Samstag, 21. Oktober 2017

Rezension: Ostfriesenkiller


Veröffentlichung: 22.09.2017
Pandastorm (Edel)
FSK: ab 12
Laufzeit: 89 Min.
Sprache: Deutsch DD 2.0

Synopsis


Eine Serie von Mordfällen erschüttert Ostfriesland. Die mit äußerster Brutalität getöteten Opfer führen Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen und ihre Kollegen Weller und Rupert zum Regenbogenverein, der sich um behinderte Menschen kümmert. Die Nerven der Mitarbeiter liegen blank, als ein weiterer Mord geschieht. Für Ann Kathrin Klaasen wird dieser Fall zu einer großen beruflichen wie menschlichen Bewährungsprobe.

Rezension
Mitten im dicksten Ehekrach wird Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen an einen Tatort gerufen. Ulf Speicher, der Leiter des Regenbogenvereins, der behinderte Menschen betreut, wurde nach einem One-Night-Stand ermordet. Klaasen macht sich mit ihren Kollegen Weller und Rupert an die Arbeit.

Zunächst ist noch unklar, wer ein Motiv haben könnte, um Speicher zu töten. Aber schon bald gibt es ein weiteres Opfer und obwohl alle Spuren in eine Richtung zeigen, ist sich Klaasen sicher, dass mehr dahinter steckt...

Fazit
Vollkommen unbedarft habe ich mir diesen Film angesehen. Ja, ich weiß, es gibt eine ganze Reihe Ostfriesenkrimis von Klaus-Peter Wolf, aber - obwohl ich ja ein ausgesprochener Krimiserienleser bin, - habe ich aus dieser Klaasen-Reihe noch nicht ein einziges gelesen und es gibt mittlerweile schon 11 Bände. Fragt mich nicht, warum das so ist - ich habe keine Ahnung.


Nun aber zum Film. Ich gebe zu: ich bin überrascht. Ganz ehrlich, er ist so düster, stimmungsvoll, atmosphärisch und auch spannend, dass er eigentlich schon fast skandinavisch sein müsste. Seit wann werden in Deutschland solche Filme produziert? Und gibt es da noch mehr von?


Eigentlich erinnert nur der ein oder andere Schauspieler daran, dass es kein z.B. schwedischer Krimi ist. Christiane Paul (Die Welle, Neues vom Wixxer) spielt hier Ann Kathrin Klaasen - hervorragend, ungeschminkt, mit viel Intuition. Svenja Jung spielt eine junge behinderte Frau aus den Reihen des Regenbogenvereins - klasse. Selbst Peter Heinrich Brix (Großstadtrevier, Neues aus Büttenwarder) als Kripochef und Marzipanliebhaber Ubbo Heide passt einfach.


Übrigens hat der Autor Klaus-Peter Wolf einen Cameo-Auftritt und im Gegensatz zu Alfred Hitchcock, den ich immer verpasse, habe ich Herrn Wolf erkannt - ha ;0)

Also mir hat dieser Krimi gefallen - davon können gerne noch mehr Teile verfilmt werden!

Viele Grüße von der Numi

Freitag, 20. Oktober 2017

Rezension: Mordsleben

von Ulrike Busch, erschienen bei Klarant.


Erschienen am 11. Juli 2017
Taschenbuch
188 Seiten
ISBN 9783955736569

Beschreibung laut Buchrücken
Mit der ostfriesischen Ruhe ist es in Greetsiel vorbei: Die norddeutsche Schauspielerin Leonie Altinga kehrt in ihre Heimat zurück und eines Abends werden Schüsse auf sie abgegeben. Sie bleibt unverletzt, aber bald darauf werden mehrere Bürger des idyllischen Fischerdorfes zum Ziel weiterer perfider Anschläge. Bei allen beteiligten Personen finden sich Verbindungen zu Leonies Leben. Doch wer ist hier Opfer, wer ist Täter? Vor vielen Jahren hatte Leonie in Greetsiel ihre Tochter und ihren Mann verloren. Führt sie in Wahrheit einen brutalen Rachefeldzug, und die Schüsse auf sie waren nur inszeniert? Die Ermittler Tammo Anders und Fenna Stern stehen vor einem mysteriösen Fall, und das mörderische Spiel in Ostfriesland scheint kein Ende zu nehmen…

Rezension
Die berühmte Schauspielerin Leonie Altinga hat sich in ihrer alten Heimat Greetsiel zur Ruhe gesetzt. Filme sind gedreht, das Leben mit allen Höhen und Tiefen gelebt, ihre Memoiren sind geschrieben und nun soll der Lebensabend genossen werden. Was ihr allerdings schwer fällt, nachdem auf sie geschossen wird...

Die Ermittler Tammo Anders und Fenna Stern machen sich an die Arbeit. Und es bleibt nicht bei dieser einen Tat. Aber wer könnte ein Motiv haben? Waren es Warnschüsse oder sollte Leonie tatsächlich getötet werden? Könnte der Grund in ihrer Vergangenheit liegen? Und wenn er dort liegt... wer ist dann Opfer und wer Täter? Denn auch Leonie wurde in der Vergangenheit übel mitgespielt. Könnte es sich um einen Rachefeldzug handeln...?

Fazit
Das hier ist der dritte Teil um das Ermittlerduo Anders und Stern und was soll ich sagen? Einfach klasse!

Über den Schreibstil von Frau Busch habe ich mich ja schon ausgelassen. Er ist und bleibt einfach fluffig leicht zu lesen. Die einzelnen Charaktere wachsen einem unwahrscheinlich schnell ans Herz - egal ob Tammo, Fenna, Onkel Frido oder Schnauzermischling Buddy - ein Wiedersehen bzw. -lesen ist immer schön.

Die Krimigeschichte selber ist spannend, gut durchdacht, ausgefeilt und lädt zum Miträtseln ein. Wobei man als Leser wirklich ständig hin- und hergerissen ist. Jedes Mal, wenn man meint auf der richtigen Spur zu sein, entpuppt sich eine andere Möglichkeit als viel wahrscheinlicher. Ja - als Ermittler wäre ich eine echte Granate *kicher* - nein ehrlich: das überlasse ich lieber Fachleuten - ich bin ständig auf der falschen Spur.

Aber zurück zum Buch. Mir gefällt die Reihe um Tammo und Fenna richtig, richtig gut und ich kann sie Euch nur empfehlen. Für Leser, die es gerne unbrutal und unblutig, dafür aber spannend mit einem Schuss Humor mögen, ist das hier eine tolle Serie!

Reihenfolge
1. Tod am Deich
2. Mordskuss 

3. Mordsleben 

Viele Grüße von der Numi

Montag, 16. Oktober 2017

Rezension: So sind sie, die Isländer

erschienen im Reise Know-How Verlag.


Erschienen im September 2017
108 Seiten
ISBN: 978-3-8317-2875-6


Beschreibung laut Verlag
Geben wir es ruhig zu: Die Isländer sind manchmal seltsam. Sie essen seltsame Dinge. Sie benehmen sich seltsam. Sie sind mal zu steif und mal ein bisschen zu locker. Sie lachen über Dinge, die nicht lustig sind.
Die Fremdenversteher liefern Antworten: Knapp, bissig und voller überraschender Einsichten. Am Ende ist klar: So sind sie eben, die Isländer!
Die Fremdenversteher über die Isländer: „Der typische Isländer ist ruhig und zurückhaltend im Beisein von Fremden. Bei einer Besprechung ist er derjenige, der nichts sagt und erstaunt ist über die Leute, die Fragen stellen. Besonderes Erstaunen gilt Leuten wie den Amerikanern, die imstande sind, eine Stunde lang über ein bestimmtes Thema zu reden – oder zwei, wenn sie tatsächlich etwas von dem Thema verstehen.“
Die Fremdenversteher: Die Reihe, die kulturelle Unterschiede unterhaltsam macht. Mit trockenem englischen Humor, Mut zur Lücke, einem lockeren Umgang mit der politischen Korrektheit – aber immer: feinsinnig und auf den Punkt. Die Fremdenversteher sind die deutsche Ausgabe der Xenophobe’s® Guides – bei Reise Know-How.
Die Fremdenversteher: Empfohlen bei leichter bis mittelschwerer Xenophobie!

Rezension
Wie sind denn eigentlich die Isländer?
Genau diese Frage beantwortet dieses Buch in vielen unterschiedlichen Bereichen. Dabei werden folgende Themen beleuchtet:
Nationalgefühl & Identität, Charakter, Haltungen & Werte, Obsessionen, Verhalten, Manieren & Etikette, Freizeit & Vergnügen, Konversation & Gestik, Systeme, Sinn für Humor, Kultur, Essen & Trinken, Gesundheit, Regierung & Bürokratie, Geschäftsleben, Bräuche & Traditionen, Sprache & Ideen.
Es handelt sich hier also nicht um den normalen Reiseführer, der Tipps gibt, was man sich alles anschauen sollte und was man auf keinen Fall verpassen darf. Nein, hier bekommt man wirklich einen Eindruck vom Land und vor allen Dingen von den Leuten, die dort leben.

Fazit
Das erste Mal sind mir 'die Isländer' aufgefallen bei diesem Fußballgedönse. (Ja, ja - ich habe da absolut keine Ahnung von.) Fans die ausgelassen feiern und das sogar mit den Fans anderer Vereine bzw. Länder. Die Fußballer selber hatten alle einen .... richtigen Job - es waren also keine Profis... so etwas gibt es auch??? Island schwamm auf einer Sympathiewelle und ja - selbst mir Nicht-Fußballfan hat das unheimlich gut gefallen!

Kurz darauf las ich einen Artikel über eine Baumaßnahme in Island, die gestoppt und umgeändert wurde, weil der ursprüngliche Plan eine Gegend zerstört hätte, in dem verborgendes Volk (Huldefólk) wohnt - also zum Beispiel Elfen, Trolle oder Zwerge. Und jetzt mal ehrlich? Wer findet so etwas nicht einfach nur absolut fantastisch?

Lange Rede, kurzer Sinn - natürlich wollte ich unbedingt einen Blick in dieses Buch werfen, als ich es sah und ja, es hat sich gelohnt. In humorvoll, spritziger - manchmal auch bißchen bissiger - Weise wird dem Leser ein Blick auf die Bevölkerung von Island gewährt - ja auch ein wenig auf das Huldefólk.

Leider war ich selber noch nie dort - von daher kann ich natürlich nicht beurteilen, ob das alles so stimmt. Aber was ich sagen kann: es war ein kurzweiliges, interessantes Vergnügen sich durch die Seiten dieses Buches zu blättern und ja, ich würde mir das wirklich gerne mal alles mit eigenen Augen ansehen - jetzt kenn ich mich ja auch ;0)

Übrigens gibt es aus der Reihe 'So sind sie, die....' auch Japaner, Polen, Italiener, Amerikaner, Engländer, Franzosen, Schweden, Niederländer und Österreicher. Die Deutschen gibt es ... noch... nicht - da würde mich mal interessieren, wo wir überall unser Fett wegbekommen würden...! :0D

Viele Grüße von der Numi

Rezension: Agatha Christie - Mörderische Spiele

Collection 2


Erscheinungsdatum: 25.08.17
Polyband
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 368 Min. (4x 92 Min.)
Bildformat: 16x9 anamorph (1,78:1)
Sprache: Deutsch, Französisch Dolby Digital 2.0

Anzahl Discs: 2

Synopsis
Agatha Christies "Mörderische Spiele" sind in der farbenfrohen und glamourösen Welt der 1950er angesiedelt. Kommissar Laurence ermittelt gewohnt unausstehlich, aber schlicht brillant, und die junge Journalistin Alice Avril tut alles, um eine Schlagzeile zu erhalten. Die überzeugte Feministin scheut dabei keine Auseinandersetzungen mit Laurence. Doch der Kommissar kann sich immer auf seine treue Assistentin Marlène verlassen - ein hinreißendes Ebenbild von Marilyn Monroe.
 

Rezension
Kommissar Laurence hat wieder einige knifflige Fälle zu lösen und dieses Mal machen ihm nicht nur die Verbrecher Ärger, nein, zwischendurch hat ihn sogar ein ... 'Kollege' von der 'Internen' auf dem Kiecker. Aber im Gegensatz zu seinem Augenlicht, welches ihn kurzfristig im Stich lässt, kann er sich auf 'seine' beiden Damen verlassen. Sowohl seine Assistentin Marlène als auch die Reporterin Alice Avril greifen beherzt ein, um die Verbrecher dingfest zu machen.

Verfilmt wurden hier vier weitere Agatha-Christie-Geschichten und zwar
'Mit offenen Karten', 'Die Schneewittchen-Party' hier unter dem Titel 'Mord beim Schulfest', 'Mord auf dem Golfplatz' hier unter 'Verbrechen lohnt sich nicht' und 'Das Sterben in Wychwood' als Vorlage für 'Einfach Mord?'

Fazit
Vielleicht, aber wirklich nur vielleicht, war ja die erste Folge von Collection 1 etwas... gewöhnungsbedürftig... Aber auch wirklich nur deshalb, weil diese Serie anders ist, als die bisherigen Agatha-Christie-Verfilmungen. Und mit anders meine ich definitiv nicht schlechter. Im Gegenteil. Mir gefällt diese neue Reihe so richtig gut!


Die Rollen sind absolut passend besetzt: Samuel Labarthe als souveräner, cooler ein wenig an James Bond erinnernder Kommissar Laurence, Blandine Bellavoir als toughe, etwas vorlaute Journalistin Alice Avril und Élodie Frenck als treue, naiv-clevere Marlène Leroy harmonieren hervorragend miteinander.


Spritzig, witzig und mit jeder Menge Spannung ist hier eine Neuverfilmung der Agathe-Christie-Klassiker gelungen - da kommt wirklich keine Langeweile auf. Auch dann nicht, wenn man das Grundgerüst, also die Bücher, bereits kennt - das stört überhaupt nicht.


Also meine Empfehlung habt ihr - beide Daumen sind oben und worüber ich mich besonders freue: Collection 3 erscheint schon Ende diesen Monats :0D

Viele Grüße von der Numi

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Rezension: What the health

Wie Konzerne uns krank machen und warum niemand was dagegen unternimmt


Erschienen am 29.09.2017
Label: Polyband
FSK: ab 12
Lauflänge: ca. 88 Minuten

Synopsis
Adipositas, Diabetes, Bluthochdruck und Krebs – diese Zivilisationskrankheiten kommen nicht von ungefähr. Aber es ist nicht ein einzelner Faktor, der für eine Erkrankung verantwortlich ist, sondern das Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, Umweltfaktoren, dem individuellen Lebensstil – und somit auch der Ernährung!

Die Macher des preisgekrönten Dokumentarfilms COWSPIRACY konfrontieren Vertreter der Gesundheitsorganisationen und Pharmaindustrie mit unbequemen Fakten und Fragen: Warum wollen uns Konzerne scheinbar systematisch krank machen und wieso unternimmt niemand was dagegen? WHAT THE HEALTH ist ein Film, der Ihnen die Augen öffnen wird - und mögliche Alternativen aufzeigt!

 

Rezension
Kip Andersen und Keegan Kuhn - Produzenten dieses Films - hinterfragen so einiges. Warum leiden so viele Menschen an Fettleibigkeit (Adipositas)? Warum sind so viele Menschen zuckerkrank (Diabetes)? Wieso gibt es so viele Herzkranke? Warum so viele mit einem zu hohen Blutdruck?

Und was haben diese Erkrankungen mit unserer Ernährung zu tun?



Wie wirkt sich Zucker auf uns aus? Wie sieht es mit dem Fleischkonsum aus? Und vor allen Dingen: wie sieht es mit der Qualität unserer Lebensmittel aus? Was ist drin - wie sieht die Herstellung aus - wie sehen die Auswirkungen auf den menschlichen Organismus aus - und (für mich unvorstellbar gruselig) - wie gehen wir mit den Tieren um, die wir anschließend essen...


Zig Fragen auf die Antworten gesucht und für die hier gezeigten Leute auch gefunden wurden...

Fazit
Ernährung ist für mich schon einige Zeit eine große Frage. Mittlerweile ernähre ich mich seit über zweieinhalb Jahren nach Paleo und komme damit sehr gut zurecht. Obwohl ich mittlerweile an einem Punkt angelangt bin, an dem ich die ein oder andere Sache eventuell noch anpassen möchte. Von daher sind mir Ernährungsinformationen natürlich sehr willkommen - also nix wie ran an den Film ;0)

Für mich war der Film im Großen und Ganzen informativ. Er regt sehr zum Denken an - für mich ist z.B. der Umgang mit dem.... 'Schlachtvieh' sehr aufwühlend gewesen - ich wähle den Begriff Schlachtvieh, weil die Tiere mehr als schlecht behandelt werden... sehr, sehr schlecht.... abartig wäre da ein passenderer Begriff...

Einiges war mir neu, einiges bekannt, zu einigem habe ich eventuell eine leicht andere Ansicht. Und manches war überzogen - also, das langjährig schwerkranke Patienten, die nach der Umstellung auf die vegane Ernährung nach 14 Tagen (!) ihre Krücken hinfort werfen und wieder laufen können - nee quatsch - aber ihre Tabletten einfach absetzen, weil sie nun wieder gesund sind.... das war eher unglaubwürdig und bestimmt auch nicht wirklich gesund...


Abgesehen davon war der Film definitiv interessant und informativ. Wer sich Gedanken macht über das, was er isst oder nicht isst, sollte einfach mal einen Blick riskieren. Vegan wird nicht mein Weg sein, aber... es gibt sooooooo viele Alternativen. Da schadet schlau machen ja definitiv nicht ;0)

Viele Grüße von der Numi

Sonntag, 8. Oktober 2017

Rezension: Gold

Gier hat eine neue Farbe


Label: STUDIOCANAL
Genre: Abenteuer, Drama, Thriller
Produktionsjahr: 2016
Produktionsland: USA
FSK 12
Lauflänge: ca. 121 Minuten

Eine kühne Idee, ein unglaubliches Abenteuer, ein riesiger Skandal und ein brutaler Absturz: Der Kleinkriminelle Kenny Wells (Matthew McConaughey) giert nach Gold und nach dem großen Durchbruch. Als er auf den zwielichtigen Geologen Michael Acosta (Édgar Ramírez) trifft, starten sie ein waghalsiges Abenteuer. In den unerforschten Tiefen des Dschungels von Indonesien machen sie sich auf die Suche nach Gold. Was sie dort finden versetzt die Börsenwelt in Aufruhr und bringt ihnen den erhofften Reichtum, doch was steckt wirklich dahinter…

Rezension
Nach dem Tod seines Vaters übernimmt Kenny Wells dessen Bergbaufirma, die sich dem Abbau von Bodenschätzen verschrieben hat. Doch Kenny fehlt es leider an dem Talenten seines Vaters.

Sieben Jahre später - Kenny ist so gut wie pleite, raucht wie ein Schlot, trinkt mehr als gut ist und seine Frau hat zwei Jobs um sie über Wasser zu halten. Doch einmal will er es noch versuchen - noch ein einziges Mal. So macht er sich mit seinem allerletzten Geld auf den Weg nach Indonesien. Dort trifft er auf den Geologen Michael Acosta und gemeinsam machen sich die Beiden auf die Suche in den Regenwäldern von Indonesien.

Und tatsächlich finden sie eine vielversprechende Stelle und Kenny gelingt es einige Investoren zu finden, die bereit sind Geld zu investieren. Nicht viel, aber es sollte reichen... und tatsächlich scheint es dort wirklich Gold zu geben und zwar viel Gold - richtig viel Gold!

Doch damit verändert sich plötzlich alles - auf einmal möchte jeder einen Anteil an diesem sensationellen Fund haben. Und das mit allen Mitteln....

Fazit
Vorab erst einmal: Für mich ist Matthew McConaughey einer der beiden besten Schauspieler, die es zur Zeit gibt. Von daher ist natürlich ein neuer Film mit ihm ein 'muss' und auch hier spielt er einfach wieder hervorragend! Während er für den  'Dallas Buyers Club' einige Kilos verloren hatte, hat er hier einiges an Gewicht zugelegt und dafür Haare abgelegt *hüstel*- der Mann traut sich wirklich unattraktiv zu sein, was für dieses Genre ja eher selten der Fall ist...


Aber nun zum Film. Wie der Untertitel 'Gier hat eine neue Farbe' schon vermuten lässt, werden hier sämtliche menschlichen ... Unarten beleuchtet. Was macht Gold, Geld, Gier aus den Menschen? Wie weit geht der Einzelnen um etwas vom Kuchen abzubekommen? Und nein, da wird nicht nachgefragt, ob es demjenigen überhaupt zustehen würde.


Auf der anderen Seite stehen natürlich die Dinge im Leben, die wirklich von Bedeutung sind... Liebe zum Beispiel oder Freundschaft... Wie weit kann, darf oder sollte man vertrauen? Und wird dieses Vertrauen dann belohnt oder wird man eventuell eines Besseren belehrt?....


Gedreht wurde der Film in Indonesien, Thailand und den USA - in Thailand zum Beispiel während des Monsuns - d.h. bildgewaltig und nass. Die Geschichte ist an eine wahre Begebenheit angelehnt, aber man sollte sich nicht vorher über das Ende schlau machen, sonst wäre ja die ganze ... Spannung hin.

Vielleicht ist es kein Film, den man unbedingt gucken muss, aber es ist definitiv Einer, den man richtig gut gucken kann. Mir wäre natürlich ein sympathischerer McConaughey lieber gewesen, aber so geht es auch ;0)

Viele Grüße von der Numi

Sonntag, 1. Oktober 2017

Rezension: Verfolgung

von David Lagercrantz, erschienen bei Heyne.


Erschienen am 07.09.2017
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
480 Seiten
ISBN: 978-3-453-27099-2

Beschreibung laut Verlag


Im Frauengefängnis Flodberga herrscht ein strenges Regiment. Alle hören auf das Kommando von Benito Andersson, der unangefochtenen Anführerin der Insassinnen. Lisbeth Salander, die eine kurze Strafe absitzt, versucht tunlichst, den Kontakt zu vermeiden, doch als ihre Zellennachbarin gemobbt wird, geht sie dazwischen und gerät ins Visier von Benitos Gang.
Unterdessen hat Holger Palmgren, Lisbeth Salanders langjähriger Mentor, Unterlagen zutage gefördert, die neues Licht auf Salanders Kindheit und ihren Missbrauch durch die Behörden werfen. Salander bittet Mikael Blomkvist, sie bei der Recherche zu unterstützen. Die Spuren führen sie zu Leo Mannheimer, einem Finanzanalysten aus sehr wohlhabendem Hause. Was hat dieser mit Lisbeth Salanders Vergangenheit zu tun? Und wie soll sie den immer schärfer werdenden Attacken von Benito und ihrer Gang entgehen?


Rezension
Lisbeth Salander muss eine kurze Gefängnisstrafe absitzen - eigentlich auch kein Problem für sie. Allerdings bekommt ihr früherer Betreuer Holger Palmgren ausgerechnet jetzt Unterlagen über Lisbeths Vergangenheit zugespielt. Da sie aber - unter den gegebenen Umständen - über keinen dauerhaften Zugriff auf das Internet verfügt, bittet sie Mikael Blomkvist mit den entsprechenden Recherchen zu beginnen. Das was Mikael zunächst findet, wirkt alles eher harmlos, aber wenn Lisbeth ihn darauf ansetzt.... Und tatsächlich....

Zeitgleich stößt Lisbeth im Gefängnis auf etwas für sie schwer zu ertragendes: Die Anführerin der führenden Gang - Benito Andersson - hat sich auf eine Insassin eingeschossen. Die junge Frau wird bedroht, gemobbt, geschlagen. Und alle sehen weg. Inklusive der Wärter. Niemanden scheint es zu interessieren, was dort zwischen den Mauern passiert. Niemanden... außer Lisbeth.

Fazit
Ich hole vorab erst einmal ein wenig aus:

Stieg Larsson erschuf die Millennium Trilogie, d.h. die ersten drei Bände um Lisbeth Salander. Geplant hatte er eine Reihe von insgesamt 10 Büchern. Leider, leider verstarb er 2004 an den Folgen eines Herzinfarktes.

2013 entschloss sich die Familie zusammen mit dem Verlag die Weiterführung der Reihe an David Lagercrantz zu übergeben. Als dann 'Verschwörung' - der vierte Teil - veröffentlicht wurde, war ich zunächst mega-skeptisch. Die ersten drei Bände waren ja immerhin eine abgeschlossene Geschichte und die Idee, irgendjemand Anderen einfach weiterschreiben zu lassen... mmm ... ob das funktioniert???

Ja, es funktionierte! Sogar hervorragend. Ja: David Lagercrantz ist nicht Stieg Larsson. Aber nichtsdestotrotz hat er ein Händchen für Lisbeth & Co. Natürlich hat er seinen eigenen Stil, aber der muss ja nicht schlecht sein. Und das ist er auch nicht. Mit 'Verschwörung' gelang ihm ein würdiger Nachfolger.

Nun ist der fünfte Teil erschienen und ganz ehrlich? Im Prolog - also direkt von der ersten Seite an - unterhält sich Holger Palmgren mit Lisbeth und ein Grinsen bereitete sich über mein gesamtes Gesicht aus. Nicht, weil die Unterhaltung humorvoll wäre. Nein, einfach nur aus dem Grund endlich, endlich, endlich wieder mit meinen Lieben unterwegs zu sein.

Die Geschichte selber unterteilt sich in zwei Handlungsstränge - beide gut durchdacht und spannend umgesetzt und zumindest bei dem Part, der sich um Lisbeths Vergangenheit dreht, kann man nur hoffen, dass es sich hier um Fiktion handelt... Obwohl die Realität leider eher vermuten lässt, dass es so gewesen sein könnte.

Ich muss allerdings zugeben, dass mir dieses Mal ein wenig Lisbeths Konsequenzanalyse fehlte, d.h. ihre Überlegungen, die sie normalweise anstellt, bevor sie handelt. Die, die sie kennen, wissen, was ich meine. Sie ist immer noch... wie man im Pott sagt: eine coole Sau (t´schuldigung, aber der Ausspruch trifft es einfach so gut) und doch....

Egal, das Buch hat mich gut unterhalten und ich hoffe jetzt schon, dass der nächste Teil nicht lange auf sich warten lässt. Meine beiden Daumen sind definitiv oben für die komplette Reihe und für diejenigen, die Lagercrantz keine Chance geben wollen, sind zumindest die ersten drei Bände ein must-read!

Reihenfolge
1. Verblendung
2. Verdammnis
3. Vergebung
4. Verschwörung
5. Verfolgung

Viele Grüße von der Numi