Marschall, erschienen im goldfinch Verlag.


Inhalt
Vor drei Jahren verschwand Kates Bruder spurlos. Gerade als sie glaubt, mit dem Verlust leben zu können, erhält sie einen anonymen Anruf. Ihr Bruder soll in einem kleinen Dorf in Cornwall gesehen worden sein und in großen Schwierigkeiten stecken. Kate bricht sofort auf – doch im idyllischen Cawsand erwarten sie perfide Intrigen und ein tödliches Familiengeheimnis.

Rezension
Nach einem heftigen Streit trennen sich die Wege der Geschwister
Kate und Phil - Phil verschwindet einfach. Als Kate aber nach drei
Jahren einen anonymen Anruf erhält, das ihr Bruder in Cawsand gesehen
wurde und in Schwierigkeiten steckt, läßt sie alles stehen und liegen
und macht sich auf den Weg zu dem kleinen Dorf in Cornwall.

Vor Ort merkt sie schnell, das die Einwohner nicht gern über
Phil und sein Verschwinden reden. Nur langsam findet sie
- durch ihre Hartnäckigkeit - etwas über ihn heraus.
Aber sagen die einzelnen Leute ihr die Wahrheit? Wer lügt
und wer nicht? Wem kann sie vertrauen ? Wollte Sie jemand
überfahren oder sass wirklich nur ein Betrunkener am Steuer ?

Fazit
Ein Krimi, bei dem ich mal wieder hin- und hergerissen bin.

Einerseits finde ich die Grundidee gut und spannend - auch
hier ohne Blut und Gewalt. Der Schreibstil ist sehr gut und
flüssig zu lesen. Die Einwohner und das Mit- und Gegeneinander
der einzelnen Personen kommt gut rüber und man hört 
manchmal sogar das Meer rauschen :0)

Andererseits war einiges überzeichnet und richtig klischeehaft.
Viel zu früh wusste ich, wer der Böse war, was mit
Phil passierte und wer mit wem zusammenkommt. 

Zu schade - aber liegt es daran, das ich schon soooo viele
Krimis gelesen habe oder hätte man da mehr draus
machen können ? Wer das Buch kennt oder es in die
Finger bekommt - mailt mir doch mal, was Ihr davon haltet.

Viele Grüße von der Numi

Rezension: Das Geheimnis der Lady Audley

von Mary Elizabeth Braddon, übersetzt und bearbeitet von 
Anja Marschall, erschienen im Dryas-Verlag.
Inhalt
Ein Londoner Anwalt versucht, den Mord an seinem Freund aufzuklären, doch die wunderschöne Lady Audley will dies mit allen Mitteln verhindern. Ihm wird schnell klar, dass Lady Audley ein dunkles Geheimnis hütet. Um den Mörder seines Freundes finden zu können, muss er es lüften. Ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel beginnt zwischen dem jungen Mann und der mysteriösen Frau.

Rezension
Müßiggänger Robert Audley, der zwar Anwalt ist, aber noch nie als solcher 
tätig wurde, lebt in London vor sich hin. Das soll sich jedoch bald ändern...

Auf der einen Seite ist dort sein Onkel - Sir Michael Audley - ein 
Witwer in den besten Jahren, der sich in die junge, bezaubernde,
betörend schöne Lucy verliebt, die im Hause seines Arztes 
als Erzieherin tätig ist, und sie nach kurzer Zeit heiratet.

Auf der anderen Seite trifft Robert nach langer Zeit seinen guten Freund 
Georg Talboys wieder, der grade aus Australien zurück gekehrt ist. 
Er hatte vor dreieinhalb Jahre seine Frau und sein Baby bei Nacht 
- mit nur einer kurzen Nachricht auf dem Nachtisch - verlassen um in der 
weiten Welt sein Glück zu machen und als reicher Mann zu seiner 
Familie zurückzukehren.

Als er jedoch in London ankommt, erfährt er, das seine junge, wunderschöne 
Frau erst vor wenigen Tagen verstorben ist. Seine Trauer darüber ist 
überwältigend und so kümmert sich sein Freund Robert um ihn.

Während Ihrer gemeinsamen Zeit möchte Robert mit George
zu seinem Onkel reisen, um seine 'neue' Tante kennenzulernen.
Allerdings kommt immer etwas dazwischen: mal ist Lady Audley
zu unpässlich um Besuch zu empfangen, dann muß sie ganz
plötzlich verreisen zu einer im sterben liegenden Bekannten.

Die beiden Männer machen sich dann aber trotz allem auf
den Weg, um ein paar Tage auf dem Land zu verbringen, zu
angeln und sich wenigstens das Herrenhaus anzuschauen mit
seinen vielen schönen Gemälden - unter anderem auch das noch nicht
ganz vollendete Portrait der neuen Hausherrin - Lady Audley....

Kurze Zeit später ist George plötzlich spurlos verschwunden
und das läßt Robert nicht mehr zur Ruhe kommen .....

Fazit
Über 300 Seiten in zwei Tage aufgesaugt! Hach war das guuut !!!
Das Buch ist 1862 erschienen und wurde nun überarbeitet, sodaß aus der 
Gouvernante eine Erzieherin und aus dem Advokat ein Anwalt wurde.

Ein Buch, das ich schlecht aus der Hand legen konnte. Die
richtige Mischung aus Spannung und Psychologie mit einem
klitzekleinen Hauch Romantik - fast in schwarz/weiß gelesen ;0)

Wenn ich daran denke, das ich das Buch erst über 150 Jahre
nach seinem Erscheinen in den Händen hatte, frage ich mich
fast ängstlich, wieviele richtig gute Bücher man noch
verpaßt hat - buuaaaaa .... 

Also von mir eine absolute Empfehlung. Ein Buch ohne
Blut, Explosionen und Gewalt, aber mit viel Spannung,
Psychologie (Wahnsinn oder Boshaftigkeit...?) !!!

Laßt Euch überraschen....!!!
Viele Grüße von der Numi

Rezension: Singleton Soul – Ein Edinburgh-Krimi

von Mara Laue erschienen im goldfinch-Verlag. 

 Inhalt
Eine schlechtgehendes Büro für Privatermittlungen, ein stressiger Spagat zwischen Observierungen und dem Unterrichten an einer Kampfsportschule, obendrein ein undurchsichtiger Ex-Söldner als Mieter - Rowan Lockharts Neustart im heimatlichen Edinburgh nach der Scheidung von ihrem japanischen Ehemann lässt sich alles andere als gut an. Da kommt ihr der Brief von Captain Finn Macrae gerade recht, in dem er sie mit der Überwachung seiner Frau beauftragt.
Doch bevor Rowan mit ihm Kontakt aufnehmen kann, ist Macrae tot: Selbstmord. Angeblich hat er militärische Geheimnisse verraten und sollte deswegen zur Rechenschaft gezogen werden. Obwohl die Beweise für seine Schuld erdrückend sind, beginnt Rowan im Auftrag seiner Schwester nachzuforschen und sticht damit in ein gefährliches Wespennest mit fatalen Folgen nicht nur für Rowan.
  
Rezension
Rowan Lockhart - aufgewachsen in Schottland - hat zusammen mit Ihrem
 japanischen Mann viele Jahre in seiner Heimat verbracht. Durch Fukishima
 und die damit verbundenen Gefahren kam es zur Trennung und Scheidung 
Nun ist sie seit einem Jahr zurück in Schottland und bemüht sich, dort wieder
heimisch zu werden - mit einer eigenen Detektei und einem Dojo, in dem
sie Schüler im Kampfsport unterrichtet.

Als sie einen Brief von Captain Macrae bekommt, mit dem Auftrag seine
Frau - wegen eines außerehelichen Verhältnisses - zu überwachen, macht sich
sich direkt an die Arbeit. Allerdings findet sie bei Ihrer Ankunft beim Captain
die Polizei vor, da er angeblich Selbstmord begangen hat....

Der leitende Ermittler ist zufällig Ihr allerbester Freund aus der Zeit,
bevor sie Ihren Mann kennenlernte. Mit ihm ging sie schon früher durch
dick und dünn und anscheinend können die beiden bei Singleton-Whiskey
und Soulmusik nahtlos wieder dort ansetzen.

Denn komisch ist es doch schon, das der Captain sich umbringt, obwohl
er grade erst Rowan beauftragt hat. Angeblich soll er Verrat an seinem
Land begangen haben, aber .... Rowan nimmt den Auftrag posthum an
und findet dabei allerlei heraus...

Fazit
Ein gut gemachter Krimi.
Man erfährt ganz nebenbei ein wenig über Schottland und 
einiges mehr über Japan und seine Kultur - interessant.

Was mir nicht ganz so gut gefallen hat: Rowan ist schon ziemlich
perfekt: gutaussehend, selbstsicher, eine ausgebildete Kämpferin!
Da mag ich es eher etwas ... nicht ganz so dolle.
Aber das ist ja Geschmacksache ;0)

Auf jeden Fall kann man das Buch prima lesen -
kurzweilig und interessant.

Viele Grüße von der Numi

Rezension: 'Der Tod und andere Höhepunkte...

meines Lebens' von Sebastian Niedlich, erschienen im dotbook-Verlag.


Inhalt
„Meine Gabe, den Tod anderer Leute voraussehen zu können, hat schon was. Gibt ein prima Partyspiel. ‚Hey, ich sage euch, wer als Nächstes stirbt!‘ Spaß für die ganze Familie!“
Freunde sind etwas Wunderbares. Und manchmal findet man sie an den ungewöhnlichsten Orten. Martin hätte allerdings darauf verzichten können, am Sterbebett seiner Großmutter die Bekanntschaft des leibhaftigen Todes zu machen. Dieser hat sich eingefunden, um die Seele der alten Dame sicher ins Jenseits zu befördern – und ist begeistert, dass ihn endlich jemand sehen und hören kann. Für ihn steht fest: Martin und er sind dazu bestimmt, beste Freunde zu werden. Schließlich ist er ein echt netter Typ! Und hey: Niemand kann so glaubhaft versichern, dass man weder an Langeweile, noch an einem gebrochenen Herzen sterben kann … Im Laufe der Zeit gewöhnt Martin sich daran, dass der Leibhaftige stets bei ihm auftaucht, wenn er es am wenigsten gebrauchen kann. Doch als er eine ganz besondere Frau kennenlernt, muss er sich eine entscheidende Frage stellen: Macht es überhaupt Sinn zu leben, zu lieben und nach dem Glück zu suchen, wenn am Ende doch immer der Tod wartet?

Rezension
Im Alter von sieben Jahren trifft Martin - kurz bevor seine Oma stirbt - zum ersten
 Mal den Tod. Der ist ganz überrascht, das ihn der Junge sehen und auch hören kann.
 Da er seit über 500 Jahren allein seinem Job nachgeht, ist er natürlich erfreut
darüber und beginnt eine 'Freundschaft' mit Martin aufzubauen und zu pflegen.

Martin - der nicht zu den beliebtesten Kindern in der Schule gehört - freut sich
 über dieTreffen mit 'Tod' oder auch 'Thanatos'. Sie spielen Schach miteinander,
 unterhalten sich,gehen bowlen oder ins Kino. Hat schon Vorteile,
 wenn man einen Freund hat,der teleportieren kann :0)

So begleitet man die beiden durch Martins Leben. Von der Schulzeit,
 zum Bundeswehrdienst,über das Studium bis zur Berufstätigkeit.
Je älter Martin wird, je mehr hinterfragt er Tod und seine Aufgabe.
Er übernimmt Fähigkeiten von ihm, d.h. plötzlich kann er auch
teleportiern oder sieht den Menschen an, wie sie sterben werden.

Aber er ist immer bemüht, den Tod zu verhindern und versucht immer
 wieder einzuschreiten, was Tod eigentlich überhaupt nicht gern mag und
auch nichtfür sinnvoll erachtet. So entwickelt sich das Ganze teilweise zu
einer freundschaftlichenFeinschaft oder auch zu einer
feindschaftlichen Freundschaft.

Für den Leser einerseits ein richtig kurzweiliges Vergnügen (da Tod
gern ungefragtauftaucht - auch bei Martins...ersten Mal *hüstel* als
Coitus interruptus), andererseits regt es aber auch zum Nachdenken an -
Wie geht man damit um, das sowohl Freunde,
Familie und auch man selbst sterben muss?

Fazit
Ein richtig gutes Buch, das sich zu lesen lohnt.
Zum schmunzeln, zum grinsen, zum nachdenken !

Vielen  Dank an Blog dein Buch und den dotbook-Verlag für´s lesen-lassen.
Hier könnt Ihr das Buch bekommen.
Viele Grüße von der Numi